GF07.10-P-1007MMB | Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion | 22.6.10 |
MOTOR 276.9 im TYP 221.0 /1
P07.61-2691-01
Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm
a Start
b Abregelbeginn Nachstartanreicherung
c Beginn Warmlaufanreicherung
t Zeit
t1 Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)
t2 Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)
t3 Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)
A Anreicherungsrate
Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Klemme 87M EIN (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Um nach einem Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert.
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Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:
Funktionsablauf Startanreicherung
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
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Funktionsablauf Startanreicherung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.
Die Berechnung der Einspritzzeit für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)
– Hall-Geber Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl
– Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"
– Steuergerät EZS (N73), "Klemme 50-Signal" über Fahrwerk-CAN (CAN E)
– Abstellzeit des Motors
Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Klemme 50-Signals" vom Steuergerät EZS über den Fahrwerk-CAN die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76).
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Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.
Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzzeit.
Die Einspritzzeit ist außerdem von der Bordnetzspannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Bordnetzspannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME die Einspritzzeit.
Unter ca. 7 V Bordnetzspannung ist kein Motorstart möglich.
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Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luftgemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.
Der an den kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzzeit für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Temperaturfühler Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur beim Start
– Verbrennungszyklen nach Start
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– Elektrische Steuereinheit (VGS) (Y3/8), Wählhebelstellung über Antriebs-CAN (CAN C)
– Korrekturprogrammierung mit Diagnose-Assistenz-System (DAS)
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.
Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren.
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Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luftgemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert. Der an den noch kalten Zylinderlaufbahnen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen. Die Berechnung der Einspritzzeit für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5), Motorlast
(bei Motor mit Schichtbetrieb)
– Temperaturfühler Ansaugluft (B2/5b1)
(bei Motor mit Schichtbetrieb)
– Hall-Geber Einlass Nockenwelle links und rechts (B6/4, B6/5), Einlass-Nockenwellenstellungen
– Hall-Geber Auslass Nockenwelle links und rechts (B6/6, B6/7), Auslass-Nockenwellenstellungen
– Temperaturfühler Kühlmittel
– Temperaturfühler Ansaugluft (B17)
(außer Motor mit Schichtbetrieb)
– Ansaugluft-Temperatursensor Saugrohr (B17/1)
– Druckgeber nach Stellglied Drosselklappe (B28/7), Motorlast
– Hall-Geber Kurbelwelle, Motordrehzahl
– Korrekturprogrammierung mit DAS
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren.
Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.
Die Stellmagnete Einlass Nockenwelle links und rechts (Y49/4, Y49/5) und die Stellmagnete Auslass Nockenwelle links und rechts (Y49/6, Y49/7) bestimmen durch die Ventilüberschneidung die Abgasrückführrate. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.
Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzzeit hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.
Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.
Sobald die Lambda-Regelung freigegeben wird, überwacht diese die Einspritzzeit.
Referenzierte Dokumente
- gf0770p9998mmb Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung
- pe0710p270797sag Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung