Motor | 936.9 im Typ 963 |
mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1) | |
außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) | |
außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) | |
Motor | 936.9 im Typ 963 |
mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1) | |
außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) | |
außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) | |
Motor | 936.9 im Typ 964 |
mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1) | |
außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) | |
außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5) | |
Motor | 936.9 im Typ 964 |
mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1) | |
außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) | |
außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5) |
W07.16-1139-79
A2 | Steuergerät Zentrales Gateway (CGW) | CAN 3 | Rahmen-CAN | |
A3 | Steuergerät Fahrregelung (CPC) | CAN 4 | Antriebs-CAN | |
A4 | Steuergerät Motormanagement (MCM) | M1 | Starter | |
A22 | Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) | S1 | Elektronisches Zündschloss (EIS) | |
B600 | Positionssensor Kurbelwelle | S600 | Taste Motorstart und Motorstopp | |
B601 | Positionssensor Nockenwelle | Y608 | Kraftstoffinjektor Zylinder 1 | |
B602 | Temperatursensor Kraftstoff | Y609 | Kraftstoffinjektor Zylinder 2 | |
B604 | Öldruckschalter | Y610 | Kraftstoffinjektor Zylinder 3 | |
B606 | Temperatursensor Kühlmittel Auslass | Y611 | Kraftstoffinjektor Zylinder 4 | |
B613 | Differenzdrucksensor Frischluft | Y612 | Kraftstoffinjektor Zylinder 5 | |
B614 | Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse (nur bei Motor 936.916) | Y613 | Kraftstoffinjektor Zylinder 6 | |
B616 | Druck- und Temperatursensor Ladeluft | Y621 | Abgasrückführsteller | |
B617 | Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftgehäuse | Y634 | Druckregelventil | |
B622 | Drucksensor Rail | Y643 | Mengenregelventil | |
B624 | Lambdasonde | A | Eingangssignale | |
CAN 2 | Innenraum-CAN | B | Ausgangssignale |
Allgemeines
Der Startvorgang des Motors wird eingeleitet, wenn eine entsprechende Startanforderung über den Antriebs-CAN (CAN 4) vorliegt, bspw. beim Starten des Motors über das Elektronische Zündschloss (EIS) (S1) oder über das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22), oder durch entsprechende Betätigung der Taste Motorstart und Motorstopp (S600).
Voraussetzungen
Spannungsversorgung (Kl. 30 und Kl. 15) am Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) vorhanden (Zündung eingeschaltet)
Elektronische Wegfahrsperre vom Fahrberechtigungssystem deaktiviert und Startfreigabe vom Elektronischen Zündschloss (EIS) (S1) erteilt, d. h. der eingesteckte Senderschlüssel ist berechtigt
Startsperre aufgehoben, d. h.:
Getriebe in Neutralstellung (nur bei Startanforderung über die Taste Motorstart und Motorstopp (S600))
Nebenabtrieb, sofern vorhanden, ausgeschaltet
Motor aus bzw. Motordrehzahl <50/min
Funktion
Sind alle Voraussetzungen erfüllt und wird die Taste Motorstart und Motorstopp (S600) betätigt oder über den Antriebs-CAN (CAN 4) eine entsprechende Botschaft mit der Startanforderung empfangen, bspw. wenn die Start-Stopp-Taste am Elektronischen Zündschloss (EIS) (S1) in die Startstellung (Stufe 2) gedrückt und dort gehalten wird oder das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) eine entsprechende Botschaft mit der Startanforderung sendet, steuert das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) über ein Vorschaltrelais das Einrückrelais des Starters (M1) an. Der Starter (M1) setzt den Motor in Bewegung, und das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) prüft, ob der Starter (M1) den Motor mit einer vorgegebenen Mindestdrehzahl dreht. Außerdem wartet es, bis es anhand der Signale des Positionssensors Kurbelwelle (B600) erkennt, wann sich der 1. und 6. Zylinder im oberen Totpunkt (OT) befinden. Erst dann kann der Ansteuerungsbeginn für die Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 und 6 (Y608 und Y613), unter Berücksichtigung des momentanen Betriebszustandes des Motors, berechnet werden. Gleichzeitig ermittelt das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) die zur Verbrennung erforderliche Einspritzmenge und veranlasst, dass diese durch entsprechende Ansteuerung des Mengenregelventils (Y643), des Druckregelventils (Y634) und der Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 und 6 (Y608 und Y613) zum richtigen Zeitpunkt in die Verbrennungsräume des 1. und 6. Zylinders eingespritzt wird. Diese so genannte Doppelbefeuerung dient dazu, den Startvorgang zu beschleunigen. Sie wird solange fortgeführt (anschließend folgen die Zylinder 5 und 2, 3 und 4, dann wieder 1 und 6, usw.), bis der Zünd-OT des 1. Zylinders unter Zuhilfenahme des Positionssensors Nockenwelle (B601) erkannt wird.
