gf0020p2007c

Restlaufstrecke Funktion

Typ gf · Thema 00.20 · Version 0100 · 1999-04-12

Gültig für: TYP 208 ab 1.8.99, 210 ab 1.7.99 mit MOTOR 111

Einordnung

Funktionsgruppe 0 Gesamt › 00 Gesamt-Fahrzeug › 00.20 Wartung, Wartungssysteme (FSS, ASSYST) — Baureihe 208 · Baureihe 210

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 111 ***

GF00.20-P-2007C

Restlaufstrecke Funktion

25.2.99

TYP 208 ab 1.8.99,
210 ab 1.7.99
mit MOTOR 111

Die angezeigte Restlaufstrecke beträgt unmittelbar nach dem Ölwechselreset 15 000 Kilometer oder 10 000 Meilen.

Die während des Serviceintervalls berechnete Restlaufstrecke ist stark von der Startlaufstrecke abhängig.

Startlaufstrecke

Unter Startlaufstrecke wird die Laufstrecke in Kilometern oder Meilen verstanden, die bis zum nächsten Service mindestens gefahren werden kann.

Die Startlaufstrecke ist abhängig von:

den eingestellten Qualitätsfaktoren
(Die Qualitätsfaktoren sind ab Werk auf eine Grundeinstellung voreingestellt. Sie können, wenn es die Einsatzbedingungen erfordern, mit dem Stardiagnosistool verändert werden.)

Die Startlaufstrecke ist nicht abhängig von den Fahrbedingungen (Bewertung der gefahrenen Strecke).

Der Standardwert beträgt normalerweise 15 000 Kilometer oder 10 000 Meilen.

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Der Wert kann jedoch, je nach Qualitätsfaktoren, davon

abweichen.

Die Startlaufstrecke wird nach jedem Ölwechsel durch den Ölwechselreset automatisch auf ihren Anfangswert gesetzt. Die Startlaufstrecke ist eine interne Rechengröße und kann im Kombiinstrument (A1) nicht angezeigt werden. Eine Anzeige der Startlaufstrecke ist nur mit dem Stardiagnosistool möglich.

In der Multifunktionsanzeige (A1p13) des Kombiinstrumentes (A1) wird normalerweise die Restlaufstrecke angezeigt.

Restlaufstrecke

Die Restlaufstrecke ist unmittelbar nach dem Ölwechsel gleich der Startlaufstrecke.

Die Restlaufstrecke ist die vom aktuellen Kilometerstand bis zum nächsten Service verbleibende Strecke. Die mögliche Intervallänge ist mindestens so groß wie die unmmittelbar nach einem Ölwechsel angezeigte Restlaufstrecke. Sie beträgt jedoch maximal 22 500 km.

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Die Restlaufstrecke ist abhängig:

von der Startlaufstrecke

von den Fahrbedingungen (Dazu findet eine Bewertung der gefahrenen Strecke statt.)

Damit werden bei ASSYST auch die Fahrbedingungen berücksichtigt:
Bei günstiger Bewertung z.B. durch:

wenig Kaltstarts,

keine hohen Motordrehzahlen,

wenig Kurzstreckenfahrten,

wenig Anhängerbetrieb

wird die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall verlängert.

Es wird auch berücksichtigt, ob tatsächlich gefahren wird oder ob der Motor im Leerlauf läuft. Dazu erhält ASSYST ständig Daten über die aktuellen Betriebsbedingungen des Fahrzeugs.

Bei der besten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer nur 0,6 km angerechnet.

Bei ungünstiger Bewertung der Fahrstrecke (z.B. häufigen Kurzstreckenfahrten, vielen Kaltstarts) ist die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall kleiner als bei günstiger Bewertung. (Gleiche Qualitätsfaktoren vorrausgesetzt.)

Bei der ungünstigsten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer bis zu 3 km angerechnet.

In der nebenstehenden Skizze ist die Startlaufstrecke und die Restlaufstrecke nochmals grafisch dargestellt:

Bei jedem Ölwechsel werden Start- und Restlaufstrecke auf den Anfangswert gesetzt. Als Startlaufstrecke (oberer Balken) ist hier der normale Wert von 15 000 km eingezeichnet (schraffierter + dunkler Teil). Die Startlaufstrecke kann von den 15 000 km abweichen (z.B. 14 000 km; schraffierter Teil), wenn die Qualitätsfaktoren nicht der Grundeinstellung entsprechen.

