ad0713p200101b

Hinweise Fehlerspeicher EVE

Typ ad · Thema 07.13 · Version 0100 · 2003-06-06

Gültig für: MOTOR 602.982 im TYP 210.017 /217 /617 ab 1.3.96

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.13 Dieseleinspritzsystem Verteilerpumpe (EVE, EDC) — Baureihe 210 (Baumuster 017, 217, 617) · Baureihe 602 (Baumuster 982)

EinPAS 15 Motor › 15.45 Motormanagement › 15.45.1 Grundinformation — Baureihe 210 (Baumuster 017, 217, 617) · Baureihe 602 (Baumuster 982)

AD07.13-P-2001-01B

Hinweise Fehlerspeicher EVE

Fehlerspeicher: Fehleranzeige
aktuelle Fehler: sind mit einem Raster grau hinterlegt
gespeicherte Fehler: sind hell hinterlegt

Sämtliche Ein-/Ausgänge werden bei Betrieb auf Plausibilität geprüft.

Alle Fehler, die länger als 0,5 s anliegen, werden im Fehlerspeicher des Steuergerätes EVE (N3/8) gespeichert.

Die Fehler bleiben bei Zündung „AUS” und nach Abschließen der Fahrzeugbatterie gespeichert.

Bei schwerwiegenden Fehlern, leuchtet die Kontrolleuchte Electronic Power

Control (EPC, A1e43).

Solche Fehler sind:

– Positionsgeber Kurbelwelle (L5/6)

– Schieberweggeber (Y23/3l1)

– Sollwertgeber (R25/2)

– Mengenstellwerk EVE (Y23/3I1)

– Elektrohydraulischer Absteller EVE (Y1/1)

– Relais-Modul (K40) bis 02/97

– Steuergerät EVE (N3/8).

– Sicherungs- und Relaismodul (K40/4) ab 03/97

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Fehlerumgebungsdaten

Mit dem HHT können zusätzlich die Fehlerumgebungsdaten zum Fehlerspeicherzeitpunkt angezeigt werden. Es werden nur die Umgebungsdaten gespeichert, die beim erstmaligen Fehlerauftreten vorhanden waren. Die Umgebungsdaten sind auf mehreren Bildseiten verteilt (bis zu 8 Bildseiten). Wobei die zwei letzten Bildseiten ausschließlich für die Entwicklung bestimmt sind.

Bildseiten mit dem Ergebnis /F erklären die Fehlerursachen z. B.

Spannung zu hoch

Spannung zu nieder

Signal zu groß

Signal zu klein

Wert unplausibel

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Ersatzwertbildung bei Signalausfall

Das Steuergerät EVE (N3/8) bildet bei Ausfall von Eingangssignalen anhand anderer Signale einen Ersatzwert, um die Funktion des Systems aufrechtzuerhalten.

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Die Ersatzwertbildung kann zur Folge haben:

– Leistungsminderung/Reduzierung der Höchstdrehzahl

– Abschaltung der Rundlaufregelung

– Ausfall der Abgasrückführung

– Ausfall Tempomat (nur AG)

– Ausfall Ladedruckregelung

– Ausfall Spritzbeginnregelung

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Hinweise zum HHT

Wackelkontakte
Wackelkontakte werden abgespeichert, wenn sie in einem bestimmten Zeitabschnitt mehrere Male auftreten. Sie können deshalb nur als gespeicherte Fehler und nie als aktuelle Fehler auftreten.

Sollwerte
Sämtliche Sollwerte zu den im HHT angezeigten Istwerten befinden sich im
Diagnose-Handbuch Diesel-Motor Band 1.1 Kapitel A

Istwerte Temperatur Kühlmittel/Luft/Kraftstoff
Bei Unterbrechung oder Kurzschluß wird vom aktuellen Istwert sofort auf einen Ersatzwert umgeschaltet, der sehr nahe am Istwert liegt. Dadurch ist ein Fehler nicht klar erkennbar. Ein Auslesen des Fehlers ist nur über den Fehlerspeicher möglich.

Istwert Motordrehzahl
Bei der Motordrehzahl erscheint auf dem HHT-Display unter Menüpunkt 3/1 Leerlauf links der vom Steuergerät errechnete Leerlaufdrehzahl-Sollwert und rechts der Drehzahl-Istwert.

