Blockschaltbild (bis Modell-J. 2017) |
A1 | Kombiinstrument |
B24/15 | Sensor Drehrate, Quer- und Längsbeschleunigung (mit Code 233 (DISTRONIC PLUS) oder Code 239 (DISTRONIC PLUS)) |
L6/1 | Drehzahlsensor Vorderachse links |
L6/2 | Drehzahlsensor Vorderachse rechts |
L6/3 | Drehzahlsensor Hinterachse links |
L6/4 | Drehzahlsensor Hinterachse rechts |
N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm |
N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss |
N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul |
N135 | Lenkradelektronik |
S110 | Tastengruppe Multifunktionslenkrad links |
S111 | Tastengruppe Multifunktionslenkrad rechts |
CAN E | Fahrwerk-CAN |
CAN H | Fahrdynamik-CAN |
LIN E1 | Lenkungs-LIN |
P40.15-2514-81
Blockschaltbild (ab Modell-J. 2017) |
A1 | Kombiinstrument |
B24/15 | Sensor Drehrate, Quer- und Längsbeschleunigung (mit Code 233 (DISTRONIC PLUS) oder Code 239 (DISTRONIC PLUS)) |
L6/1 | Drehzahlsensor Vorderachse links |
L6/2 | Drehzahlsensor Vorderachse rechts |
L6/3 | Drehzahlsensor Hinterachse links |
L6/4 | Drehzahlsensor Hinterachse rechts |
N10/1 | Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn |
N30/4 | Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm |
N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss |
N80 | Steuergerät Mantelrohrmodul |
N135 | Lenkradelektronik |
S110 | Tastengruppe Multifunktionslenkrad links |
S111 | Tastengruppe Multifunktionslenkrad rechts |
CAN E1 | Fahrwerk-CAN 1 |
CAN E2 | Fahrwerk-CAN 2 |
CAN H | Fahrdynamik-CAN |
LIN E1 | Lenkungs-LIN |
P40.15-2598-81
Funktionsvoraussetzungen allgemein
Klemme 15 EIN
Reifendruckverlust-Warnung (RDW) funktionsfähig
Fahrzeuggeschwindigkeit v > 15 km/h
Querbeschleunigung und Längsbeschleunigung a < 1 m/s2
Funktionsablauf RDW allgemein
Die RDW erkennt einen deutlichen Druckverlust an einem Reifen und zeigt daraufhin im Kombiinstrument eine Warnmeldung an. Die RDW ist funktional im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm integriert.
Der Status Klemme 15 wird dem Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm vom Steuergerät elektronisches Zündschloss auf dem Fahrwerk-CAN (bis Modell-J. 2017) oder auf dem Fahrwerk-CAN 1 (ab Modell-J. 2017) bereitgestellt.
Die RDW setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:
Funktionsablauf Reifendruckverlusterkennung
Funktionsablauf Fahrerinformationen
Funktionsablauf Reifendruckverlusterkennung
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm wertet Signale folgender Bauteile zur Erkennung eines Reifendruckverlustes aus:
Drehzahlsensor Vorderachse links
Drehzahlsensor Vorderachse rechts
Drehzahlsensor Hinterachse links
Drehzahlsensor Hinterachse rechts
Sensor Drehrate, Quer- und Längsbeschleunigung
Das Erkennen eines Reifendruckverlusts erfolgt über den Abrollumfang der Reifen, da dieser vom Reifendruck abhängig ist. Zum Vergleich werden die Raddrehzahlen miteinander verglichen und entsprechend ausgewertet.
Dazu werden die Querbeschleunigung, die Längsbeschleunigung und die einzelnen Raddrehzahlen in die Berechnung mit einbezogen. Das Einschalten der Klemme 15 wird vom Steuergerät elektronisches Zündschloss erkannt und der Status über Fahrwerk-CAN (bis Modell-J. 2017) oder Fahrwerk-CAN 1 (ab Modell-J. 2017) an das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm gesendet.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm empfängt daraufhin die Daten des Sensors Drehrate, Quer- und Längsbeschleunigung (mit Code 233 (DISTRONIC PLUS) oder Code 239 (DISTRONIC PLUS)) über den Fahrdynamik-CAN und liest die Signale der Drehzahlsensoren direkt ein.
Bei Fahrzeugen außer Code 233 (DISTRONIC PLUS) oder Code 239 (DISTRONIC PLUS) werden die Daten der Drehrate, Quer- und Längsbeschleunigung vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm erfasst.
In nachfolgenden Situationen ist die Funktion der RDW teilweise eingeschränkt:
In Steilkurven oder auf Straßen mit großer Querneigung (typisch > 7°)
Bei erkannten Hardwarefehlern (z. B. im Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (Ausfall von Sensoren)) wird das System stillgelegt.
Sportliche Fahrweise (hohe Kurvengeschwindigkeit, starke Beschleunigung)
Montierte Schneeketten oder winterliche Straßenverhältnisse
Loser Untergrund (Sand, Kies usw.)
Bei Regeleingriffen durch das Antiblockiersystem (ABS), die Antriebsschlupfregelung (ASR) oder das Elektronische StabilitätsProgramm (ESP®)
Die RDW ist nur bei Vorwärtsfahrt aktiv. Während der Rückwärtsfahrt wird die Funktion temporär ausgeblendet.
Funktionsablauf der Fahrerinformationen
Eine Warnung erfolgt ab einem Druckverlust von ca. 30 bis 50 % an einem Rad. Die Fahrerinformationen erfolgen über das Kombiinstrument.
Das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm sendet den Status der RDW über Fahrwerk-CAN (bis Modell-J. 2017) oder über Fahrwerk-CAN 1 und Fahrwerk-CAN 2 mit der Schnittstelle Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul vorn (ab Modell-J. 2017) an das Kombiinstrument, welches eine entsprechende Meldung ausgibt. Eine eventuelle Warnung ohne Positionsangabe erfolgt erst nach einigen Minuten Fahrt. In den darauf folgenden Fahrzyklen wird eine Erinnerungsmeldung angezeigt, solange das System RDW nicht neu gestartet worden ist.
Die RDW muss über das Bedienmenü im Kombiinstrument mit der Tastengruppe Multifunktionslenkrad links und der Tastengruppe Multifunktionslenkrad rechts neu gestartet werden, nachdem ein oder mehrere Reifen gewechselt oder die Reifendrücke verändert wurden. Eine anstehende Warnmeldung wird dadurch gelöscht.
Nach dem Neustart erfolgt der Einlernvorgang. Es werden in bis zu 7 verschiedenen Geschwindigkeitsintervallen (im Bereich von 15 bis 250 km/h) die relativen Abrollumfänge der Reifen eingelernt. In diesem Einlernvorgang ist die RDW nicht aktiv.
Gleichmäßige Druckverluste an allen 4 Reifen (z. B. durch Diffusion) können nicht erkannt werden. Fehlbedienungen durch den Fahrer können nicht erkannt werden (z. B. Neustart der RDW bei deutlich zu geringem Reifendruck).
Referenzierte Dokumente
- gf4015p000203rd Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Fahrerinformation
- gf4015p9997rd Übersicht Systembauteile Reifendruckverlust-Warnung (RDW)