MOTOR | 642.8 im TYP 222 |
Funktionsvoraussetzungen Zündung AUS allgemein
Klemme 87M (Motorsteuerung EIN)
Klemme 15
Zündung AUS allgemein
Bei Zündung AUS wird erst der Motor und danach die Motorsteuerung im Steuergerät CDI (N3/9) ausgeschaltet.
Zündung AUS Funktionsablauf
Bei Zündung AUS wird vom Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) das Relais Klemme 15 Motorraum (K40/8kG) über den Innenraum-CAN (CAN B) abgeschaltet.
Erhält das Steuergerät CDI über das Relais Klemme 15 Motorraum das Signal "Klemme 15 AUS", werden folgende Bauteile abgeschaltet und der Rechnernachlauf gestartet:
– Die Kraftstoffpumpe (M3) vom Steuergerät Kraftstoffpumpe (N118)
– Druckregelventil (Y74)
– Kraftstoffinjektoren (Y76)
– Mengenregelventil (Y94)
Durch die Absaugpumpe AdBlue® (A103/2m2), wird nach dem Abstellen des Motors (nach Zündung aus), die AdBlue-Flüssigkeit aus dem Dosierventil AdBlue® (Y129) und der AdBlue-Dosierleitung in Richtung AdBlue-Tank zurückgesaugt. Die AdBlue-Dosierleitung wird dabei nur teilentleert. Das Dosierventil AdBlue® wird während des Rücksaugvorganges geöffnet, damit kein Vakuum in der Druckleitung AdBlue® entsteht. Da nach dem Abstellen/Parken des Fahrzeuges nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Außentemperaturen in den negativen Bereich absinken (bei sehr langen Abstell-/Parkzeiten), erfolgt das Rücksaugen der AdBlue-Flüssigkeit aus dem Dosierventil und der AdBlue-Leitung, nach jedem Abschalten der Zündung
Der Rechnernachlauf für das Steuergeräts AdBlue® (N118/5) wird vom Steuergerät CDI bestimmt und liegt bei ca. 4 s. Er kann aber auch durch verschiedene Funktionen (wie z. B. On-Board-Diagnose (OBD), Fahrberechtigungssystem (FBS), Wärmemanagement) mehrere Minuten dauern.
Ist der Rechnernachlauf beendet, wird das Relais Klemme 87M (K40/8kN) abgeschaltet und damit die Motorsteuerung vom Bordnetz getrennt (ausgeschaltet).
Während des Rechnernachlaufs werden vom Steuergerät CDI Systemtests durchgeführt und der Fehlerspeicher aktualisiert.
Die Masseanbindung "Klemme 31" erfolgt von der Bordnetzbatterie (G1) über den Massepunkt Batterie (W10) und mehrere Masseleitungen zum Massepunkt vorn rechts (bei Leuchteinheit) (W2).
Die Spannungsversorgung des Steuergeräts CDI bei Zündung AUS erfolgt von der Bordnetzbatterie über "Klemme 30 gesichert".
Dargestellt Kraftstoff-Niederdruckkreislauf |
70 | Kraftstoffhauptfilter |
75 | Kraftstoffbehälter |
88 | Kraftstofffördermodul |
B4/7 | Kraftstoffdruck-Sensor |
B50 | Kraftstoff-Temperatursensor |
M3 | Kraftstoffpumpe |
Y74 | Druckregelventil |
Y94 | Mengenregelventil |
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Funktionsablauf Kraftstoff-Hochdruckkreislauf
Der Hochdruckkreislauf setzt sich aus folgenden Bauteilen zusammen:
– Kraftstoff-Hochdruckpumpe
– Rail links
– Rail rechts
– Hochdruckleitungen
– Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck
– Kraftstoff-Temperatursensor
– Druckregelventil
– Kraftstoffinjektoren
Die Kraftstoff-Hochdruckpumpe fördert in Abhängigkeit vom Signal des Fahrpedalsensors (B37), der Motordrehzahl und der Kraftstofftemperatur den Kraftstoff in die Rail links und von dort aus gleichzeitig in die Rail rechts.
Von der jeweiligen Rail gelangt der Kraftstoff über die Hochdruckleitungen zu den Kraftstoffinjektoren. Die Kraftstoffinjektoren spritzen den Kraftstoff fein zerstäubt ein. Das Steuergerät CDI berechnet kennfeldabhängig die zylinderselektive Einspritzmenge für den jeweiligen Betriebszustand. Die Einspritzmenge ist abhängig vom Kraftstoffdruck in den Rails und von der Ansteuerdauer der Kraftstoffinjektoren.
Der Kraftstoffdruck in den Rails wird durch das Druckregelventil und das Mengenregelventil gesteuert. Der tatsächlich anliegende Kraftstoffdruck in den Rails wird durch den Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck erfasst und durch das Druckregelventil auf maximal 1800 bar begrenzt. Die Kraftstofftemperatur wird über den Kraftstoff-Temperatursensor erfasst. Beide Informationen werden permanent an das Steuergerät CDI weitergeleitet.
Dargestellt Kraftstoff-Hochdruckkreislauf |
19 | Kraftstoff-Hochdruckpumpe |
21 | Rail links |
22 | Rail rechts |
23 | Hochdruckleitungen |
B4/6 | Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck |
B4/7 | Kraftstoffdruck-Sensor |
B50 | Kraftstoff-Temperatursensor |
Y74 | Druckregelventil |
Y76 | Kraftstoffinjektoren |
Y94 | Mengenregelventil |
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Funktionsablauf Sicherheitskraftstoffabschaltung
Um die Verkehrs- und Insassensicherheit zu gewährleisten, findet eine Sicherheitskraftstoffabschaltung statt.
Das Steuergerät CDI steuert die Sicherheitskraftstoffabschaltung auf Basis folgender Sensoren und Signale:
– Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl
– Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10), direktes Crashsignal
– Steuergerät Supplemental Restraint System, indirektes Crashsignal über den Benutzerschnittstellen-CAN (CAN-HMI), das Steuergerät elektronisches Zündschloss, den Fahrwerk-FlexRay (Flex E), das Steuergerät Antriebsstrang (N127) und den Motor-CAN (CAN C)
Die Sicherheitskraftstoffabschaltung wird vom Steuergerät CDI bei folgenden Bedingungen aktiviert:
Fehlen des Motordrehzahlsignals
Crashsignal
Fehlen des Motordrehzahlsignals
Fehlt das vom Steuergerät CDI generierte Motordrehzahlsignal, wird die Kraftstoffpumpe abgeschaltet.
Crashsignal
Erhält das Steuergerät CDI ein Crashsignal indirekt oder direkt vom Steuergerät Supplemental Restraint System, schaltet es die Kraftstoffpumpe, das Mengenregelventil und das Druckregelventil ab und steuert die Kraftstoffinjektoren kurzzeitig an, um die Kraftstoffanlage drucklos zu machen.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p9997ogs Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)