gf0700w2001md

Startvorgang Funktion

Typ gf · Thema 07.00 · Version 0102 · 2019-06-11

Gültig für: Motor 936.9 im Typ 963 mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1) außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 936.9 im Typ 963 mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1) außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5) außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5) Motor 936.9 im Typ 964 mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1) außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5) außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5) Motor 936.9 im Typ 9

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.00 Allgemeines — Baureihe 936 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

GF07.00-W-2001MD

Startvorgang Funktion

11.06.2019

Motor

936.9 im Typ 963

mit Code V2A (Actros Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

936.9 im Typ 963

mit Code V2E (Antos Modellgeneration 1)

außer Code V2B (Actros Modellgeneration 5)

außer Code V2F (Actros S/M Fahrerhaus Modellgeneration 5)

Motor

936.9 im Typ 964

mit Code V2I (Arocs Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Motor

936.9 im Typ 964

mit Code V3K (Actros BM964 Modellgeneration 1)

außer Code V2J (Arocs Modellgeneration 5)

außer Code V3L (Actros BM964 Modellgeneration 5)

Startvorgang Funktion

W07.16-1139-79

A2

Steuergerät Zentrales Gateway (CGW)

CAN 3

Rahmen-CAN

A3

Steuergerät Fahrregelung (CPC)

CAN 4

Antriebs-CAN

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

M1

Starter

A22

Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM)

S1

Elektronisches Zündschloss (EIS)

B600

Positionssensor Kurbelwelle

S600

Taste Motorstart und Motorstopp

B601

Positionssensor Nockenwelle

Y608

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

B602

Temperatursensor Kraftstoff

Y609

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

B604

Öldruckschalter

Y610

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

B606

Temperatursensor Kühlmittel Auslass

Y611

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

B613

Differenzdrucksensor Frischluft

Y612

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

B614

Temperatursensor Ladeluft im Verdichtergehäuse (nur bei Motor 936.916)

Y613

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

B616

Druck- und Temperatursensor Ladeluft

Y621

Abgasrückführsteller

B617

Temperatursensor Ladeluft im Ladeluftgehäuse

Y634

Druckregelventil

B622

Drucksensor Rail

Y643

Mengenregelventil

B624

Lambdasonde

A

Eingangssignale

CAN 2

Innenraum-CAN

B

Ausgangssignale

Allgemeines

Der Startvorgang des Motors wird eingeleitet, wenn eine entsprechende Startanforderung über den Antriebs-CAN (CAN 4) vorliegt, bspw. beim Starten des Motors über das Elektronische Zündschloss (EIS) (S1) oder über das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22), oder durch entsprechende Betätigung der Taste Motorstart und Motorstopp (S600).

Voraussetzungen

Spannungsversorgung (Kl. 30 und Kl. 15) am Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) vorhanden (Zündung eingeschaltet)

Elektronische Wegfahrsperre vom Fahrberechtigungssystem deaktiviert und Startfreigabe vom Elektronischen Zündschloss (EIS) (S1) erteilt, d. h. der eingesteckte Senderschlüssel ist berechtigt

Startsperre aufgehoben, d. h.:

Getriebe in Neutralstellung (nur bei Startanforderung über die Taste Motorstart und Motorstopp (S600))

Nebenabtrieb, sofern vorhanden, ausgeschaltet

Motor aus bzw. Motordrehzahl <50/min

Funktion

Sind alle Voraussetzungen erfüllt und wird die Taste Motorstart und Motorstopp (S600) betätigt oder über den Antriebs-CAN (CAN 4) eine entsprechende Botschaft mit der Startanforderung empfangen, bspw. wenn die Start-Stopp-Taste am Elektronischen Zündschloss (EIS) (S1) in die Startstellung (Stufe 2) gedrückt und dort gehalten wird oder das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) eine entsprechende Botschaft mit der Startanforderung sendet, steuert das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) über ein Vorschaltrelais das Einrückrelais des Starters (M1) an. Der Starter (M1) setzt den Motor in Bewegung, und das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) prüft, ob der Starter (M1) den Motor mit einer vorgegebenen Mindestdrehzahl dreht. Außerdem wartet es, bis es anhand der Signale des Positionssensors Kurbelwelle (B600) erkennt, wann sich der 1. und 6. Zylinder im oberen Totpunkt (OT) befinden. Erst dann kann der Ansteuerungsbeginn für die Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 und 6 (Y608 und Y613), unter Berücksichtigung des momentanen Betriebszustandes des Motors, berechnet werden. Gleichzeitig ermittelt das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) die zur Verbrennung erforderliche Einspritzmenge und veranlasst, dass diese durch entsprechende Ansteuerung des Mengenregelventils (Y643), des Druckregelventils (Y634) und der Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 und 6 (Y608 und Y613) zum richtigen Zeitpunkt in die Verbrennungsräume des 1. und 6. Zylinders eingespritzt wird. Diese so genannte Doppelbefeuerung dient dazu, den Startvorgang zu beschleunigen. Sie wird solange fortgeführt (anschließend folgen die Zylinder 5 und 2, 3 und 4, dann wieder 1 und 6, usw.), bis der Zünd-OT des 1. Zylinders unter Zuhilfenahme des Positionssensors Nockenwelle (B601) erkannt wird.