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Istwert Einspritzmenge
Bei der Einspritzmenge erscheint auf dem HHT-Display unter Menüpunkt 3/2 Motor prüfen links die vom Steuergerät errechnete Einspritzmenge-Sollwert und rechts die Einspritzmenge-Istwert

Istwert Druck-Verteilerrohr
Das Druck-Verteilerrohr erscheint auf dem HHT-Display unter Menüpunkt 3/2 Motor prüfen links der vom Steuergerät errechnete Saugrohrdruck-Sollwert und rechts der Druck-Verteilerrohr-Istwert.
Die Werte sollten nur geringfügig voneinander abweichen. Die zulässigen Toleranzen sind noch nicht festgelegt.

Ansteuerung Spritzversteller
Nach Einbau der Verteilereinspritzpumpe muß mit dem HHT im ”Menüpunkt 1/1 Ansteuerung” der Spätanschlag des Spritzverstellers eingestellt oder in Grundstellung gebracht werden.

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Hinweis zum Fahrberechtigungssystem Stufe 2a
Die Aktivierung des Fahrberechtigungssystems Stufe 2a erfolgt nur vom Steuergerät IFZ über den CAN-Datenbus zum Steuergerät EVE.

Nach Aktivierung des Fahrberechtigungssystems Stufe 2a setzt das Steuergerät EVE die Einspritzanlage außer Funktion. Dieses Fahrberechtigungssystem Stufe 2a kann nur mit der IFZ-Fernbedienung aktiviert oder deaktiviert werden. Das Öffnen und Schließen des Fahrzeuges mit dem mechanischen Schlüssel hat keinen Einfluß auf das Fahrberechtigungssystem.

Das Steuergerät EVE und das Steuergerät IFZ sind fest durch einen Identifizierungs-Code miteinander verriegelt. Diese Identifizierung kann nicht gelöscht werden (siehe HHT Istwerte ”Fahrberechtigungssystem” Menüpunkt 3/7). Ein probeweises Austauschen des Steuergerätes EVE oder des Steuergerätes IFZ in ein anderes Fahrzeug ist deshalb nicht möglich.


Wird für Prüfzwecke ein neues Steuergerät EVE eingebaut, so dürfen nur maximal 40 Startvorgänge durchgeführt werden, da sonst das Steuergerät ERE die Identifizierung verriegelt. Somit ist eine neue Identifizierung mit diesem Steuergerät nicht mehr möglich.

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Vor dem Erststart muß beim Steuergerät EVE mit dem HHT eine Variantencodierung durchgeführt werden. Im Anschluß daran muß die Identifizierung eingeleitet werden.

Außerdem wird die FIN Nummer beim Verriegeln in das Steuergerät EVE eingetragen.

Hinweis zum Fahrberechtigungssystem Stufe 3 ab 03/97

Die Aktivierung des Fahrberechtigungssystems Stufe 3 erfolgt nur vom Steuergerät EZS über die Datenleitung zum Steuergerät EVE.

Nach Aktivierung des Fahrberechtigungssystems Stufe 3 setzt das Steuergerät EVE die Einspritzanlage außer Funktion. Dieses Fahrberechtigungssystem Stufe 3 kann nur mit dem elektronischen Schlüssel aktiviert oder deaktiviert werden. Das Öffnen und Schließen des Fahrzeuges mit dem mechanischen Schlüssel hat keinen Einfluß auf das Fahrberechtigungssystem Stufe 3.

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Variantencodierung mit HHT
a) Die Variantencodierung kann nur mit dem Hand-Held-Tester automatisch und manuell durchgeführt werden siehe (Menüpunkt 5 ”Variantencodierung”)
automatisch
Vor Ausbau des Steuergerätes EVE, vorhandene Codiernummer mit HHT auslesen. Nach Einbau des neuen Steuergerätes, gespeicherte Codiernummer eingeben. (Menüführung im HHT).

manuell
Wenn sich die Codiernummer nicht auslesen läßt, ist die Fahrzeugausführung festzustellen. Die entsprechende Codiernummer ist dem ET-Mikrofilm, Gruppe 54 zu entnehmen und mit dem HHT manuell einzugeben.

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Für die Codierung sind folgende Fahrzeugausführungen zu beachten:

Fahrzeugtyp

Mechanisches Getriebe

Automatisches Getriebe

ETS/ASR

Bei Rückgabe des neuen Steuergerätes an das ET-Lager muß die Codiernummer gelöscht werden.

Ein probeweises Einbauen eines Steuergerätes aus einem anderen Fahrzeug ist nicht möglich.
Ein probeweises Einbauen eines Steuergerätes aus dem

ET-Lager ist möglich.

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