gf0710s1007pb

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2017-08-17

Gültig für: Motor 200 im Typ 470

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 470

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 200 ***

GF07.10-S-1007PB

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

17.08.2017

Motor

200 im Typ 470

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

S07.10-0007-79

Blockschaltbild

A1/1

Steuergerät Kombiinstrument (KI)

N50

Steuergerät Sicherungs- und Relaismodul (SRM)

A16

Klopfsensor

N50k2

Relais Klemme 15

B2/8

Heißfilm-Luftmassenmesser

N93

Zentrales Gateway (ZGW)

B6/15

Positionssensor Einlassnockenwelle

S2

Schalter Zündschloss

B6/16

Positionssensor Auslassnockenwelle

T1

Zündspulen

B11/17

Temperatursensor Kühlmittel

Y49/10

Stellmagnet Einlassnockenwelle

B28/15

Saugrohrdrucksensor

Y49/11

Stellmagnet Auslassnockenwelle

B37/4

Fahrpedalmodul

Y62

Kraftstoffinjektoren

B70/2

Hallsensor Kurbelwelle

CAN HMI

Benutzerschnittstelle-CAN

G1

Bordnetzbatterie

CAN V

Fahrzeug-CAN

G3/2

Lambdasonde vor Katalysator

A

Mercedes-Benz

M16/6

Drosselklappensteller

B

Nissan

N3/34

Steuergerät ME

C

Standard

N10/1

Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM)

D

Option

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Klemme 87 EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft.

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch vom Steuergerät ME angereichert.

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Funktionsablauf Startanreicherung

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer für die Startanreicherung auf Basis der Signale folgender Sensoren:

Temperatursensor Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur

Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl

Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des Signals Klemme 50 vom Schalter Zündschloss die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren.

Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzdauer.

Unter ca. 7 V Bordnetzspannung ist kein Motorstart möglich.

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Nach dem Kaltstart wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch Zeit weiterhin angereichert.

Die Abmagerung durch den an den noch kalten Zylinderlaufflächen kondensierenden Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren für die Nachstartanreicherung auf Basis der Kühlmitteltemperatur beim Start und der Anzahl der Verbrennungszyklen seit dem Start.

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert, um einen schnellen Warmlauf zu erreichen.

Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren für die Warmlaufanreicherung auf Basis der Signale folgender Sensoren:

Positionssensor Einlassnockenwelle, Einlass-Nockenwellenstellung

Positionssensor Auslassnockenwelle, Auslass-Nockenwellenstellung

Temperatursensor Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur

Saugrohrdrucksensor, Motorlast

Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert hierzu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren. Hierbei wird gegebenenfalls auch eine vorgenommene Korrekturprogrammierung berücksichtigt.

Die Zündwinkel der Zündspulen werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Über den Stellmagneten Einlassnockenwelle und den Stellmagneten Auslassnockenwelle bestimmt das Steuergerät ME durch die Ventilüberschneidung die innere Abgasrückführung. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur abhängig, bei Teil- und Volllast ist die Lastanforderung entscheidend.

Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung

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