Liefert der Positionssensor Nockenwelle (B601) keine Impulse, so wird jeweils ein Teil der Doppelbefeuerung abgestellt, bis durch das Durchtauchen der Drehzahl, was dann geschieht, wenn sich ein Kolben nicht im Zünd-OT befindet, der Zünd-OT erkannt wird. Ist der Zünd-OT bekannt, dann läuft der Motor unverändert weiter. Aus Motorschutzgründen wird jedoch das Maximalmoment des Motors begrenzt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) die Notlaufdrehzahl einregelt.

Ermittlung der Einspritzmenge:

Um einen sicheren Motorstart bei möglichst geringem Schadstoffausstoß zu erreichen, erfolgt die Ermittlung der Einspritzmenge unabhängig von der Fahrpedalstellung. Die für den Startvorgang gewählte Einspritzmenge richtet sich dabei in erster Linie nach der Kühlmitteltemperatur, die vom Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) über den Temperatursensor Kühlmittel Auslass (B606) ermittelt wird. Weitere Einflussgrößen für die Einspritzmenge während des Startvorgangs sind die momentane Motordrehzahl sowie die geografische Höhe, in der sich das Fahrzeug bzw. der Motor befindet.

Für die Bestimmung der Höhe befindet sich im Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) ein Atmosphärendrucksensor, über den der Luftdruck der Umgebungsluft ermittelt und die momentane Höhe des Fahrzeugs bzw. Motors abgeleitet werden kann.

Mit dieser in erster Linie temperaturabhängigen Starteinspritzmenge läuft der Motorstart an. Springt der Motor mit der Starteinspritzmenge nicht an, so wird die Einspritzmenge kontinuierlich erhöht, bis der Motor anspringt oder der Grenzwert für die max. Starteinspritzmenge erreicht ist. Diese wird dann solange aufrechterhalten, bis die Ansteuerung des Starters (M1) entweder selbst oder nach einer bestimmten Zeit vom Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) unterbrochen wird, um den Starter (M1) vor mechanischer oder thermischer Überlastung zu schützen (Startzeitbegrenzung). Springt der Motor an, während die Start-Stopp-Taste am Elektronischen Zündschloss (EIS) (S1) oder die Taste Motorstart und Motorstopp (S600) noch betätigt werden, und erreicht er eine bestimmte Drehzahl, dann wird die Ansteuerung des Starters (M1) unterbrochen (Starterabwurfdrehzahl).

Das Ritzel wird aus dem Zahnkranz am Schwungrad zurückgezogen, während von der Startsteuerung der Einspritzmenge in die Leerlaufregelung übergegangen wird. Dieser Übergang wird auch als Startabwurf bezeichnet, der ausschließlich einen Wechsel der Berechnungsmethode zur Folge hat. Da die Kaltstartfähigkeit von Dieselmotoren bei niedriger Außentemperatur durch steigenden Durchdrehwiderstand des Motors, niedrigere Brennraumtemperaturen und ungünstigere Zerstäubungsbedingungen des Kraftstoffes begrenzt wird, erfolgt unter bestimmten Voraussetzungen eine Piloteinspritzung. Diese trägt deutlich zu kürzeren Startzeiten, zu einem rascheren Motorrundlauf, zu einer besseren Gasannahme, zu einer geringeren Weißrauchemission, zu einem geringeren Schadstoffausstoß und zu einer geringeren Geräuschemission bei.

Ermittlung der Motordrehzahl und des Kurbelwellenwinkels Funktion

GF07.00-W-3001MD

Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion

GF07.00-W-3002MD

Ermittlung der Kühlmitteltemperatur Funktion

GF07.16-W-4012MD

Ermittlung der Luftmasse Funktion

GF07.07-W-3001MD

Ermittlung der Kraftstofftemperatur Funktion

GF07.04-W-3001MD

Kraftstoffsystem Funktion

GF47.00-W-0007MD

Referenzierte Dokumente