gf3330p1002a

Vorderachsgetriebe Grundfunktion

Typ gf · Thema 33.30 · Version 0101 · 2020-06-22

Gültig für: Typ alle mit Getriebe 725.0/1 mit Code M005 (Fahrzeuge mit 4-MATIC-/Allradantrieb)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 33 Vorderachse › 33.30 Antrieb, Ausgleichgetriebe, Antriebswelle — Baureihe 900 (Baumuster 9**) · Baureihe 902 (Baumuster 9**) · Baureihe 904 (Baumuster 918, 919, 924, 925, 938, 943, 957) · Baureihe 906 (Baumuster 917, 918, 924, 953)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 139 ***, 254 ***, 256 ***, 272 ***, 276 ***, 282 ***, 457 9**, 541 9**, 542 9**, 608 ***, 700 4**, 700 420, 700 421, 700 422, 700 423, 715 3**, 715 5**, 722 6**, 722 9**, 724 ***, 724 0**, 724 033, 724 044, 724 045, 724 1**, 724 103, 724 114, 724 115, 724 120, 725 ***, 725 0**, 725 035, 725 037, 725 038, 725 085, 725 1**, 739 390, 739 391, 739 395, 739 396, 739 397, 739 398, 739 399, 740 698, 743 3**, 743 4**, 743 498, 746 971, 924 9**, 924 910, 925 9**, 926 9**

GF33.30-P-1002A

Vorderachsgetriebe Grundfunktion

22.06.2020

Typ

alle mit Getriebe 725.0/1

mit Code M005 (Fahrzeuge mit 4-MATIC-/Allradantrieb)

Übersicht

Dieses Dokument enthält Informationen zu:

Allgemeines

Funktionsvoraussetzungen

Funktion

Allgemeines

Das Vorderachsgetriebe verteilt das vom Verteilergetriebe bereitgestellte Drehmoment auf die Antriebsräder vorne links und rechts.

Funktionsvoraussetzungen

Antriebsstrang betriebsbereit

Motor in Betrieb

ESP® aktiviert

Funktion

Vorderachsgetriebe Grundfunktion

Beispielhafte Darstellung Vorderachsgetriebe

1

Träger Vorderachsgetriebe

2

Zwischenwelle (für linke Vorderachswelle)

3

Tellerrad

4

Ausgleichsgetriebe

5

Rechte Vorderachswelle

6

Antriebskegelrad

7

Gelenkwellenflansch

P33.30-2195-76

Das Vorderachsgetriebe verteilt das Drehmoment vom Automatikgetriebe auf die Antriebsräder der Vorderachse. Gleichzeitig ist das Vorderachsgetriebe notwendig, um Drehzahlunterschiede, z. B. bei Kurvenfahrt zwischen Kurveninnen- und Kurvenaußenrad, auszugleichen.

Bei Geradeausfahrt wird über das Antriebskegelrad und das Tellerrad der Differenzialkorb angetrieben. Der Differenzialkorb nimmt den Mittelbolzen mit den auf ihm gelagerten Ausgleichskegelrädern mit.

Im Differenzialkorb sind die Achswellenräder angeordnet. Die Achswellenräder sind drehfest mit den Vorderachswellen verbunden. Zwischen den Achswellenrädern sind die Ausgleichskegelräder auf dem Mittenbolzen drehbar gelagert. Der Mittenbolzen bildet die Verbindung zwischen dem Ausgleichsgetriebegehäuse und den Ausgleichskegelrädern.

Der Differenzialkorb ist im Vorderachsgehäuse mit Schräglagern in X-Anordnung gelagert.

In den Ausgleichskegelrädern für schweren Betrieb ist zwischen den Achswellenkegelrädern statt des Mittelbolzens ein Ausgleichskreuz mit vier Ausgleichskegelrädern angeordnet.

Das Vorderachsgetriebe ist als einstufiges Ausgleichsgetriebe mit Leichtlauf-Technologie (Fuel-Economy) ausgeführt. Das Gehäuse des Vorderachsgetriebes ist über einen Träger (1) mit der Ölwanne verschraubt. Um den winkligen Verlauf der Gelenkwelle zum Vorderachsgetriebe auszugleichen, steht das Antriebskegelrad (6) unter einem 83°☐Winkel zum Tellerrad (3). Das Tellerrad (3) ist motorseitig angebracht und mit dem Differenzialkorb des Ausgleichsgetriebes (4) verschraubt. Durch diese Anordnung der Bauteile vom Vorderachsgetriebe wird die Drehrichtungsänderung, die durch den einstufigen Abtrieb im Verteilergetriebe entsteht, wieder umgekehrt.