gf2645w0002f

Getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Funktion

Typ gf · Thema 26.45 · Version 0100 · 2019-04-10

Gültig für: Getriebe 715.371/381/523 im Typ 963 mit Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2) mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5) Getriebe 715.371/381/523 im Typ 963 mit Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2) mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Getriebe 715.371/381/523 im Typ 963 mit Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65) mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5) Getriebe 715.371/381/523 im Typ 963 mit Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65) mit Code V2F (Act

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 26 Mechanisches Getriebe › 26.45 Nebenantrieb, Zapfwellengetriebe — Baureihe 963 · Baureihe 964

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 715 371, 715 381, 715 523

GF26.45-W-0002F

Getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Funktion

10.04.2019

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2)

mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2)

mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65)

mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65)

mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4Y (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,2)

mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4Y (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,2)

mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4Z (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,65)

mit Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 963

mit Code N4Z (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,65)

mit Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2)

mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2)

mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65)

mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65)

mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4Y (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,2)

mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4Y (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,2)

mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4Z (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,65)

mit Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

Getriebe

715.371/381/523 im Typ 964

mit Code N4Z (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,65)

mit Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Funktion

W26.45-1465-79

Variante A: Code N4Y (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,2) oder Code N4Z (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,65)

1

Schaltnabe

7

Antriebswelle

2

Schaltschwinge

8

Zwischenrad

3

Schiebemuffe

9

Abtriebswelle

4

Getriebeeingangswelle

B507

Drehzahlsensor NMV

5

Kupplungsscheiben

Getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Funktion

W26.45-1466-79

Variante B: Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2) oder Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65)

1

Schaltnabe

7

Antriebswelle

2

Schaltschwinge

8

Zwischenrad

3

Schiebemuffe

9

Abtriebswelle

4

Getriebeeingangswelle

10

Hohlwelle

5

Kupplungsscheibe

11

Ölpumpe

6

Kupplungsdruckplatte

B507

Drehzahlsensor NMV

Getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Funktion

Y502

Schaltmodul NMV

W26.45-1468-81

Allgemein

Der getriebeunabhängige Nebenabtrieb (NMV) ist zwischen dem Kupplungsgehäuse und dem Schaltgetriebe angeordnet.

Der NMV dient zum Antrieb von Nebenaggregaten mit hohem Leistungs- und Drehmomentbedarf wie Beton- oder Absaugpumpen. Er wird z. B. in Betonmischerfahrzeugen, Autokränen und Straßenkehrmaschinen eingesetzt.

Es existieren zwei Varianten des NMV:

Variante A: Kupplungsabhängiger NMV (nur für den Standbetrieb geeignet).

Code N4Y (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,2)

Code N4Z (NMV, kupplungsabhängig, MB, 1,65)

Variante B: Kupplungsteilabhängiger NMV (für den Stand- und für den Fahrbetrieb geeignet).

Code N4W (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,2)

Code N4X (NMV, kupplungsteilabhängig, MB, 1,65)

Variante A

Einlegevorgang

Ausstattungsabhängig erfolgt die Anforderung zum Einlegen des Nebenabtriebs auf unterschiedliche Weise:

Mit Code J6A (Classic Cockpit):

Durch Betätigen des Schalters Nebenabtrieb 3 (S73) im entsprechenden Schaltermodul Instrumententafel wird das Anforderungssignal gesendet. Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 beginnt zu blinken. Über den Multifunktionshebel-LIN links (LIN 4) gelangt das Signal zum Steuergerät Advanced Signalerfass- und Ansteuermodul (ASAM) (A7). Von dort wird es über den Innenraum-CAN (CAN 2) zum Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) (A2) gesendet. Anschließend gelangt das Signal über den Rahmen-CAN (CAN 3) an das Steuergerät Fahrregelung (CPC5) (A3a) und an das SAM mit Zusatzfunktionen (XMC) (A22). Vom Steuergerät Fahrregelung (CPC5) (A3a) gelangt das Signal über den Antriebs-CAN (CAN 4) zum Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) (A5).

Mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive):

Durch Berühren des Touchscreen-Symbols Nebenabtrieb 3 des Steuergeräts Bildschirm Headunit (HUS) (A154) wird das Anforderungssignal gesendet. Die rote Anzeige im Bildschirmsymbol beginnt zu blinken. Über den Benutzerschnittstelle-CAN (CAN 17) gelangt das Signal zum Steuergerät Kombiinstrument (IC) (A151). Anschließend wird das Signal über den Rahmen-CAN an das Steuergerät Fahrregelung und an das SAM mit Zusatzfunktionen gesendet. Vom Steuergerät Fahrregelung gelangt das Signal über den Antriebs-CAN zum Steuergerät Getriebesteuerung.

