gf0710d1011tsb

Laufruheregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2018-03-15

Gültig für: Motor 274 im Typ 907

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 907

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 274 ***

GF07.10-D-1011TSB

Laufruheregelung Funktion

15.03.2018

Motor

274 im Typ 907

Laufruheregelung Funktion

D07.10-0090-79

Blockschaltbild

B6/29

Hallsensor Einlassnockenwelle

N127

Steuergerät Antriebsstrang

B6/30

Hallsensor Auslassnockenwelle

Y62

Kraftstoffinjektoren

B11/21

Temperatursensor Kühlmittel

CAN C

Antriebs-CAN

B28/24

Saugrohrdruck-Sensor

CAN C1

Motor-CAN

B70/2

Hallsensor Kurbelwelle

Flex E

Fahrwerk-FlexRay

N3/36

Steuergerät ME

O

Option

N30/4

Steuergerät ESP®

S

Standard

Funktionsvoraussetzungen Laufruheregelung allgemein

Klemme 87M (Motormanagement EIN)

Motor läuft.

Laufruheregelung allgemein

Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Motorlauf ständig überwacht.

Das Steuergerät ME (N3/36) liest zur Laufruheregelung folgende Signale ein:

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/29), Einlass-Nockenwellenstellung

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/30), Auslass-Nockenwellenstellung

Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)

Saugrohrdruck-Sensor (B28/24), Motorlast

Hallsensor Kurbelwelle (B70/2), Motordrehzahl

Steuergerät ESP® (N30/4), Raddrehzahlsignal über Fahrwerk-FlexRay (Flex E), Steuergerät Antriebsstrang (N127) und Antriebs-CAN (CAN C)

Laufruheregelung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern

Funktionsablauf Aussetzerzähler

Funktionsablauf Faktoren für die Laufruheregelung

Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern

Für die Laufruheregelung wird das Signal vom Hallsensor Kurbelwelle über ein umfangreiches mathematisches Verfahren genau auf zeitliche Gleichförmigkeit zwischen den einzelnen Verbrennungen ausgewertet.

Jede einzelne Verbrennung muss am Multipolrad, welches sich an der Kurbelwelle befindet, eine charakteristische Beschleunigung erzeugen. Bei Verbrennungsaussetzern dreht das Multipolrad bis zur nächsten Zündung etwas langsamer (Drehmomentschwankung).

Erkennt die Laufruheregelung im Steuergerät ME Verbrennungsaussetzer, wird nach einer bestimmten Anzahl von Verbrennungsaussetzern der entsprechende Kraftstoffinjektoren (Y62) nicht mehr angesteuert. Es werden jedoch maximal zwei Kraftstoffinjektoren gleichzeitig abgeschaltet.

Funktionsablauf Aussetzerzähler

Die Summe der erkannten Verbrennungsaussetzer wird im Fehlerspeicher eingetragen und es wird unterschieden zwischen:

Verbrennungsaussetzer "Zylinderspezifisch"

Verbrennungsaussetzer "Emissionsgrenze"

Verbrennungsaussetzer "Katalysatorschädigend"

Laufruheregelung Funktion

Signal Laufruhe

a

Beschleunigung

t

Zeit

A

Motorlauf ohne Verbrennungsaussetzer (Beschleunigungswerte im Toleranzbereich ( 3 m/s2))

B

Motorlauf mit Verbrennungsaussetzern (Beschleunigungswerte zu groß (> 3 m/s2))

C

Aussetzerzähler (startet bei Aussetzererkennung)

P07.61-3854-11

Erkannt werden Verbrennungsaussetzer, die verursacht werden durch:

Zündsystem

Kraftstoffeinspritzsystem

Motormechanik (z. B. Ventilsitze, Ventilfedern, Falschluft)

Kraftstoffmangel

Funktionsablauf Faktoren für die Laufruheregelung

Folgende Faktoren beeinflussen die Laufruheregelung:

Motordrehzahl und Motorlast

Kühlmitteltemperatur

Erkennung von Fahrbahnunebenheiten

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

Sensoradaption

Motordrehzahl und Motorlast

Aus der Motordrehzahl und der Motorlast wird vom Steuergerät ME ein Vergleichswert für die Zeit zwischen zwei Verbrennungen gebildet.

Kühlmitteltemperatur

Bei kaltem Motor sind mehr Verbrennungsaussetzer zulässig als bei betriebswarmem Motor.

Erkennung von Fahrbahnunebenheiten

Schwingungseinflüsse über den Antriebsstrang können bei bestimmten Motordrehzahlen und Lastzuständen die Auswertung des Motorlaufs negativ beeinflussen. Deshalb wird bei schlechter Fahrbahn der Toleranzbereich der Laufruheregelung vergrößert. Das Raddrehzahlsignal für die Erkennung eines gleichmäßigen Radlaufs erhält das Steuergerät ME vom Steuergerät ESP®.

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

Die Zylindererkennung aus den Signalen vom Hallsensor Kurbelwelle und vom Hallsensor Einlassnockenwelle oder Hallsensor Auslassnockenwelle ist für die Fehlerspeicherung und -bewertung erforderlich.

Sensoradaption

Der Toleranzbereich der Laufruheregelung wird nach erfolgter Adaption des Hallsensors Kurbelwelle verkleinert. Die Laufruheregelung kann damit an die spezifischen Rundlaufeigenschaften des Motors angepasst werden. Im Schubbetrieb (Fahrpedal nicht betätigt), bei dem ein gleichförmiger Rundlauf vorhanden ist, speichert das Steuergerät ME die Rundlaufeigenschaften des Motors. Zur Aussetzererkennung sind diese als Vergleichsgröße erforderlich.

Funktionsschema Elektrik Laufruheregelung

PE07.10-D-2711-97TSB

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-D-9998TSB

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