gf0710s1007trc

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0102 · 2020-08-04

Gültig für: Motor 274 im Typ 447, 448 außer Code XM0 (Modellpflege)

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 447 · Baureihe 448

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 274 ***

GF07.10-S-1007TRC

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

04.08.2020

Motor

274 im Typ 447, 448

außer Code XM0 (Modellpflege)

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Anreicherungsrate (A)-Zeitdiagramm

a

Start

b

Abregelbeginn Nachstartanreicherung

c

Beginn Warmlaufanreicherung

t

Zeit

t1

Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)

t2

Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)

t3

Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)

A

Anreicherungsrate

P07.61-2691-01

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert.

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung (t1)

Funktionsablauf Nachstartanreicherung (t2)

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung (t3)

Funktionsablauf Startanreicherung (t1)

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Startanreicherung (t1) erfolgt über das Steuergerät ME (N3/34) auf Basis folgender Bauteile und Signale:

Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)

Hallsensor Kurbelwelle (B70/2)

Bordnetzspannung

Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73)

Das Steuergerät ME (N3/34) verlängert beim Erhalten des Signals Klemme 50 vom Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73) über den Fahrwerk-CAN (CAN E) die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y62).

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto kürzer ist die vom Steuergerät ME (N3/34) berechnete Einspritzdauer.

Die Einspritzdauer ist außerdem von der Bordnetzspannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Bordnetzspannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME (N3/34) die Einspritzdauer.

Unter ca. 7 V Bordnetzspannung ist kein Motorstart möglich.

Funktionsablauf Nachstartanreicherung (t2)

Die Gemischabmagerung durch den an den kalten Zylinderwänden kondensierenden Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung (t2) ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Nachstartanreicherung (t2) erfolgt über das Steuergerät ME (N3/34) auf Basis folgender Bauteile und Signale:

Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)

Verbrennungszyklen nach Start

Elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) (N15/11)

Korrekturprogrammierung mit XENTRY Diagnostics

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME (N3/34) zugeteilt. Das Steuergerät ME (N3/34) verlängert dazu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y62).

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung (t3)

Um einen schnelleren Warmlauf zu erreichen, wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung (t3) weiterhin angereichert.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Warmlaufanreicherung (t3) erfolgt über das Steuergerät ME (N3/34) auf Basis folgender Bauteile und Signale:

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/29)

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/30)

Temperatursensor Kühlmittel (B11/21)

Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe (B17)

Temperatursensor Ladeluft nach Drosselklappe (B17/16)

Saugrohrdruck-Sensor (B28/24)

Hallsensor Kurbelwelle (B70/2)

Korrekturprogrammierung mit XENTRY Diagnostics

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME (N3/34) zugeteilt. Das Steuergerät ME (N3/34) verlängert dazu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y62).

Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Der Stellmagnet Einlassnockenwelle (Y49/10) und der Stellmagnet Auslassnockenwelle (Y49/11) bestimmen durch die Ventilüberschneidung die Abgasrückführrate. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart und Warmlaufanreicherung

Motor 274 im Typ 448 außer Code XM0 (Modellpflege)

PE07.10-S-2707-97VDC

Motor 274 im Typ 447 außer Code XM0 (Modellpflege)

PE07.10-S-2707-97TRC

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-S-9998TRC

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