Sowohl im Steuergerät Getriebesteuerung als auch im SAM mit Zusatzfunktionen sind Einlegebedingungen definiert. Einige Parameter können in beiden Steuergeräten hinterlegt sein, z. B. "Feststellbremse aktiv". In diesem Fall wird ein im SAM mit Zusatzfunktionen veränderter Parameter ignoriert und der entsprechende Parameter im Steuergerät Getriebesteuerung priorisiert.

Nicht parametrierbare Einlegebedingungen im Steuergerät Getriebesteuerung:

System fehlerfrei parametriert

Getriebe in Neutralstellung

Motordrehzahl > 500/min

Fahrzeugstillstand

Feststellbremse aktiv

Vorhandene Arbeitsdrehzahlregelungen müssen deaktiviert sein.

Parametrierbare Einlegebedingungen im SAM mit Zusatzfunktionen:

Getriebe in Neutralstellung

Motordrehzahl < 944/min

Feststellbremse aktiv

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, hört die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol auf zu blinken. Der Einlegevorgang beginnt:

Das SAM mit Zusatzfunktionen sendet das Anforderungssignal über den Rahmen-CAN zum Steuergerät Fahrregelung. Von dort wird es weiter über den Antriebs-CAN zum Steuergerät Getriebesteuerung und das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) gesendet.

Die Getriebeschaltung wird deaktiviert.

Die Motordrehzahl wird auf die im SAM mit Zusatzfunktionen parametrierte erhöhte Leerlaufdrehzahl eingeregelt.

Die Kupplung wird geöffnet. Die Getriebeeingangswelle (4) dreht sich mit verbleibendem Schwung mit langsam sinkender Getriebeeingangswellen-Drehzahl weiter.

Das Steuergerät Getriebesteuerung steuert das Magnetventil NMV ausfahren (Y502 y1) im Schaltmodul NMV zum Verstellen der Schiebemuffe (3) an.

Die Schiebemuffe (3) wird aus der Neutralstellung nach hinten auf die Außenverzahnung der Getriebeeingangswelle (4) geschoben. Die Antriebswelle (7) des Nebenabtriebs ist mit der Getriebeeingangswelle (4) verbunden.

Die Kupplung wird geschlossen und der NMV wird auf die im SAM mit Zusatzfunktionen parametrierte Arbeitsdrehzahl beschleunigt.

Der Drehzahlsensor NMV generiert mittels eines Impulsrings an der Abtriebswelle (9) des NMV ein Signal und sendet es an das Steuergerät Getriebesteuerung. Dieses errechnet daraus die aktuelle Abtriebswellendrehzahl des NMV. Sobald der NMV die parametrierte Arbeitsdrehzahl erreicht hat, ist der Einlegevorgang abgeschlossen.

Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol leuchtet dauerhaft.

Der Betriebszustand des NMV wird im Multifunktionsdisplay (A1 p1) des Steuergeräts Kombiinstrument (ICUC) (A1) bzw. im Display des Steuergeräts Bildschirm Kombiinstrument (ICS) (A153) angezeigt.

Hinweis zur Differenzdrehzahl zwischen Getriebeeingangswelle (4) und Schiebemuffe (3):
Der NMV kann nur bei einer geringen Differenzdrehzahl eingelegt werden. Eine zu hohe Differenzdrehzahl führt zu einem Ratschen an der Innenverzahnung der Schiebemuffe (3) mit hoher Beanspruchung. Ein Gleichlauf von Getriebeeingangswelle (4) und Schiebemuffe (3) führt zu einer "Zahn auf Zahn" Stellung, die das Einlegen blockiert.
Kann dadurch der Einlegevorgang nach maximal drei Versuchen nicht erfolgreich abgeschlossen werden, wird er abgebrochen.

Betrieb

Während des Betriebs wird vom Drehzahlsensor NMV ein Signal generiert. Dazu befindet sich ein Impulsring an der Abtriebswelle (9) des NMV. Das Signal wird dann an das Steuergerät Getriebesteuerung gesendet. Dieses errechnet daraus die aktuelle Abtriebswellendrehzahl des NMV.

Der Wegsensor NMV (Y502 b1) im Schaltmodul NMV überwacht die Position der Kolbenstange. Er sendet ein entsprechendes Signal an das Steuergerät Getriebesteuerung.

