gf1400p3000ohl

Abgasreinigung Funktion

Typ gf · Thema 14.00 · Version 0100 · 2008-05-05

Gültig für: MOTOR 642.9 im TYP 221.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOTOR 642.9 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 14 Auspuffkrümmer, Motorbremse, Abgasreinigungsanlage › 14.00 Allgemeines — Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 9**

GF14.00-P-3000OHL

Abgasreinigung Funktion

5.5.08

MOTOR 642.9 im TYP 221.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

MOTOR 642.9 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Funktionsvoraussetzung allgemein

Kl. 61 EIN

Abgasreinigung allgemein

Die Aufgabe der Abgasreinigung ist die Einhaltung der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzwerte für Abgasemissionen, indem folgende Schadstoffe im Abgas reduziert werden:

- Stickoxide (NOX)

- Kohlenwasserstoffe (HC)

- Kohlenmonoxid (CO)

- Particulate Matter (Partikel) (PM)

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Durch folgende Teilfunktionen wird die Schadstoffreduzierung unterstützt:

- Einlasskanalabschaltung (EKAS)

- Dieselpartikelfilter (DPF)-Glühen

- Abgasrückführung (AGR)

Das Steuergerät CDI (N3/9) liest folgende Bauteile ein:

- O2-Sonde vor KAT (G3/2)

- Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter (B19/9)

- Temperaturfühler vor Abgasturbolader (B19/11)

- Differenzdruckgeber (DPF) (B28/8)

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Funktionsablauf

Die vom Motor ausgestoßenen Abgase werden in einem Oxidationskatalysator (Katalysator (KAT)) und einem DPF gereinigt. Der KAT sorgt für die Verringerung von HC und CO und erzeugt durch eine Nachverbrennung die erforderliche thermische Energie für die DPF-Regenerationsphase. Der DPF besteht aus einem keramischen Wabenfilterkörper aus Siliziumkarbid, der mit dem Edelmetall Platin beschichtet ist.

Die Kanäle des DPF sind wechselnd vorn und hinten geöffnet und durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers voneinander getrennt. Das durch den Oxidationskatalysator vorgereinigte Abgas strömt in die nach vorn offenen Kanäle des DPF ein und gelangt durch die porösen Filterwände des Wabenfilterkörpers in die nach hinten offenen Kanäle. Danach wird das gereinigte und filtrierte Abgas durch die Abgasanlage abgeführt. Die PM werden im Wabenfilterkörper des DPF zurückgehalten.

Die Reduzierung des PM-Anteils beträgt ca. 99 %.

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Regeneration des DPF mit Code (474) Partikelfilter

Überschreitet die PM-Beladung einen kennfeldabhängigen Wert, leitet das Steuergerät CDI, bei gegebenen Regenerationsvoraussetzungen, die Regenerationsphase ein. Den Beladungszustand des DPF erhält das Steuergerät CDI über den Differenzdruckgeber DPF.

Die Regeneration erfolgt über eine periodische Erhöhung der Abgastemperatur. Dazu werden folgende Funktionen vom Steuergerät CDI eingeleitet:

- Eine weitere Nacheinspritzung

- Das DPF-Glühen

- Schaltlinienverschiebung

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Durch die Erhöhung der Abgastemperatur werden die im DPF eingelagerten PM überwiegend zu Kohlendioxid (CO2) verbrannt. Die entstehende Asche bleibt im DPF zurück. Vom Temperaturfühler vor Abgasturbolader und vom Temperaturfühler vor Dieselpartikelfilter wird die Abgastemperatur während der Regeneration überwacht. Der Differenzdrucksensor DPF ermittelt über die Abgasdruckleitungen vor DPF und nach DPF die Druckdifferenz zwischen dem Abgasdruck vor und nach dem DPF. Anhand der Druckdifferenz und der vom Steuergerät CDI errechneten Abgasmasse wird über ein Kennfeld die PM-Beladung im DPF ermittelt. Eine notwendige Wartung des DPF wird über die Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) im Kombiinstrument (A1) signalisiert.

Die Reduzierung des Ruß-Anteils beträgt ca. 99 %.

Eine unterbrochene Regeneration wird bei Kurzstreckenfahrten auf mehrere Fahrzyklen verteilt. Die Aufheizphasen bis zum Erreichen der notwendigen Regenerationstemperatur sind dadurch häufiger. Der Regenerationsvorgang läuft für den Kunden unbemerkt ab.

Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Abgasreinigung

PE14.00-P-2050-97SAB

Kombiinstrument Bauteilbeschreibung

A1

GF54.30-P-6000LE

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000OHL

Referenzierte Dokumente