Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein
Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)
Motor läuft.
Das Steuergerät CDI (N3/40) erkennt den Motorlauf durch das Auswerten der Signale des Hallsensors Kurbelwelle (B70). Das Steuergerät CDI liest die Signale des Hallsensors Kurbelwelle direkt ein.
Aufladung allgemein
Die Aufladung verbessert den Zylinderfüllungsgrad. Das Motordrehmoment und die Motorleistung werden erhöht. Die Strömungsenergie der Abgase wird zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt. Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler.
Durch die hohen Umdrehungen des Verdichterrads und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft verdichtet und erwärmt. Diese Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Der Ladeluftkühler kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über ein weiteres Ladeluftrohr zum Ladeluftverteiler weiter.
Die Steuerung der Aufladung erfolgt über die Ladedruckregelung. Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI in Abhängigkeit von den Signalen folgender Sensoren geregelt:
Atmosphärendrucksensor im Steuergerät CDI
Heißfilm-Luftmassensensor (B2/5)
Ladedrucksensor (B5/2)
Drucksensor Ladedruck (B5/4)
Kühlmitteltemperatursensor (B11/16)
Temperatursensor Ladeluft (B17/8)
Temperatursensor vor Abgasturbolader (B16/24)
Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter (B28/26)
Differenzdrucksensor Abgasrückführung Niederdruck (B28/91)
Abgasdrucksensor (B60)
Hallsensor Kurbelwelle (B70)
Das Steuergerät CDI steuert zur Regelung des Ladedrucks den Ladedrucksteller (Y77/1) in Abhängigkeit von folgenden Sensorsignalen an:
Atmosphärendruck, über den Atmosphärendrucksensor im Steuergerät CDI
Kühlmitteltemperatur, über den Kühlmitteltemperatursensor (B11/16)
Motordrehzahl, über den Hallsensor Kurbelwelle (B70)
Ladedruck, über den Drucksensor Ladedruck (B5/4) und den Ladedrucksensor (B5/2)
Abgasdruck, über den Abgasdrucksensor (B60)
Angesaugte Luftmasse, über den Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5)
Rußgehalt des Dieselpartikelfilters (DPF), über den Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter (B28/26)
Die Einspritzmenge wird über die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/6) erfasst.
Das Steuergerät CDI steuert zur Anpassung der Einspritzmenge folgende Bauteile an:
Druckregelventil (Y74)
Kraftstoffinjektoren (Y76)
Mengenregelventil (Y94)
Funktionsablauf Aufladung
Nach Auswertung der Eingangssignale regelt das Steuergerät CDI kennfeldabhängig die Position des Ladedruckstellers. Je nach Ansteuerung verstellt der Ladedrucksteller die Position der Leitschaufeln. Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an.
Durch die Turbinendrehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt. Der Ladedruck wird vom Ladedrucksensor ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.
Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasdruck durch den Abgasdrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht. Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.
Referenzierte Dokumente
- gf0716d9994tsd Übersicht Systembauteile Common Rail Direct Injection (CDI)