Folgende Einstellungen für den Betrieb des NMV können im SAM mit Zusatzfunktionen parametriert werden:

Drehmomentgrenzen

Arbeitsdrehzahl

Selbsthaltung an/aus

Die standardmäßige Selbsthaltung sorgt dafür, dass der NMV eingelegt bleibt. Bei ausparametrierter Selbsthaltung wird der NMV unter folgenden Voraussetzungen systembedingt ausgelegt:

Die Getriebeeingangswellen-Drehzahl überschreitet den parametrierten Höchstwert.

Die Motordrehzahl unterschreitet 80/min (Abwürgeschutz).

Mindestens eine der im Steuergerät Getriebesteuerung hinterlegten Einlegebedingungen ist nicht mehr erfüllt. In diesem Fall wird der NMV auch dann ausgelegt, wenn die Selbsthaltung im SAM mit Zusatzfunktionen parametriert ist.

Auslegevorgang

Ausstattungsabhängig erfolgt die Anforderung zum Auslegen des Nebenabtriebs auf unterschiedliche Weise:

Mit Code J6A (Classic Cockpit):

Durch Betätigen des Schalters Nebenabtrieb 3 im entsprechenden Schaltermodul Instrumententafel wird das Anforderungssignal gesendet.

Mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive):

Durch Berühren des Touchscreen-Symbols Nebenabtrieb 3 des Steuergeräts Bildschirm Headunit (HUS) wird das Anforderungssignal gesendet.

Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol beginnt zu blinken.

Auslegebedingungen:

Getriebe in Neutralstellung.

Alle Getriebenebenabtriebe sind deaktiviert oder lastfrei geschaltet.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, läuft der Auslegevorgang wie folgt ab:

Die Motordrehzahl wird auf die Leerlaufdrehzahl eingeregelt.

Die Kupplung wird geöffnet.

Das Steuergerät Getriebesteuerung steuert das Magnetventil NMV einfahren (Y502 y2) und das Magnetventil NMV ausfahren an. Beide Magnetventile befinden sich im Schaltmodul NMV.

Die Schiebemuffe (3) wird nach vorn von der Außenverzahnung der Getriebeeingangswelle (4) in die Neutralstellung geschoben. Die Antriebswelle (7) des NMV ist nicht mehr mit der Getriebeeingangswelle (4) verbunden.

Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol erlischt.

Die Anzeige des Betriebszustands im Multifunktionsdisplay des Steuergeräts Kombiinstrument bzw. im Display des Steuergeräts Bildschirm Kombiinstrument erlischt.

Die Kupplung wird geschlossen.

Die Getriebeschaltung wird aktiviert.

Verhalten nach Motorstopp
Nach einem Motorstopp während des NMV-Betriebs befindet sich der NMV bei erneutem Motorstart in Neutralstellung. Um den NMV-Betrieb wieder aufzunehmen, wird der Einlegevorgang erneut durchgeführt.
Eine Ausnahme bildet das automatische Wiedereinschalten des NMV bei externem Motorstart. Bei entsprechender Parametrierung des SAM mit Zusatzfunktionen durch den Kundendienst wird der NMV nach erfolgtem Motorstopp bei externem Motorstart systemseitig wieder eingelegt. Anschließend kann er wie vor dem Motorstopp genutzt werden.

Variante B

Einlegevorgang

Ausstattungsabhängig erfolgt die Anforderung zum Einlegen des Nebenabtriebs auf unterschiedliche Weise:

Mit Code J6A (Classic Cockpit):

Durch Betätigen des Schalters Nebenabtrieb 3 im entsprechenden Schaltermodul Instrumententafel wird das Anforderungssignal gesendet. Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 beginnt zu blinken. Über den Multifunktionshebel-LIN links gelangt das Signal zum Steuergerät Advanced Signalerfass- und Ansteuermodul (ASAM) (A7). Von dort wird es über den Innenraum-CAN zum Steuergerät Zentrales Gateway gesendet. Anschließend gelangt das Signal über den Rahmen-CAN an das Steuergerät Fahrregelung und an das SAM mit Zusatzfunktionen. Vom Steuergerät Fahrregelung gelangt das Signal über den Antriebs-CAN zum Steuergerät Getriebesteuerung.

Mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive):

Durch Berühren des Touchscreen-Symbols Nebenabtrieb 3 des Steuergeräts Bildschirm Headunit wird das Anforderungssignal gesendet. Die rote Anzeige im Bildschirmsymbol beginnt zu blinken. Über den Benutzerschnittstelle-CAN (CAN 17) gelangt das Signal zum Steuergerät Kombiinstrument. Anschließend wird das Signal über den Rahmen-CAN an das Steuergerät Fahrregelung und an das SAM mit Zusatzfunktionen gesendet. Vom Steuergerät Fahrregelung gelangt das Signal über den Antriebs-CAN zum Steuergerät Getriebesteuerung.

