D07.10-0090-79
Blockschaltbild |
B6/29 | Hallsensor Einlassnockenwelle | N127 | Steuergerät Antriebsstrang | |
B6/30 | Hallsensor Auslassnockenwelle | Y62 | Kraftstoffinjektoren | |
B11/21 | Temperatursensor Kühlmittel | CAN C | Antriebs-CAN | |
B28/24 | Saugrohrdruck-Sensor | CAN C1 | Motor-CAN | |
B70/2 | Hallsensor Kurbelwelle | Flex E | Fahrwerk-FlexRay | |
N3/36 | Steuergerät ME | O | Option | |
N30/4 | Steuergerät ESP® | S | Standard |
Funktionsvoraussetzungen Laufruheregelung allgemein
Klemme 87M (Motormanagement EIN)
Motor läuft.
Laufruheregelung allgemein
Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Motorlauf ständig überwacht.
Das Steuergerät ME (N3/36) liest zur Laufruheregelung folgende Signale ein:
Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/29), Einlass-Nockenwellenstellung
Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/30), Auslass-Nockenwellenstellung
Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)
Saugrohrdruck-Sensor (B28/24), Motorlast
Hallsensor Kurbelwelle (B70/2), Motordrehzahl
Steuergerät ESP® (N30/4), Raddrehzahlsignal über Fahrwerk-FlexRay (Flex E), Steuergerät Antriebsstrang (N127) und Antriebs-CAN (CAN C)
Laufruheregelung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern
Funktionsablauf Aussetzerzähler
Funktionsablauf Faktoren für die Laufruheregelung
Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern
Für die Laufruheregelung wird das Signal vom Hallsensor Kurbelwelle über ein umfangreiches mathematisches Verfahren genau auf zeitliche Gleichförmigkeit zwischen den einzelnen Verbrennungen ausgewertet.
Jede einzelne Verbrennung muss am Multipolrad, welches sich an der Kurbelwelle befindet, eine charakteristische Beschleunigung erzeugen. Bei Verbrennungsaussetzern dreht das Multipolrad bis zur nächsten Zündung etwas langsamer (Drehmomentschwankung).
Erkennt die Laufruheregelung im Steuergerät ME Verbrennungsaussetzer, wird nach einer bestimmten Anzahl von Verbrennungsaussetzern der entsprechende Kraftstoffinjektoren (Y62) nicht mehr angesteuert. Es werden jedoch maximal zwei Kraftstoffinjektoren gleichzeitig abgeschaltet.
Funktionsablauf Aussetzerzähler
Die Summe der erkannten Verbrennungsaussetzer wird im Fehlerspeicher eingetragen und es wird unterschieden zwischen:
Verbrennungsaussetzer "Zylinderspezifisch"
Verbrennungsaussetzer "Emissionsgrenze"
Verbrennungsaussetzer "Katalysatorschädigend"
Signal Laufruhe |
a | Beschleunigung |
t | Zeit |
A | Motorlauf ohne Verbrennungsaussetzer (Beschleunigungswerte im Toleranzbereich ( 3 m/s2)) |
B | Motorlauf mit Verbrennungsaussetzern (Beschleunigungswerte zu groß (> 3 m/s2)) |
C | Aussetzerzähler (startet bei Aussetzererkennung) |
P07.61-3854-11
Erkannt werden Verbrennungsaussetzer, die verursacht werden durch:
Zündsystem
Kraftstoffeinspritzsystem
Motormechanik (z. B. Ventilsitze, Ventilfedern, Falschluft)
Kraftstoffmangel
Funktionsablauf Faktoren für die Laufruheregelung
Folgende Faktoren beeinflussen die Laufruheregelung:
Motordrehzahl und Motorlast
Kühlmitteltemperatur
Erkennung von Fahrbahnunebenheiten
Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Sensoradaption
Motordrehzahl und Motorlast
Aus der Motordrehzahl und der Motorlast wird vom Steuergerät ME ein Vergleichswert für die Zeit zwischen zwei Verbrennungen gebildet.
Kühlmitteltemperatur
Bei kaltem Motor sind mehr Verbrennungsaussetzer zulässig als bei betriebswarmem Motor.
Erkennung von Fahrbahnunebenheiten
Schwingungseinflüsse über den Antriebsstrang können bei bestimmten Motordrehzahlen und Lastzuständen die Auswertung des Motorlaufs negativ beeinflussen. Deshalb wird bei schlechter Fahrbahn der Toleranzbereich der Laufruheregelung vergrößert. Das Raddrehzahlsignal für die Erkennung eines gleichmäßigen Radlaufs erhält das Steuergerät ME vom Steuergerät ESP®.
Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge
Die Zylindererkennung aus den Signalen vom Hallsensor Kurbelwelle und vom Hallsensor Einlassnockenwelle oder Hallsensor Auslassnockenwelle ist für die Fehlerspeicherung und -bewertung erforderlich.
Sensoradaption
Der Toleranzbereich der Laufruheregelung wird nach erfolgter Adaption des Hallsensors Kurbelwelle verkleinert. Die Laufruheregelung kann damit an die spezifischen Rundlaufeigenschaften des Motors angepasst werden. Im Schubbetrieb (Fahrpedal nicht betätigt), bei dem ein gleichförmiger Rundlauf vorhanden ist, speichert das Steuergerät ME die Rundlaufeigenschaften des Motors. Zur Aussetzererkennung sind diese als Vergleichsgröße erforderlich.
Referenzierte Dokumente
- gf0770d9998tsb Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung