Am Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (N26/16) ist ein zweiter CAN-Bus vorhanden, über den zusätzlich zu den diskreten Eingängen und Ausgängen ein Datenaustausch möglich ist. Die Daten, die über den Peripheriegeräte-CAN abgefragt werden können, sind in der "CAN-Matrix" im Dokument "CAN-Matrix PSM Funktion" aufgeführt.
Der Peripheriegeräte-CAN kann durch ein Signal aus dem Signalpool aktiviert werden, z. B. mit dem Signal 1219, "Status der Klemme 15".
Spezifikation:
"Highspeed CAN Class C", "Extended CAN-Identifier" (29 Bit)
Baudrate umschaltbar zwischen 500 kBit/s, 250 kBit/s und 125 kBit/s
Signalformat = Intel (Least significant bit first) (LSB)
Spannung nominal = 5 V
Transceiver = "TJA1043"
Abschlusswiderstand Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) = 60 Ω
Alle CAN-Inhalte können per Codierung getrennt und unabhängig voneinander aktiviert werden.
Da der Peripheriegeräte-CAN im Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) bereits mit 60 Ω abgeschlossen ist, dürfen alle anderen Peripheriegeräte-CAN-Teilnehmer keine weiteren Abschlusswiderstände (z. B. 120 Ω) beinhalten.
Flottenmanagementsystem (FMS)
Das Flottenmanagementsystem beinhaltet nur vom Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) zu sendende Botschaften.
Inhalte sind z. B. folgende Informationen:
Geschwindigkeit
Motorwerte
Fahrerinformationen
Internationale Organisation für Normung = ISO.
ISO11992-2/3
Diese Norm beinhaltet Sende- und Empfangsbotschaften. Die Sendebotschaften enthalten ähnliche Informationen wie beim Flottenmanagementsystem (FMS), ergänzt um einige Motorinformationen. Die vom Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) empfangenen Signale werden im Signalpool abgelegt und können z. B. bei der Arbeitsdrehzahlregelung verwendet werden.
Frei belegbare Botschaften
Die frei belegbaren Botschaften erfolgen wie folgt:
In Senderichtung 4 Botschaften ("GPM_1H", "GPM_1I", "GPM_1J", "GPM_1K")
In Empfangsrichtung 4 Botschaften ("GPM_2H", "GPM_2I", "GPM_2J", "GPM_2K")
Die Sendesignale werden aus dem Signalpool belegt. Die Empfangssignale werden zur weiteren Verwendung im Signalpool abgelegt. Die Signale werden bezeichnet mit "AuxBit, AuxByte" usw.
Details hierzu sind im Dokument "Signallisten PSM Funktion" aufgeführt.
Zur Aktivierung der frei belegbaren Botschaften muss zusätzlich das Botschaftspaket ISO11992-2/3 aktiviert werden. Sonst werden die Sendebotschaften des Steuergeräts Parametrierbares Sondermodul (PSM) ("GPM_1H", "GPM_1I", "GPM_1J" und "GPM_1K") nicht gesendet.
Aufbau der Botschaften:
8 Bitsignale
2 Bytesignale
2 2-Bytesignale
Zykluszeiten der gesendeten Botschaften:
2 x mit 100 ms
1 x mit 500 ms
1 x mit 1000 ms
Die weiteren Inhalte sind in der "CAN-Matrix" im Dokument "CAN-Matrix PSM Funktion" aufgeführt.
Codierung zur Freigabe des Peripheriegeräte-CAN
Folgende Parameter müssen bei der Verwendung des Peripheriegeräte-CAN gesetzt werden:
Peripheriegeräte-CAN aktiv oder inaktiv
Botschaftspaket "FMS-Standard" aktiv oder inaktiv
Botschaftspaket "ISO11992-2/3" aktiv oder inaktiv
Baudrate 125 kBit/s, 250 kBit/s oder 500 kBit/s
Aktivierung der freien Botschaften
Referenzierte Dokumente
- gf5421s2004tra Signallisten PSM Funktion
- gf5421s3038tra CAN-Matrix PSM Funktion
- gf5421s5005tra Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) Bauteilbeschreibung
- gf5421s9998tra Übersicht Systembauteile Parametrierbares Sondermodul (PSM)