Sowohl im Steuergerät Getriebesteuerung als auch im SAM mit Zusatzfunktionen sind Einlegebedingungen definiert. Einige Parameter können in beiden Steuergeräten hinterlegt sein, z. B. "Feststellbremse aktiv". In diesem Fall wird ein im SAM mit Zusatzfunktionen veränderter Parameter ignoriert und der entsprechende Parameter im Steuergerät Getriebesteuerung priorisiert.

Nicht parametrierbare Einlegebedingungen im Steuergerät Getriebesteuerung:

System fehlerfrei parametriert.

Getriebe in Neutralstellung.

Motordrehzahl > 500/min.

Vorhandene Arbeitsdrehzahlregelungen müssen deaktiviert sein.

Alle Getriebenebenabtriebe sind deaktiviert oder lastfrei geschaltet.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, hört die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol auf zu blinken. Der Einlegevorgang beginnt:

Das SAM mit Zusatzfunktionen sendet das Anforderungssignal über den Rahmen-CAN zum Steuergerät Fahrregelung. Von dort wird es weiter über den Antriebs-CAN zum Steuergerät Getriebesteuerung und das Steuergerät Motormanagement gesendet.

Die Getriebeschaltung wird deaktiviert.

Die Motordrehzahl wird auf die im SAM mit Zusatzfunktionen parametrierte erhöhte Leerlaufdrehzahl eingeregelt.

Die Kupplung wird geöffnet. Die Getriebeeingangswelle (4) dreht sich mit verbleibendem Schwung mit langsam sinkender Getriebeeingangswellen-Drehzahl weiter.

Das Steuergerät Getriebesteuerung steuert das Magnetventil NMV ausfahren im Schaltmodul NMV zum Verstellen der Schiebemuffe (3) an.

Die Schiebemuffe (3) wird aus der Neutralstellung nach hinten auf die Außenverzahnung der Getriebeeingangswelle (4) geschoben. Die Antriebswelle (7) des Nebenabtriebs ist mit der Getriebeeingangswelle (4) verbunden.

Die Kupplung wird geschlossen und der NMV wird auf die im SAM mit Zusatzfunktionen parametrierte Arbeitsdrehzahl beschleunigt.

Der Drehzahlsensor NMV generiert mittels eines Impulsrings an der Abtriebswelle (9) des NMV ein Signal und sendet es an das Steuergerät Getriebesteuerung. Dieses errechnet daraus die aktuelle Abtriebswellendrehzahl des NMV.

Die Kupplung wird geöffnet.

Das Steuergerät Getriebesteuerung steuert das Magnetventil NMV einfahren im Schaltmodul NMV zum Verstellen der Schiebemuffe (3) an.

Die Schiebemuffe (3) wird über die Neutralstellung hinweg auf die Innenverzahnung der Hohlwelle (10) verschoben. Der NMV ist nun durch die Hohlwelle (10) über die Kupplungsdruckplatte (6) direkt mit dem Motor verbunden und somit kupplungsunabhängig.

Die Kupplung wird geschlossen und der Einlegevorgang ist abgeschlossen.

Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol leuchtet dauerhaft.

Die Getriebeschaltung wird aktiviert.

Der Betriebszustand des NMV wird im Multifunktionsdisplay des Steuergeräts Kombiinstrument bzw. im Display des Steuergeräts Bildschirm Kombiinstrument angezeigt.

Hinweis zur Differenzdrehzahl zwischen Getriebeeingangswelle (4) und Schiebemuffe (3):
Der NMV kann nur bei einer geringen Differenzdrehzahl eingelegt werden. Eine zu hohe Differenzdrehzahl führt zu einem Ratschen an der Innenverzahnung der Schiebemuffe (3) mit hoher Beanspruchung. Ein Gleichlauf von Getriebeeingangswelle (4) und Schiebemuffe (3) führt zu einer "Zahn auf Zahn" Stellung, die das Einlegen blockiert.
Kann dadurch der Einlegevorgang nach maximal drei Versuchen nicht erfolgreich abgeschlossen werden, wird er abgebrochen.

Betrieb

Während des Betriebs wird vom Drehzahlsensor NMV ein Signal generiert. Dazu befindet sich ein Impulsring an der Abtriebswelle (9) des NMV. Das Signal wird dann an das Steuergerät Getriebesteuerung gesendet. Dieses errechnet daraus die aktuelle Abtriebswellendrehzahl des NMV.

Der Wegsensor NMV im Schaltmodul NMV überwacht die Position der Kolbenstange. Er sendet ein entsprechendes Signal an das Steuergerät Getriebesteuerung.

