gf0900p2000ohl

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0100 · 2008-05-05

Gültig für: MOTOR 642.9 im TYP 221.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOTOR 642.9 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 9**

GF09.00-P-2000OHL

Aufladung Funktion

5.5.08

MOTOR 642.9 im TYP 221.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

MOTOR 642.9 im TYP 221.1 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

Funktionsvoraussetzung allgemein

Kl. 61 EIN

Aufladung allgemein

Die Aufladung dient dazu, dem Motor in jeder Betriebsphase einen entsprechenden Ladedruck zur Verfügung zu stellen und damit die Motorleistung und das Motordrehmoment zu steigern. Bei der Abgasturboaufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers verwendet. Der Abgasturbolader saugt Frischluft am Verdichtereintritt an und führt sie vorverdichtet über den Verdichteraustritt, das Ladeluftrohr, den Ladeluftkühler und das Ladeluftverteilerrohr zu den einzelnen Zylindern des Motors.

Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung.

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Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

- Geber Ladedruck (B5/1)

- Temperaturfühler Ladedruck (B11/4)

- Temperaturfühler Ladeluft (B17/8)

- Druckgeber nach Luftfilter (B28/5)

- Temperaturfühler vor Abgasturbolader (B19/11)

- Einspritzmenge, wird über die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in der Rail bestimmt. Der Kraftstoffdruck in der Rail wird über den Raildrucksensor (B4/6) erfasst.

- Geber Abgasgegendruck (B60), für den Abgasgegendruck in der Auspuffanlage

- Hall-Geber Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

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Funktionsablauf

Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit vom Ladedruckkennfeld den Ladedrucksteller (Y77/1) mit einem Pulsweiten Modulation (PWM)-Signal an. Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt. Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.

Der Ladedruck wird vom Geber Ladedruck ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.

Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Turboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperaturfühler vor Abgasturbolader und der Abgasgegendruck durch den Geber Abgasgegendruck vom Steuergerät CDI überwacht.

Besteht die Gefahr der thermischen bzw. der mechanischen Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Die durch die Aufladung erwärmte Ladeluft wird im Ladeluftkühler gekühlt.

Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Aufladung

PE09.40-P-2052-97SAB

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000OHL

Referenzierte Dokumente