gf0716p2014oh

Einspritzregelung CDI Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2008-09-16

Gültig für: MOTOR 642.9 im TYP 204.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOTOR 642.9 im TYP 204.2 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 MOTOR 642.9 im TYP 204.9

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 204 (Baumuster 0**, 2**, 9**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 9**

GF07.16-P-2014OH

Einspritzregelung CDI Funktion

16.9.08

MOTOR 642.9 im TYP 204.0 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

MOTOR 642.9 im TYP 204.2 ab Modell-J. 09 /AEJ 08

MOTOR 642.9 im TYP 204.9

Funktionsvoraussetzung allgemein

Kl. 61 EIN

Einspritzregelung Common-Rail Diesel Injection (CDI) Allgemein

Die Einspritzregelung hat die Aufgabe, die benötigte Einspritzmenge zum erforderlichen Zeitpunkt in den jeweiligen Zylinder einzuspritzen.

Das Steuergerät CDI (N3/9) liest zur Einspritzregelung folgende Sensoren ein:

- Raildrucksensor (B4/6)

- Ladedrucksensor (B5/1)

- Kühlmittel-Temperatursensor (B11/4)

- Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

- Hallsensor Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

- Drucksensor nach Luftfilter (B28/5), für den Absolutdruck (Unterdruck) im Ansaugtrakt

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- Fahrpedalsensor (B37), für die Stellung des Fahrpedals

- Kraftstoff-Temperatursensor (B50)

- Lambdasonde nach Katalysator (G3/1) (Typ 204.9), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Lambdasonde vor Katalysator (G3/2) (Typ 204.0/2), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Temperatursensor Katalysator (B19), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/9), zur Regelung der Abgasnachbehandlungbei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter

- Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11), zur Regelung der Abgasnachbehandlung

- Differenzdrucksensor DPF (B28/8), für den Beladungszustand des Dieselpartikelfilters (DPF) bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter

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- Heißfilm-Luftmassenmesser links (B2/6), für die angesaugte Luftmasse

- Ansaugluft-Temperatursensor links (B2/6b1)

- Heißfilm-Luftmassenmesser rechts (B2/7), für die angesaugte Luftmasse

- Ansaugluft-Temperatursensor rechts (B2/7b1)

Dabei sind je nach Einspritzzeitpunkt folgende Funktionsabläufe zu unterscheiden:

Funktionsablauf Voreinspritzung

Funktionsablauf Haupteinspritzung

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Funktionsablauf Voreinspritzung

Ziel der Voreinspritzung ist es, das Verbrennungsgeräusch zu reduzieren. Dies wird dadurch erreicht, dass vor der eigentlichen Haupteinspritzung bis zu 2-mal eingespritzt wird und dadurch die Verbrennung weicher abläuft.

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Zusätzlich kommt es durch die Voreinspritzung zu einer Reduzierung der Rußpartikel im Abgas. Der Ansteuerbeginn der Kraftstoffinjektoren (Y76) bei der Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI lastfallgeregelt berechnet. Ferner werden der letzte Ansteuerbeginn der Haupteinspritzung und die von der Bordnetzbatterie (G1) übermittelte Bordnetzspannung berücksichtigt.

Die Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

- Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

- Die berechnete Voreinspritzmenge ist zu gering

- Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

- Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

- Der Raildruck ist zu gering

- Der Motor wird abgestellt

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Funktionsablauf Haupteinspritzung

Die Haupteinspritzung erfolgt im Anschluss an die Voreinspritzung. Die Haupteinspritzung ist durch den Ansteuerbeginn (Einspritzzeitpunkt) und die Ansteuerdauer (Einspritzdauer) gesteuert. Die Haupteinspritzung für die Kraftstoffinjektoren wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

- Volllasteinspritzmengenbegrenzung ist aktiv (Motordrehzahl > 4500/min)

- Die Kraftstofftemperaturgrenze ist überschritten

- Der Raildruck ist zu gering

- Der Motor befindet sich im Schiebebetrieb

- Ein externer Eingriff in die Mengenregelung, z. B. durch das elektronische Stabilitäts Programm (Electronic-Stability-Program) (ESP), liegt vor

- Der Motor wird abgestellt

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Die Nacheinspritzung erfolgt im Anschluss an die Haupteinspritzung. Die Nacheinspritzung dient dazu, die Abgastemperatur zu erhöhen und den Umwandlungsprozess der Abgasbestandteile im Oxidationskatalysator zu unterstützen.

Bei Fahrzeugen mit Code (474) Partikelfilter wird zur DPF-Regeneration noch einmal eingespritzt. Dazu wird der Beladungszustand des DPF mit Hilfe des Differenzdrucksensors DPF erfasst. Durch die 2. Nacheinspritzung wird die Abgastemperatur weiter erhöht und der Regenerationsvorgang ausgelöst. Die Rußpartikel im Abgas werden nachträglich verbrannt.

Die Nacheinspritzung wird vom Steuergerät CDI nicht veranlasst, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

- Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

- Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

- Die berechnete Nacheinspritzmenge ist zu gering

- Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

- Der Raildruck ist zu gering

- Der Motor wird abgestellt

Funktionsschema Elektrik Common-Rail Diesel Injection (CDI) Einspritzregelung

Typ 204.0/2

PE07.16-P-2761-97FAF

Typ 204.9

PE07.16-P-2761-97FAC

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/9

GF07.16-P-6000OH

Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm Bauteilbeschreibung

N30/4

GF42.45-P-5119CE

Referenzierte Dokumente