Der NMV ist im Betriebszustand direkt mit dem Motor verbunden und wird somit immer mit der aktuellen Motordrehzahl betrieben.

Auslegevorgang

Ausstattungsabhängig erfolgt die Anforderung zum Auslegen des Nebenabtriebs auf unterschiedliche Weise:

Fahrzeuge mit Code J6A (Classic Cockpit):

Durch Betätigen des Schalters Nebenabtrieb 3 im entsprechenden Schaltermodul Instrumententafel wird das Anforderungssignal gesendet.

Fahrzeuge mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive):

Durch Berühren des Touchscreen-Symbols Nebenabtrieb 3 des Steuergeräts Bildschirm Headunit wird das Anforderungssignal gesendet.

Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol beginnt zu blinken.

Auslegebedingungen:

Getriebe in Neutralstellung.

Alle Getriebenebenabtriebe sind deaktiviert oder lastfrei geschaltet.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, läuft der Auslegevorgang wie folgt ab:

Die Getriebeschaltung wird deaktiviert.

Die Steuerung der Arbeitsdrehzahl wird deaktiviert.

Die Kupplung wird geöffnet.

Die Motordrehzahl sinkt auf die eingestellte Leerlaufdrehzahl ab.

Das Steuergerät Getriebesteuerung steuert das Magnetventil NMV einfahren und das Magnetventil NMV ausfahren an. Beide Magnetventile befinden sich im Schaltmodul NMV.

Die Schiebemuffe (3) wird direkt in die Neutralstellung verschoben. Die Hohlwelle (10) ist nicht mehr mit der Schiebemuffe (3) verbunden.

Die Kupplung wird geschlossen.

Die Getriebeschaltung wird aktiviert.

Die Kontrollleuchte im Schalter Nebenabtrieb 3 bzw. die rote Anzeige im Bildschirmsymbol erlischt.

Die Anzeige des Betriebszustands im Multifunktionsdisplay des Steuergeräts Kombiinstrument bzw. im Display des Steuergeräts Bildschirm Kombiinstrument erlischt.

Verhalten nach Motorstopp
Nach einem Motorstopp während des NMV-Betriebs befindet sich der NMV bei erneutem Motorstart in Neutralstellung. Um den NMV-Betrieb wieder aufzunehmen, wird der Einlegevorgang erneut durchgeführt.
Eine Ausnahme bildet das automatische Wiedereinschalten des NMV bei externem Motorstart. Bei entsprechender Parametrierung des SAM mit Zusatzfunktionen durch den Kundendienst wird der NMV nach erfolgtem Motorstopp bei externem Motorstart systemseitig wieder eingelegt. Anschließend kann er wie vor dem Motorstopp genutzt werden.

Steuergerät Kombiinstrument (ICUC) Bauteilbeschreibung

Fahrzeuge mit Code J6A (Classic Cockpit)
A1

GF54.30-W-6001H

Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) Bauteilbeschreibung

A2

GF54.21-W-0009H

Steuergerät Fahrregelung (CPC) Bauteilbeschreibung

A3a

GF30.35-W-4105H

Steuergerät Motormanagement (MCM) Bauteilbeschreibung

Motor 470.9, 471.9, 473.9
A4

GF07.08-W-4110H

Steuergerät Getriebesteuerung (TCM) Bauteilbeschreibung

Fahrzeuge mit Code G5G (Mercedes PowerShift 3)
A5

GF26.21-W-3002H

Steuergerät Advanced Signalerfass- und Ansteuermodul (ASAM) Bauteilbeschreibung

A7

GF54.21-W-0018A

Steuergerät SAM mit Zusatzfunktionen (XMC) Bauteilbeschreibung

Fahrzeuge mit Code E3W (PSM 2. Generation)
A22

GF54.21-W-6006F

Steuergerät Kombiinstrument (IC) Bauteilbeschreibung

Fahrzeuge mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive)
A151

GF54.21-W-6004F

Bildschirm Kombiinstrument (ICS) Bauteilbeschreibung

Fahrzeuge mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive)
A153

GF54.30-W-6006F

Bildschirm Headunit (HUS) Bauteilbeschreibung

Fahrzeuge mit Code J6B (Multimedia Cockpit) oder Code J6C (Multimedia Cockpit, interactive)
A154

GF54.30-W-6007F

Drehzahlsensor getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Bauteilbeschreibung

B507

GF26.45-W-1001A

Schaltmodul getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Bauteilbeschreibung

Y502

GF26.45-W-1002A

Getriebeunabhängiger Nebenabtrieb (NMV) Gesamtvernetzung

GF26.45-W-0002-01F

Referenzierte Dokumente