S07.10-0007-79
Blockschaltbild |
A1/1 | Steuergerät Kombiinstrument (KI) | N50 | Steuergerät Sicherungs- und Relaismodul (SRM) | |
A16 | Klopfsensor | N50k2 | Relais Klemme 15 | |
B2/8 | Heißfilm-Luftmassenmesser | N93 | Zentrales Gateway (ZGW) | |
B6/15 | Positionssensor Einlassnockenwelle | S2 | Schalter Zündschloss | |
B6/16 | Positionssensor Auslassnockenwelle | T1 | Zündspulen | |
B11/17 | Temperatursensor Kühlmittel | Y49/10 | Stellmagnet Einlassnockenwelle | |
B28/15 | Saugrohrdrucksensor | Y49/11 | Stellmagnet Auslassnockenwelle | |
B37/4 | Fahrpedalmodul | Y62 | Kraftstoffinjektoren | |
B70/2 | Hallsensor Kurbelwelle | CAN HMI | Benutzerschnittstelle-CAN | |
G1 | Bordnetzbatterie | CAN V | Fahrzeug-CAN | |
G3/2 | Lambdasonde vor Katalysator | A | Mercedes-Benz | |
M16/6 | Drosselklappensteller | B | Nissan | |
N3/34 | Steuergerät ME | C | Standard | |
N10/1 | Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) | D | Option |
Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Klemme 87 EIN (Motormanagement EIN)
Motor läuft.
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch vom Steuergerät ME angereichert.
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:
Funktionsablauf Startanreicherung
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Funktionsablauf Startanreicherung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.
Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer für die Startanreicherung auf Basis der Signale folgender Sensoren:
Temperatursensor Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur
Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl
Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des Signals Klemme 50 vom Schalter Zündschloss die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren.
Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.
Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzdauer.
Unter ca. 7 V Bordnetzspannung ist kein Motorstart möglich.
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Nach dem Kaltstart wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch Zeit weiterhin angereichert.
Die Abmagerung durch den an den noch kalten Zylinderlaufflächen kondensierenden Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.
Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren für die Nachstartanreicherung auf Basis der Kühlmitteltemperatur beim Start und der Anzahl der Verbrennungszyklen seit dem Start.
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert, um einen schnellen Warmlauf zu erreichen.
Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren für die Warmlaufanreicherung auf Basis der Signale folgender Sensoren:
Positionssensor Einlassnockenwelle, Einlass-Nockenwellenstellung
Positionssensor Auslassnockenwelle, Auslass-Nockenwellenstellung
Temperatursensor Kühlmittel, Kühlmitteltemperatur
Saugrohrdrucksensor, Motorlast
Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert hierzu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren. Hierbei wird gegebenenfalls auch eine vorgenommene Korrekturprogrammierung berücksichtigt.
Die Zündwinkel der Zündspulen werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.
Über den Stellmagneten Einlassnockenwelle und den Stellmagneten Auslassnockenwelle bestimmt das Steuergerät ME durch die Ventilüberschneidung die innere Abgasrückführung. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.
Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur abhängig, bei Teil- und Volllast ist die Lastanforderung entscheidend.
Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.
Referenzierte Dokumente
- gf0770s9998pb Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung