GF27.60-P-2000ACF | Schaltung Funktion | 22.2.08 |
GETRIEBE 722.695 /699 im TYP 203.7 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOPF
Funktionsvoraussetzungen Schaltung allgemein
Kl. 87 EIN
Kl. 61 (Motor läuft)
Motordrehzahl vom Steuergerät CDI (N3/9) bzw. Steuergerät ME (N3/10)
Getriebe nicht im Notlauf
Motorraum-CAN (CAN C) Signale
Schaltung allgemein
Die Elektrische Steuereinheit (Y3/6) setzt die vom Steuergerät EGS (N15/3) ausgehenden elektrischen in hydraulische Signale um.
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Das Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul (N15/5) leitet die Wählhebelstellungen "P, R, N, D" unter Berücksichtigung verschiedener Informationen an das Steuergerät EGS weiter.
Über den Lenkrad Gangschalter MINUS (S110/1) und Lenkrad Gangschalter PLUS (S111/1) bei Code (428) Lenkradschaltpaddles wird der Schaltbereich, bis zu dem das Hochschalten des Getriebes möglich ist, vorgewählt. Der Schaltbereich wird im Kombiinstrument (A1) angezeigt.
Der Schaltbereich kann in den Vorwärtsgängen während des Fahrbetriebs zwar verändert werden, jedoch verhindert das Steuergerät EGS eine Schaltung bei unzulässig hohen oder niedrigen Motordrehzahlen.
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Schaltung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Punkte gegliedert:
Hoch- und Zurückschalten
Schalten 1. Gang
Schaltphase
Schalten 2. Gang
Hoch- und Zurückschalten
In den Fahrprogrammen Sport "S" und Komfort "C" kann der Fahrer durch Betätigung des Wählhebels (Tipp-Mode (+/–)) oder des Lenkrad Gangschalters MINUS bzw. des Lenkrad Gangschalters PLUS folgende Funktionen anwählen:
Einmaliges Betätigen in Richtung "–" aktiviert die Funktion Gangbegrenzung bzw. Tippschalten (Wenn es die Motordrehzahl zulässt, wird in den Gang zurückgeschaltet, der um einen Gang unter dem aktuell genutzten liegt).
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Durch Betätigen und Halten in Richtung "–" wird die Funktion "Schalten in optimalen Gang" angewählt (Gewählt wird der Gang, der die beste Beschleunigung des Fahrzeugs ermöglicht).
Einmaliges Betätigen in Richtung "+" bei gewählter Gangbegrenzung bewirkt Erhöhen der Schaltbegrenzung um einen Gang (z. B. von 3 nach 4).
Einmaliges Betätigen in Richtung "+" bei Fahrstufe "D" übermittelt einen Hochschaltwunsch an das Getriebe (Das Getriebe schaltet in Abhängigkeit von der Fahrsituation, wenn möglich, hoch).
Durch Betätigen und Halten in Richtung "+" wird die Gangbegrenzung vollständig aufgehoben (Schalten nach "D").
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Bei Fahrprogramm Komfort "C" steht im Vergleich zum Fahrprogramm Sport "S" ein kürzerer Schaltbereich (Schalten bei geringer Motordrehzahl) und damit ein geringeres Antriebsmoment bei Vorwärts- und Rückwärtsanfahrt zur Verfügung.
Dies ermöglicht ein sanfteres Anfahren, da die Gänge nicht vollständig ausgedreht werden.
Bei Fahrprogramm Manuell "M" (außer Code (494) USA-Ausführung) können die einzelnen Gänge "1, 2, 3, 4, 5" direkt über die Lenkrad Gangschalter MINUS und PLUS geschaltet werden.
Der Rückwärtsgang, die Parkstellung und die Neutralstellung können nur über das Steuergerät Elektronisches Wählhebelmodul geschaltet werden.
Fahrprogramm Manuell
Das Fahrprogramm Manuell "M" ist nach Zündung "AUS" "EIN" nicht mehr aktiv. Es wird dann immer im zuletzt gewählten Fahrprogramm gestartet. ("S" oder "C").
Schalten 1. Gang
Die Stirnseite des Kommandoschiebers 1 - 2 bzw. 4 - 5 wird über das Magnetventil 1 - 2 und 4 - 5 Schaltung (Y3/6y3) drucklos gehalten. Über den Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 liegt Arbeitsdruck an der Lamellenbremse B1 an. Die Lamellenkupplung K1 ist drucklos.
Bei Unterdrehzahl erfolgt eine Zwangsrückschaltung und bei Überdrehzahl eine Zwangshochschaltung.
Bei Stillstand des Fahrzeugs wird automatisch in den 1. Gang geschaltet. Ein Anfahren ist sowohl im 1. als auch im 2. Gang
möglich.
