GF07.16-P-3200RT | Europäische On-Board Diagnose (EOBD) CDI Funktion | 20.3.08 |
MOTOR 642 im TYP 251.0 /1
ausser CODE (494) USA-Ausführung
bis Modell-J. 08 /AEJ 07
P07.16-2973-11
0100 STAR DIAGNOSIS
A1 Kombiinstrument
A1e58 Kontrollleuchte Motordiagnose
N3/9 Steuergerät CDI
N93 Steuergerät Zentrales Gateway
X11/4 Prüfkupplung Diagnose
Die europäische On-Board Diagnose (EOBD) hat folgende Aufgaben:
Abgasrelevante Bauteile und Systeme während der Fahrt überwachen
Fehlfunktionen feststellen und speichern
Fehlfunktionen durch die Kontrollleuchte Motordiagnose anzuzeigen
Ermittelte Fehler über STAR DIAGNOSIS anzeigen
Folgende Systeme und Funktionen werden elektronisch überwacht:
Abgasrückführung (AGR)
Laufruheregelung (1. bis 6. Zylinder)
Kraftstoffsystem
Glühsystem
Ansaug- und Ladeluftsystem
Bereitschaftscode
Über diesen Code wird erkannt, dass Prüfungsabläufe (Wirkungsketten) zur Fehlererkennung abgelaufen sind.
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Der Bereitschaftscode erfasst die elektronischen Systeme:
AGR
Kraftstoffsystem
Laufruheregelung
Der Bereitschaftscode wird gesetzt, wenn 2 Fahrzyklen inklusive des Kaltstarts ohne Fehler abgelaufen sind.
Warmlaufzyklus
Nicht permanent überwachte Systeme werden erst beim Durchfahren eines Warmlaufzyklus überprüft.
Ein Warmlaufzyklus besteht aus:
Motorstart
Temperaturerhöhung > 4,5 °C
Endtemperatur > 60 °C
Abstellen des Motors
Rechnernachlauf mindestens 10 s (Kühlerlüfternachlauf abwarten)
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Fahrzyklus
Ein Fahrzyklus besteht aus:
Motorstart
35 s im Leerlauf
Abstellen des Motors
Rechnernachlauf mindestens 10 s (Kühlerlüfternachlauf abwarten)
Das Steuergerät CDI überprüft seine Ein- und Ausgangssignale auf Plausibilität und erkennt mögliche Fehler.
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Fehlererkennung
Folgende Fehler und Fehlerzustände werden erkannt:
Signale über oder unter Grenzwert (z. B. Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, defekter Sensor)
Plausibilität der Signale
Wirkungsketten mit Fehlern
Fehlermeldungen über Control Area Network (Datenbus/CAN Bus) (CAN), vom Steuergerät CDI und vom Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (Y3/8n4)
Fehlerspeicherung
Erkannte Fehler werden mit den Umgebungsdaten im Fehlerspeicher abgelegt. Bestätigt sich der Fehler im folgenden Fahrzyklus nicht, wird er gelöscht. Abgasrelevante Fehler werden immer eingetragen, da sie eine hohe Priorität haben.
Nach 40 fehlerfreien Fahrzyklen wird ein abgasrelevanter Fehler aus dem Fehlerspeicher gelöscht.
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Umgebungsdaten und Betriebsbedingungen
Bei Erkennung eines Fehlers werden zusätzlich zum Fehlercode folgende Betriebsbedingungen als Umgebungsdaten abgespeichert:
Geschwindigkeit
Motordrehzahl
Kühlmitteltemperatur
Ladelufttemperatur
Ladedruck
Motorlastzustand
Folgefehler
Ist ein fehlerhaftes Signal erkannt und der entsprechende Fehlercode gespeichert, werden sämtliche Prüfungen abgebrochen, bei denen dieses Signal als Vergleichsgröße benötigt wird. Dadurch wird das Speichern von Folgefehlern verhindert.
Fehlerspeicher auslesen
Abgespeicherte Fehler können mit STAR DIAGNOSIS bei "Kl. 15 EIN" oder bei "Kl. 61 EIN" über die Prüfkupplung Diagnose ausgelesen werden. Das Löschen des Fehlerspeichers ist nur bei "Kl. 15 EIN" möglich.
Der Fehlerspeicher wird mit dem Abklemmen der Batterie (G1) nicht gelöscht.
Nachlauf Steuergerät CDI
Nach dem Löschen von Fehlern muss der Rechnernachlauf nach dem Ausschalten der Kl. 15 abgewartet werden. Der Rechnernachlauf beträgt maximal 10 s. Bei aktivem Kühlerlüfternachlauf muss dessen Nachlaufzeit abgewartet werden.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p6000rt Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung