gf0710p1007mrb

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0101 · 2014-04-30

Gültig für: MOTOR 274.9 im TYP 207, 218 MOTOR 274.9 im TYP 212 außer CODE 924 (Bivalenter Erdgasantrieb)'

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 207 · Baureihe 212 · Baureihe 218

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 274 9**

GF07.10-P-1007MRB

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

30.04.2014

MOTOR

274.9 im TYP 207, 218

MOTOR

274.9 im TYP 212

außer CODE 924 (Bivalenter Erdgasantrieb)

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Anreicherungsrate-/Zeitdiagramm

a

Start

b

Abregelbeginn Nachstartanreicherung

c

Beginn Warmlaufanreicherung

t

Zeit

t1

Startanreicherung (Dauer z. B. 2 s)

t2

Nachstartanreicherung (Dauer z. B. 15 s bei 15 °C Kühlmitteltemperatur)

t3

Warmlaufanreicherung (Dauer entsprechend Kühlmitteltemperatur)

A

Anreicherungsrate

P07.61-2691-01

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Klemme 87M (Motormanagement EIN)

Motor dreht

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert.

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Funktionsablauf Startanreicherung

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Startanreicherung erfolgt über das Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

Kühlmittel-Temperatursensor (Typ 207, 212) bzw. Kühlmitteltemperatur-Sensor (Typ 218) (B11/4)

Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl

Spannung Bordnetzbatterie (G1) über "Klemme 30"

Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73), "Klemme 50-Signal" über Fahrwerk-CAN 1 (CAN E1)

Abstellzeit des Motors

Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Klemme 50-Signals" vom Steuergerät elektronisches Zündschloss über den Fahrwerk-CAN 1 die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76).

Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzdauer.

Die Einspritzdauer ist außerdem von der Batteriespannung abhängig. Um die Startmenge bei geringer Batteriespannung zu gewährleisten, verlängert das Steuergerät ME die Einspritzdauer.

Unter einer Batteriespannung von ca. 7 V ist kein Motorstart möglich.

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.

Der an den kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Nachstartanreicherung erfolgt über das Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

Kühlmitteltemperatur-Sensor, Kühlmitteltemperatur beim Start

Verbrennungszyklen nach Start

Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8n4), Wählhebelstellung über Antriebs-CAN (CAN C) (bei Automatikgetriebe)

Korrekturprogrammierung mit XENTRY Diagnostics

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren.

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert.

Der an den noch kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Warmlaufanreicherung erfolgt über das Steuergerät ME auf Basis folgender Sensoren und Signale:

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlassnockenwellen-Stellung

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslassnockenwellen-Stellung

Kühlmitteltemperatur-Sensor

Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe (B17/7)

Temperatursensor Ladeluft nach Drosselklappe (B17/9)

Drucksensor nach Drosselklappe (B28/7), Motorlast

Hallsensor Kurbelwelle, Motordrehzahl

Korrekturprogrammierung mit XENTRY Diagnostics

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren.

Die Zündwinkel der Zündspulen (T1) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Der Stellmagnet Einlassnockenwelle (Y49/1) und der Stellmagnet Auslassnockenwelle (Y49/2) bestimmen durch die Ventilüberschneidung die Abgasrückführrate. Da dabei die heißen Abgase die Brennräume erwärmen, erhöht sich die Kraftstoffverdampfung und die Anreicherung mit Kraftstoff kann verringert werden.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.

Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung

Typ 207

PE07.10-P-2707-97EAO

Typ 212

PE07.10-P-2707-97DAN

Typ 218

PE07.10-P-2707-97XAJ

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-P-9998MRB

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