gf4710p2000at

Kraftstoffbehälter Bauteilbeschreibung

Typ gf · Thema 47.10 · Version 0100 · 2006-07-20

Gültig für: TYP 211 mit MOTOR 156.983 TYP 219 mit MOTOR 156.983

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 47 Kraftstoffanlage, Energieversorgung Antriebsstrang › 47.10 Kraftstoffbehälter — Baureihe 156 (Baumuster 983) · Baureihe 211 · Baureihe 219

GF47.10-P-2000AT

Kraftstoffbehälter Bauteilbeschreibung

20.7.06

TYP 211 mit MOTOR 156.983

TYP 219 mit MOTOR 156.983

Kraftstoffbehälter Bauteilbeschreibung

P47.10-2392-76

45 Anschluss Kraftstoff-Einfüllstutzen

55 Kraftstofffördermodul

55/2 Kraftstofffilter mit Druckbegrenzungsventil

75 Kraftstoffbehälter

B4/1 Geber Kraftstoffanzeige, Tankhälfte links

B4/2 Geber Kraftstoffanzeige, Tankhälfte rechts

B4/3 Geber Tankdruck (bei )

M3 Kraftstoffpumpe rechts

M3/2 Kraftstoffpumpe links

A Kraftstoffleitung zum Kraftstoff-Verteilerrohr

B Be- bzw. Entlüftungsleitung über den Ausgleichsbehälter zum Aktivkohlebehälter

Anordnung

Der sattelförmige Kraftstoffbehälter, mit einer Füllmenge von
ca. 80 Liter, ist vor der Hinterachse am Unterboden angeordnet.

Aufbau

Der Kraftstoffbehälter besteht aus zweischichtigem Kunststoff. Wegen der "U"-förmigen Aussparung ist er in zwei Kraftstoffbehälterkammern aufgeteilt, die miteinander verbunden sind.

Die Be- bzw. Entlüftung des Kraftstoffbehälters erfolgt über den Ausgleichsbehälter mit oben angeordnetem Rollover-Ventil.

Das Rollover-Ventil verschließt das Lüftungssystem bei einem Unfall, um das Austreten von Kraftstoff zu verhindern.

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Die beiden Kraftstoffpumpen sind im Kraftstofffördermodul eingebaut.

In jeder Kraftstoffbehälterkammer befindet sich ein Geber Kraftstoffanzeige zur Erfassung des Kraftstoffstands.

Entleerung

Der Kraftstoffbehälter hat keine Ablassventile. Seine Entleerung erfolgt durch die Kraftstoffpumpen über die Kraftstoffleitung im Motorraum oder über eine entsprechende Absauganlage.

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Funktion

Die Kraftstoffversorgung wird vom Steuergerät ME (N3/10) und den Steuergeräten Kraftstoffpumpe links, rechts (N118/3, N118/4) gesteuert und überwacht. Je nach Leistungsanforderung wird der Kraftstoffdruck variabel von 4 bis 5,5 bar geregelt.

Unten im Kraftstofffördermodul, am Zulauf zur jeweiligen Kraftstoffpumpe, ist ein Kraftstoffsieb angebracht.

Die Kraftstoffpumpen saugen den Kraftstoff unten aus dem Kraftstofffördermodul an und fördern ihn durch den Kraftstofffilter mit Druckbegrenzungsventil zu den Kraftstoff-Einspritzventilen (Y62) am Kraftstoff-Verteilerrohr (Einleitungssystem). Dabei wird der Kraftstoffdruck durch das Druckbegrenzungsventil auf max. 6,0 bar begrenzt.

Eine Abzweigung in der Kraftstoffleitung vor dem Kraftstofffilter versorgt die Saugstrahlpumpe in der linken Kraftstoffbehälterkammer mit einem Teilstrom des Kraftstoffvorlaufs. Die Saugstrahlpumpe fördert den Kraftstoff aus der linken Kraftstoffbehälterkammer in das Kraftstofffördermodul (rechte Kraftstoffbehälterkammer).

Das Gehäuse des Kraftstofffördermoduls dient als Beruhigungstopf. Bei Kurvenfahrt mit niedrigem Kraftstoffstand im Kraftstoffbehälter verhindert der Beruhigungstopf, dass die Kraftstoffpumpen Luft ansaugen.