Funktionsvoraussetzung allgemein
Kl. 61 EIN
Aufladung allgemein
Die Aufladung dient dazu, dem Motor in jeder Betriebsphase einen entsprechenden Ladedruck zur Verfügung zu stellen und damit die Motorleistung und das Motordrehmoment zu steigern. Bei der Abgasturboaufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb der beiden Abgasturbolader verwendet. Der Abgasturbolader saugt Frischluft am Verdichtereintritt an und führt sie vorverdichtet über den Verdichteraustritt, das Ladeluftrohr, den Ladeluftkühler und das Ladeluftverteilerrohr zu den einzelnen Zylindern des Motors.
Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung.
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Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:
- Ladedruck, Geber Ladedruck (B5/1)
- Kühlmitteltemperatur, Temperaturfühler Kühlmittel (B11/4)
- Ladelufttemperatur, Temperaturfühler Ladeluft (B17/8)
- Atmosphärendruck, Druckgeber nach Luftfilter (B28/5)
- Abgastemperatur, Temperaturfühler Abgas KAT links (B16/4) und Temperaturfühler Abgas KAT rechts (B16/5)
- Abgastemperatur, Temperaturfühler vor Abgasturbolader links (B16/9) und Temperaturfühler vor Abgasturbolader rechts (B16/10)
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- Einspritzmenge, wird über die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Raildrucksensor (B4/6) erfasst
- Abgasgegendruck in der Abgasanlage, Geber Abgasgegendruck links (B60/1) und Geber Abgasgegendruck rechts (B60/2),
- Motordrehzahl, Hall-Geber Kurbelwelle (B70)
Funktionsablauf
Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit vom Ladedruckkennfeld den Ladedrucksteller links (Y100) und den Ladedrucksteller rechts (Y100/1) mit einem Pulsweiten Modulation (PWM)-Signal an. Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt. Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.
Der Ladedruck wird vom Geber Ladedruck ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.
Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Turboladers wird die Abgastemperatur durch Temperaturfühler Abgas KAT links und rechts, Temperaturfühler vor Abgasturbolader links und rechts sowie der Abgasgegendruck durch Geber Abgasgegendruck links und rechts vom Steuergerät CDI überwacht.
Besteht die Gefahr der thermischen bzw. der mechanischen Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.
Die durch die Aufladung erwärmte Ladeluft wird im Ladeluftkühler gekühlt.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p6000oa Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- gf0716p6000oag Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung
- pe0940p205297saa Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Aufladung