gf0700w3002md

Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion

Typ gf · Thema 07.00 · Version 0102 · 2016-03-17

Gültig für: Motor 936.9 im Typ 963 Motor 936.9 im Typ 964

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.00 Allgemeines — Baureihe 936 (Baumuster 9**) · Baureihe 963 · Baureihe 964

GF07.00-W-3002MD

Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion

17.03.2016

Motor

936.9 im Typ 963

Motor

936.9 im Typ 964

Ermittlung des Kompressionstaktes am 1. Zylinder Funktion

W07.16-1150-79

1

Schwungrad

B600

Positionssensor Kurbelwelle

2

Impulsrad

B601

Positionssensor Nockenwelle

3

Blende (zur Erfassung des Kurbelwellenwinkels, bei Ausfall des Positionssensors Kurbelwelle)

A

Eingangssignale

4

Zusätzliche Blende (zur Erfassung des Verdichtungstaktes am 1. Zylinder)

X

Drehrichtung

A4

Steuergerät Motormanagement (MCM)

Allgemeines

Die Ermittlung des Verdichtungstaktes am 1. Zylinder erfolgt, sobald der Motor gestartet wird. Weil dazu die Stellung der Kurbelwelle allein nicht ausreicht, verwendet das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) zusätzlich die Signale des Positionssensors Nockenwelle (B601). Ist der Verdichtungstakt am 1. Zylinder jedoch erst einmal bekannt, dann werden alle weiteren Verdichtungstakte nur noch anhand der Signale des Positionssensors Kurbelwelle (B600) berechnet. Die Signale des Positionssensors Nockenwelle (B601) werden dann ausschließlich dazu verwendet, die Drehzahl bzw. den Verdichtungstakt des 1. Zylinders zu ermitteln, wenn der Positionssensor Kurbelwelle (B600) ausfällt. Der Grund dafür ist, dass der Positionssensor Kurbelwelle (B600) genauere Werte über die Kurbelwellenstellung liefert als der Positionssensor Nockenwelle (B601); somit kann der Ansteuerungsbeginn der Kraftstoffinjektoren exakter bestimmt werden.

Funktion

Das auf der Auslassnockenwelle befindliche Impulsrad (2) verfügt über 12 Blenden (3), die jeweils in einem Abstand von 30° über den gesamten Umfang des Impulsrades (2) verteilt sind, sowie eine zusätzliche Blende (4) vor dem oberen Totpunkt (OT) des 1. Zylinders. Sobald sich die Auslassnockenwelle dreht, erzeugen die Blenden (3) sowie die zusätzliche Blende (4) im Positionssensor Nockenwelle (B601) Magnetfeldänderungen, die von einer Auswerteelektronik in Schaltsignale umgewandelt und an das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) weitergeleitet werden. Wird der Motor gestartet, dann prüft das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) mit Hilfe der zusätzlichen Blende (4), wann sich der 1. Zylinder im Verdichtungstakt befindet. Da das Steuergerät Motormanagement (MCM) (A4) über den Positionssensor Kurbelwelle (B600) gleichzeitig die Stellung der Kurbelwelle ermittelt, kann es die Position der zusätzlichen Blende (4) zur Position der Lücke auf dem Schwungrad abgleichen, sodass anschließend allein die Signale des Positionssensors Kurbelwelle (B600) ausreichen, den Verdichtungstakt des 1. Zylinders und somit den Ansteuerungsbeginn der Kraftstoffinjektoren zu bestimmen.

Steuergerät Motormanagement (MCM) Bauteilbeschreibung

A4

GF07.08-W-4110MD

Positionssensor Kurbelwelle Bauteilbeschreibung

B600

GF03.20-W-4100MD

Positionssensor Nockenwelle Bauteilbeschreibung

B601

GF05.20-W-4105MD

Referenzierte Dokumente