gf0716w2021h

Leerlaufdrehzahlregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0103 · 2019-10-29

Gültig für: Motor 470.9 im Typ 963 mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1) außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 470.9 im Typ 963 mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1) außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 470.9 im Typ 964 mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1) außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5) Motor 470.9 im Typ 9

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 470 (Baumuster 9**) · Baureihe 471 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 473 9**

GF07.16-W-2021H

Leerlaufdrehzahlregelung Funktion

29.10.2019

Motor

470.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

470.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

470.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

470.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

471.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

473.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Leerlaufdrehzahlregelung Funktion

W07.16-1059-79

Dargestellt Motor 471.9, Code (M5Z) Motorausführung Euro VI

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

B617

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftverteiler

Y610

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

B600

Positionssensor Kurbelwelle

B621

Differenzdrucksensor Abgasrückführung (AGR)

Y611

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

B601

Positionssensor Nockenwelle

B622

Drucksensor Rail

Y612

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

B602

Temperatursensor Kraftstoff

B638

Drucksensor Kraftstofffiltermodul

Y613

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

B606

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

CAN 4

Antriebs-CAN

Y621

Abgasrückführsteller

B608

Druck- und Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftrohr

Y608

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Y642

Mengenregelventil

B611

Temperatursensor nach Luftfilter (nur bei Code (M5Z) Motorausführung Euro VI)

Y609

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Die Leerlaufdrehzahl ist im Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) parametriert. Um Nebenaggregate mit ihrer Arbeitsdrehzahl zu betreiben, kann das Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) jedoch eine eigene Anforderung über den Antriebs-CAN (CAN 4) senden, wenn die Leerlaufdrehzahl z. B. höher liegen soll.

Grundsätzlich wird immer die höhere Motordrehzahl eingeregelt. D. h.: Ist die geforderte Leerlaufdrehzahl vom Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) höher als die im Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) parametrierte Leerlaufdrehzahl, dann wird die vom Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) geforderte Motordrehzahl eingeregelt und umgekehrt.

Die Regelung der Leerlaufdrehzahl erfolgt unmittelbar nach dem Startvorgang bzw. wenn vom Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) erkannt wird, dass das Fahrpedal nicht betätigt wird.

Unter Berücksichtigung der Leerlaufdrehzahlvorgabe vom Steuergerät Fahrregelung (CPC) (A3) und des momentanen Betriebszustands des Motors berechnet das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) den optimalen Ansteuerungsbeginn der Kraftstoffinjektoren. Außerdem berechnet es die optimale Ansteuerungsdauer (Einspritzmenge) und veranlasst, dass der Kraftstoff durch entsprechende Ansteuerung des Mengenregelventils (Y642) und der Kraftstoffinjektoren

Zylinder 1 bis 6 (Y608 bis Y613) zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge in den jeweiligen Brennraum eingespritzt wird.

Während des gesamten Leerlaufbetriebs wird die Einspritzmenge ständig dem Betriebszustand des Motors angepasst. Z. B. wenn sich der Lastzustand des Motors ändert oder ein höherer Kraftstoffbedarf besteht (durch niedrige Außentemperaturen).

Zur Berechnung der Einspritzmenge berücksichtigt das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) daher hauptsächlich folgende Eingangsgrößen:

Motordrehzahl

Kühlmitteltemperatur

Kraftstofftemperatur

Lastanforderung (Sollmoment)

Die Rauchbegrenzung, die Laufruheregelung und die Höhenkorrektur im Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) können die Einspritzmenge (Ansteuerungsdauer) sowie den Ansteuerungsbeginn der Kraftstoffinjektoren zusätzlich beeinflussen.

Rauchbegrenzung

Über ein Rauchbegrenzungskennfeld wird die Kraftstoffmenge so begrenzt, dass nahezu kein Ausstoß von Rauch auftritt.

Laufruheregelung

Die Laufruheregelung gleicht die Einspritzmengenunterschiede der einzelnen Kraftstoffinjektoren aus.

Durch Toleranzen und Verschleiß der einzelnen Kraftstoffinjektoren kann sich die Momententwicklung der verschiedenen Zylinder unterscheiden. Dies führt zu einem unrunden Lauf des Motors, d. h., die Drehrate der Kurbelwelle wird geringfügig schneller und langsamer. Man spürt dies besonders im Leerlauf. Die Laufruheregelung kann auf den unrunden Lauf reagieren, weil sie jeden Kraftstoffinjektor einzeln ansteuert. Sie gleicht die Drehzahlschwankungen durch geringfügig unterschiedliche Einspritzmengen der einzelnen Zylinder so lange aus, bis alle Zylinder das gleiche Moment entwickeln.

Höhenkorrektur

Die Höhenkorrektur ist in erster Linie so ausgelegt, dass die Läuferdrehzahl, die Verdichteraustrittstemperatur und die Turbineneintrittstemperatur des Abgasturboladers, sowie das Luftverhältnis λ (Lambda) festgelegte Grenzwerte nicht über- bzw. unterschreiten. Dazu werden die Abgasrückführrate (AGR-Rate), der Ansteuerungsbeginn sowie die Ansteuerungsdauer (Einspritzmenge) der Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 6 (Y608 bis Y613) angepasst.

Zur Verringerung des Stickoxidausstoßes ist während des Leerlaufbetriebs für einen bestimmten Zeitraum die Abgasrückführung (AGR) aktiv (die AGR wird bei längerem Leerlaufbetrieb abgeschaltet, damit der Abgasrückführkühler nicht versottet).

Bei der Abgasrückführung (AGR) wird der angesaugten bzw. aufgeladenen Frischluft Abgas beigemischt. Was zur Folge hat, dass der Sauerstoffanteil in der angesaugten bzw. aufgeladenen Luft sinkt und deren spezifische Wärme steigt.

Damit erreicht man eine niedrigere Verbrennungstemperatur und somit einen verringerten Ausstoß von Stickoxiden (NOx), deren Anteil mit steigender Verbrennungstemperatur zunimmt. Darüber hinaus wird die ausgestoßene Abgasmenge vermindert.

Ermittlung der Motordrehzahl und des Kurbelwellenwinkels Funktion

GF07.00-W-3001H

Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion

GF07.00-W-3002H

Ermittlung der Kraftstofftemperatur Funktion

GF07.04-W-3001H

Ermittlung der Luftmasse Funktion

GF07.07-W-3001H

Ermittlung der Kühlmitteltemperatur Funktion

GF07.16-W-4012H

Abgasrückführung Funktion

GF14.20-W-3000H

Abgasnachbehandlung Funktion

Fahrzeuge mit Code (M5R) Motorausführung EEV und Fahrzeuge mit Code (M5Y) Motorausführung Euro V

GF14.40-W-0002HA

Fahrzeuge mit Code (M5Z) Motorausführung Euro VI

GF14.40-W-0002H

Berechnung des Motorsollmomentes Funktion

GF30.35-W-3002H

Kraftstoffversorgung Funktion

Motor 470.9, 471.9 ab Endnummer 032691, 473.9

GF47.00-W-0002HC

Motor 471.9 bis Endnummer 032690

GF47.00-W-0002H

Referenzierte Dokumente