P27.60-2747-76
Dargestellt Schaltstellung im 1. Gang
0 Abfluss Ölsumpf
21 Lamellenbremse B1
24 Lamellenkupplung K1
28a Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5
29a Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5
30a Regelschieber Überschneidung
1 - 2 bzw. 4 - 5
31a Kommandoschieber 1 - 2
bzw. 4 - 5
p-A Arbeitsdruck
p-Mod Modulierdruck
p-S Schaltdruck
p-SV Schaltventildruck
Y3/6y3 Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung
Schaltphase
Über das Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung wird der Schaltventildruck so geschaltet, dass er auf die Stirnseite des Kommandoschiebers 1 - 2 bzw. 4 - 5 wirkt. Dadurch wird der Kommandoschieber 1 - 2 bzw. 4 - 5 verschoben und der Schaltdruck (vom Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 kommend über den Kommandoschieber 1 - 2 bzw. 4 - 5) auf die Lamellenkupplung K1 geleitet. Die Lamellenbremse B1 wird gleichzeitig vom Regelschieber Überschneidung 1 - 2 bzw. 4 - 5 mit Überschneidungsdruck beaufschlagt.
Der an der Stirnseite des Schaltschiebers Schaltdruck 1 - 2 bzw.
4 - 5 wirkende Druck von der Lamellenbremse B1 wird durch den Arbeitsdruck abgelöst. Der steigende Schaltdruck an der Lamellenkupplung K1 wirkt auf die Ringfläche am Regelschieber Überschneidung 1 - 2 bzw. 4 - 5 und reduziert den vom Regelschieber Überschneidung 1 - 2 bzw. 4 - 5 eingeregelten Überschneidungsdruck. Bei einem entsprechenden Druckniveau am Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 schaltet dieser um.
P27.60-2748-76
Dargestellt Schaltphase
0 Abfluss Ölsumpf
21 Lamellenbremse B1
24 Lamellenkupplung K1
28a Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5
29a Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5
30a Regelschieber Überschneidung
1 - 2 bzw. 4 - 5
31a Kommandoschieber 1 - 2
bzw. 4 - 5
p-A Arbeitsdruck
p-Mod Modulierdruck
p-S Schaltdruck
p-SV Schaltventildruck
Y3/6y3 Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung
Schalten 2. Gang
Nach erfolgtem Gangwechsel wird über das Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung der Druck an der Stirnseite des Kommandoschiebers 1 - 2 bzw. 4 - 5 abgebaut und dieser in Grundstellung geschoben. Über den Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 und den Kommandoschieber 1 - 2 bzw. 4 - 5 gelangt nun der Arbeitsdruck an die Lamellenkupplung K1.
Die Lamellenbremse B1 wird abgeschaltet (drucklos). Die Feder im Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5 schiebt diesen in Grundstellung.
P27.60-2749-76
Dargestellt Schaltstellung im 2. Gang
0 Abfluss Ölsumpf
21 Lamellenbremse B1
24 Lamellenkupplung K1
28a Schaltschieber Haltedruck 1 - 2 bzw. 4 - 5
29a Schaltschieber Schaltdruck 1 - 2 bzw. 4 - 5
30a Regelschieber Überschneidung
1 - 2 bzw. 4 - 5
31a Kommandoschieber 1 - 2
bzw. 4 - 5
p-A Arbeitsdruck
p-Mod Modulierdruck
p-S Schaltdruck
p-SV Schaltventildruck
Y3/6y3 Magnetventil 1-2 und 4-5 Schaltung
| Funktionsschema Elektrik Schaltung | ||
Notlauf Funktion | |||
Fahrstufe einlegen Funktion | |||
Ölniveauregulierung Funktion | |||
Steuerung Wandlerüberbrückungskupplung Funktion | |||
Steuerdruck Wandlerüberbrückungskupplung Funktion | |||
Arbeits-, Schmier- und Schaltdruck Funktion | |||
Modulierdruck Funktion | |||
Regelventildruck Funktion | |||
Schaltventildruck Funktion |
Referenzierte Dokumente
- gf2710p3024acf Ölniveauregulierung Funktion
- gf2720p3002acf Steuerung Wandlerüberbrückungskupplung Funktion
- gf2760p3009acf Fahrstufe einlegen Funktion
- gf2760p3012acf Notlauf Funktion
- gf2760p3016acf Modulierdruck Funktion
- gf2760p3017acf Regelventildruck Funktion
- gf2760p3018acf Schaltventildruck Funktion
- gf2760p3019acf Steuerdruck Wandlerüberbrückungskupplung Funktion
- gf2760p3024acf Arbeits-, Schmier- und Schaltdruck Funktion
- pe2719p205797fa Funktionsschema Elektrik Schaltung