gf0900p2000ora

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0103 · 2015-03-09

Gültig für: MOTOR 607 im TYP 117, 156, 176, 246

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 117 · Baureihe 156 · Baureihe 176 · Baureihe 246

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 607 ***

GF09.00-P-2000ORA

Aufladung Funktion

9.3.15

MOTOR

607 im TYP 117, 156, 176, 246

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft.

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.

Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler.

Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und den daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet.

Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Zylinderkopf weiter.

Die Steuerung der Aufladung erfolgt über die Ladedruckregelung. Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B4/32)

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

Drucksensor nach Drosselklappe (B28/7) (mit CODE 927 (Abgasnorm EU6))

Positionssensor Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl

Einspritzmenge wird über die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Raildrucksensor (B4/6) erfasst.

Abgasdrucksensor (B60), für den Abgasdruck in der Abgasanlage

Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät CDI integriert), zur Erfassung des Atmosphärendrucks.

Funktionsablauf Ladedruckregelung

Die Ladedruckregelung erfolgt elektropneumatisch über den Ladedrucksteller (Y77/1).

Der Ladedrucksteller wird kennfeld- und lastabhängig vom Steuergerät CDI zur Ladedruckregelung angesteuert.

Dazu wertet das Steuergerät CDI folgende Sensorsignale aus:

Kühlmitteltemperatur-Sensor

Druck- und Temperatursensor Ladeluft

Abgasdrucksensor

Kraftstoffdruck-Sensor

Positionssensor Kurbelwelle

Im Volllastbetrieb wird maximaler Ladedruck aufgebaut.

Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt.

Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf das Turbinenrad strömt.

Damit passen die Leitschaufeln den an dem Turbinenrad anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an.

Durch die Drehzahl des Abgasturboladers werden die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.

Der Ladedruck wird vom Druck- und Temperatursensor Ladeluft ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.

Als Schutz vor Überlastung des Abgasturboladers werden die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasdruck durch den Abgasdrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht.

Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97IAB

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997ORA

Referenzierte Dokumente