Liefert der Positionssensor Nockenwelle (B601) keine Impulse, so wird jeweils ein Teil der Doppelbefeuerung abgestellt, bis durch das Durchtauchen der Drehzahl, was dann geschieht, wenn sich ein Kolben nicht im Zünd-OT befindet, der Zünd-OT erkannt wird. Ist der Zünd-OT bekannt, dann läuft der Motor unverändert weiter. Aus Motorschutzgründen wird jedoch das Maximalmoment des Motors begrenzt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) die Notlaufdrehzahl einregelt.
Ermittlung der Einspritzmenge:
Um einen sicheren Motorstart bei möglichst geringem Schadstoffausstoß zu erreichen, erfolgt die Ermittlung der Einspritzmenge unabhängig von der Fahrpedalstellung. Die für den Startvorgang gewählte Einspritzmenge richtet sich dabei in erster Linie nach der Kühlmitteltemperatur, die vom Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) über den Temperatursensor Kühlmittel Auslass (B606) ermittelt wird. Weitere Einflussgrößen für die Einspritzmenge während des Startvorgangs sind die momentane Motordrehzahl sowie die geografische Höhe, in der sich das Fahrzeug bzw. der Motor befindet.
Für die Bestimmung der Höhe befindet sich im Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) ein Atmosphärendrucksensor, über den der Luftdruck der Umgebungsluft ermittelt und die momentane Höhe des Fahrzeugs bzw. Motors abgeleitet werden kann.
Mit dieser in erster Linie temperaturabhängigen Starteinspritzmenge läuft der Motorstart an. Springt der Motor mit der Starteinspritzmenge nicht an, so wird die Einspritzmenge kontinuierlich erhöht, bis der Motor anspringt oder der Grenzwert für die max. Starteinspritzmenge erreicht ist. Diese wird dann solange aufrechterhalten, bis die Ansteuerung des Starters (M1) entweder selbst oder nach einer bestimmten Zeit vom Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) unterbrochen wird, um den Starter (M1) vor mechanischer oder thermischer Überlastung zu schützen (Startzeitbegrenzung). Springt der Motor an, während die Start-Stopp-Taste am Elektronischen Zündschloss (EIS) (S1) oder die Taste Motorstart und Motorstopp (S600) noch betätigt werden, und erreicht er eine bestimmte Drehzahl, dann wird die Ansteuerung des Starters (M1) unterbrochen (Starterabwurfdrehzahl).
Das Ritzel wird aus dem Zahnkranz am Schwungrad zurückgezogen, während von der Startsteuerung der Einspritzmenge in die Leerlaufregelung übergegangen wird. Dieser Übergang wird auch als Startabwurf bezeichnet, der ausschließlich einen Wechsel der Berechnungsmethode zur Folge hat. Da die Kaltstartfähigkeit von Dieselmotoren bei niedriger Außentemperatur durch steigenden Durchdrehwiderstand des Motors, niedrigere Brennraumtemperaturen und ungünstigere Zerstäubungsbedingungen des Kraftstoffes begrenzt wird, erfolgt unter bestimmten Voraussetzungen eine Piloteinspritzung. Diese trägt deutlich zu kürzeren Startzeiten, zu einem rascheren Motorrundlauf, zu einer besseren Gasannahme, zu einer geringeren Weißrauchemission, zu einem geringeren Schadstoffausstoß und zu einer geringeren Geräuschemission bei.
Referenzierte Dokumente
- gf0700w3001md Ermittlung der Motordrehzahl und des Kurbelwellenwinkels Funktion
- gf0700w3002md Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion
- gf0704w3001md Ermittlung der Kraftstofftemperatur Funktion
- gf0707w3001md Ermittlung der Luftmasse Funktion
- gf0716w4012md Ermittlung der Kühlmitteltemperatur Funktion
- gf4700w0007md Kraftstoffsystem Funktion