gf0751p2006d

Zündsystem mit Inkrementsteuerung Funktion

Typ gf · Thema 07.51 · Version 0101 · 2007-03-22

Gültig für: MOTOR 104.943 ab 31.8.95 bis 31.7.96 MOTOR 104.945 MOTOR 104.991 ab 31.8.95 bis 31.7.96 MOTOR 104.944 ab 31.8.95 bis 31.7.96 MOTOR 104.994 ab 31.8.95 bis 31.7.96 MOTOR 104.995 MOTOR 111.921 MOTOR 111.942 MOTOR 111.944 bis 31.7.96 MOTOR 111.945 ab 1.2.96 bis 31.8.98 im TYP 202.020 /080 mit CODE (498) Japan-Ausführung MOTOR 111.945 bis 31.8.98 im TYP 202.020 /080 ausser CODE (498) Japan-Ausführung MOTOR 111.946 MOTOR 111.970 MOTOR 111.974 MOTOR 111.975 bis 31.7.96 MOTOR 111.977 MOTOR 1

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.51 Benzin-Einspritz- und Zündsystem HFM — Baureihe 202 (Baumuster 020, 080) · Baureihe 208 (Baumuster 335)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 941, 104 943, 104 944, 104 945, 104 991, 104 994, 104 995, 111 921, 111 942, 111 944, 111 945, 111 946, 111 970, 111 974, 111 975, 111 977

GF07.51-P-2006D

Zündsystem mit Inkrementsteuerung Funktion

22.4.99

MOTOR 104.943 ab 31.8.95 bis 31.7.96

MOTOR 104.945

MOTOR 104.991 ab 31.8.95 bis 31.7.96

MOTOR 104.944 ab 31.8.95 bis 31.7.96

MOTOR 104.994 ab 31.8.95 bis 31.7.96

MOTOR 104.995

MOTOR 111.921

MOTOR 111.942

MOTOR 111.944 bis 31.7.96

MOTOR 111.945 ab 1.2.96 bis 31.8.98 im TYP 202.020 /080 mit CODE (498) Japan-Ausführung

MOTOR 111.945 bis 31.8.98 im TYP 202.020 /080 ausser CODE (498) Japan-Ausführung

MOTOR 111.946

MOTOR 111.970

MOTOR 111.974

MOTOR 111.975 bis 31.7.96

MOTOR 111.977

MOTOR 104.941 bis 31.7.96

MOTOR 111.945 bis 31.5.98 im TYP 208.335

15.03.07

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Zündsystem mit Inkrementsteuerung Funktion

P07.51-0467-05

Signalzuordnung dargestellt Motor 104

1 Kurbelwinkel
2 Zylinder Zünd-OT
3 Signal Positionsgeber Kurbelwelle (L5)
4 Signal Hall-Geber Nockenwelle (B6/1)
5 Drehzahlsignal TNA
a Erkennung Zylinder 1

Durch die Zähne der Mitnehmerscheibe wird bei drehender Kurbelwelle im Positionsgeber Kurbelwelle (L5) eine Wechsel-spannung erzeugt. Dabei erzeugt jeder Zahn ein Wechsel-spannungssignal. Durch die Lücke von 2 fehlenden Zähnen wird keine Spannung erzeugt. Mit der 2. negativen Flanke nach der Lücke erkennt das Motor-Steuergerät die OT-Stellung der Kurbelwelle.

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Ist zu diesem Zeitpunkt das Signal vom Hall-Geber Nockenwelle (B6/1) auf 0 Volt (”Low”), verarbeitet das Motor-Steuergerät dies zur Erkennung des Zünd-OT Zylinder 1. Dies wird zur Ansteuerung der Zündspulen und Kraftstoff-Einspritzventile herangezogen.

Hinweis

Am Motor 111.942 ist kein Hall-Geber Nockenwelle (B6/1) vorhanden.

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Zündsystem mit Inkrementsteuerung Funktion

P07.51-0468-06

1 Zylinder 1

2 Zylinder 2

3 Zylinder 3

4 Zylinder 4

5 Zylinder 5

6 Zylinder 6

a Zündfunke im Verdichtungstakt

b Zündfunke im Ausstoßtakt

c Zündspannungsverlauf

N3/4 Steuergerät HFM

T1/1 Zündspule (Zylinder 2+5)

T1/2 Zündspule (Zylinder 3+4)

T1/3 Zündspule (Zylinder 1+6)

Der Zündfunke springt gleichzeitig an den Zündkerzen von 2 Zylindern über, bei einem Zylinder im Verdichtungstakt, beim anderen Zylinder im Ausstoßtakt. Der im Verdichtungstakt ”überspringende” Zündfunke benötigt eine hohe Zünd-spannung, der im Ausstoßtakt ”über-springende” Zündfunke eine geringe Zündspannung.

Zündsystem mit Inkrementsteuerung Funktion

P07.51-0469-06

Einspritz-/Zünddiagramm

Ansaugen

Verdichten

Arbeiten

Ausstoßen

Zündfunke (Verdichtungstakt)

Zündfunke (Ausstoßtakt)

Einspritzen

Ansaugen

Verdichten

Arbeiten

Ausstoßen

Zündfunke (Verdichtungstakt)

Zündfunke (Ausstoßtakt)

Einspritzen

Vorteile der ruhenden Hochspannungsverteilung sind:

wesentlich geringerer elektromagnetischer Störpegel (keine offenen Funken)

keine rotierenden Teile

Geräuschreduzierung

weniger Hochspannungsverbindungen.

1. Zündwinkel entsprechend der Eingangssignale bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken auslösen

Das Motor-Steuergerät (N3/4) wertet für die Zündwinkel-bestimmung im wesentlichen folgende Signale aus von:

Heißfilm-Luftmassenmesser

Positionsgeber Kurbelwelle

Hall-Geber Nockenwelle

Temperaturfühler Ansaugluft

Temperaturfühler Kühlmittel

und unterbricht im Moment des Zündzeitpunktes masseseitig den Primärstromkreis der Zündspule.

Der Zündwinkel kann zur Zeit nur mit dem Hand-Held-Tester (HHT) geprüft werden.

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2. Zündwinkelanpassung

2.1 Katalysator-Aufheizung (Warmlauf)

Um den Katalysator schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, wird der Zündwinkel für ca. 30 Sekunden kontinuierlich nach ”Spät” verstellt, wenn:

Kühlmitteltemperatur beim Start >15 °C und <40 °C

Wählhebelstellung P oder N

Gleichzeitig wird die Leerlaufdrehzahl durch die Leerlaufdrehzahlregelung erhöht.

2.2 Leerlauf

Zur Unterstützung der Leerlaufdrehzahlregelung kann der Zündwinkel bis zu 8° KW nach ”Spät” bzw. ”Früh” verstellt werden.

Der Eingriff durch die Zündwinkelveränderung reagiert schneller, als durch die Verstellung der Drosselklappe (Leerlaufregelung).

2.3 Schubabschaltung

Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung (Ansteuern der Kraftstoff-Einspritzventile) eine sprunghafte Drehmomentzunahme zu verhindern, wird der Zündwinkel kurzzeitig nach ”Spät” verstelIt.

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2.4 Ansaugluft-/Kühlmitteltemperatur

Um die Klopfneigung bei erhöhten Ansaug- und Kühlmittel-temperaturen zu verhindern, wird der Zündwinkel bei Last in Abhängigkeit von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur nach "Spät" verstellt. Die Zündwinkelverstellung nach "Spät" erfolgt:

– Ansauglufttemperatur > 35 °C

– Kühlmitteltemperatur > 105 °C

Die Werte der Zündwinkelverstellung nach "Spät" von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur addieren sich.

2.5 Getriebe Überlastschutz

Um die Schaltglieder des automatischen Getriebes bei Lastschaltung (1-2-1, 2-3-2) vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Zündwinkel während des Schaltvorganges kurzzeitig nach ”Spät” verstellt und dadurch das Motor-drehmoment reduziert. Dazu erhalten die Steuergeräte ME vom Steuergerät EGS (N15/3) über den CAN-Datenbus ein Signal.

2.6 ESP/ASR-Regelbetrieb

Um im ESP/ASR-Regelbetrieb das Motormoment möglichst rasch abzubauen, wird vor Eingriff durch das Stellglied EFP/TPM/LLR die Drosselklappe (Öffnungswinkel verringert) bzw. der Zündwinkel nach ”Spät” verstellt. Die Information vom Steuergerät ESP/ASR erfolgt über den CAN-Datenbus zum Motor-Steuergerät.

2.7 Antiklopfregelung (AKR)

Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) eines/mehrerer Zylinder(s) erfolgt eine Zündwinkelverstellung nach "Spät" an dem/den betreffenden Zylinder(n).

2.8 Laufunruheauswertung

Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Motorrundlauf ständig überwacht. Erkennt die Laufunruheauswertung Verbrennungs-aussetzer, werden nach einer bestimmten Anzahl von Aussetzern das bzw. die entsprechende(n) Kraftstoff-Einspritzventil(e) nicht mehr angesteuert.