Die Restlaufstrecke (unterer Balken) beträgt unmittellbar nach dem Ölwechsel aber in jedem Fall 15 000 km oder 10 000 Meilen. Auch das Serviceintervall beträgt immer mindestens 15 000 km oder 10 000 Meilen.

Durch eine günstige Bewertung der Fahrstrecken kann die gesamte Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall auf maximal 22 500 km, erhöht werden (weißer Teil).

Allerdings ergibt eine Startlaufstrecke kleiner als 15 000 km oder 10 000 Meilen eine Verringerung des maximal erreichbaren Serviceintervalls.

Restlaufstrecke

Startlaufstrecke

15 000 km minimales Serviceintervall

22 500 km

maximal erreichbares

Service-

intervall

Bonierung

Ölwechsel

Warnschwelle (Strecke)

Mit dem Stardiagnosistool kann für die Restlaufstrecke eine Warnschwelle zwischen 250 km und 8000 km eingestellt werden.

Diese Warnschwelle wird für 3 verschiedene Fahrleistungen unterschiedlich eingestellt. Durch die Ermittlung der Tageslaufleistung stellt sich das System auf die korrekte jährliche Fahrleistung ein (siehe Tabelle):

Unterschreitet die Restlaufstrecke die eingestellte Warnschwelle, wird die Restlaufstrecke automatisch eingeblendet.

Anzeige der Restlaufstrecke (Die Anzeige erfolgt entsprechend der Einstellung in Kilometern oder Meilen in der Multifunktionsanzeige (A1p13) des Kombiinstrumentes.):

auf Fahreranforderung

automatisch, nach Erreichen der Warnschwelle, 5 s nachdem der Startschalter in Stellung "2"gebracht oder der Motor gestartet wurde:

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Für 30 s erscheint das Servicesymbol und die Anzeige: "SERVICEUMFANG A/B IN xxxx KM".

automatisch, bei Ablauf der Restlaufstrecke, 5 s nachdem der Startschalter in Stellung "2"gebracht oder der Motor gestartet wurde:
Für 30 s erscheint das Servicesymbol und die Anzeige
"SERVICEUMFANG A/B DURCHFÜHREN".

automatisch, nach Überziehen der Restlaufstrecke um mehr als 100 Kilometer, 5 s nachdem der Startschalter in Stellung "2"gebracht oder der Motor gestartet wurde:
Für 30 s erscheint das Servicesymbol und die Anzeige
"SERVICEUMFANG A/B xxxx KM ÜBERZOGEN".
Zusätzlich ertönt ein kurzer Warnton.

Die Restlaufstrecke wird mit einer Auflösung von 100 km oder 100 Meilen angezeigt.

Im Dokument "Fahrerinformationen" sind sämtliche Anzeigen dargestellt.

Die Restlaufstrecke wird standardmäßig angezeigt. Damit jedoch auch Fahrer von Fahrzeugen mit geringer jährlicher Fahrleistung auf einen fälligen Service aufmerksam gemacht werden, wird im Hintergrund immer auch die Zeitinformation verarbeitet.

Die Restlaufstrecke wird täglich mit der Restlaufzeit verglichen. Unter den im Dokument "Restlaufzeit Funktion" beschriebenen Vorraussetzungen, schaltet die Anzeige um, und die Restlaufzeit

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jährliche Fahrleistung in km

mögliche Warnschwellen in km

Standard-einstellung in km

< 10 000

250, 500, 1000, 2000

1000

10 000 bis 30 000

500, 1000, 2000, 4000

2000

> 30 000

1000, 2000, 4000, 8000

4000

wird angezeigt.

Fehlen dem ASSYST Meßwerte, z.B. durch Ausfall eines Sensors, verwendet es in den Steuergeräten hinterlegte Ersatzwerte.

Im Fehlerspeicher des jeweiligen Steuergerätes (Steuergerät Einspritzsystem (N3), Steuergerät für Traktionssysteme

(N47) oder Kombiinstrument (A1)) erfolgt ein entsprechender Eintrag.

Beim Ausfall der Betriebsspannung bleiben die Daten erhalten.

Serviceumfang anzeigen Funktion

GF00.20-P-2010A

Motorölüberwachung Funktion

GF00.20-P-2009C

Restlaufzeit Funktion

GF00.20-P-2008B

Aktives Service System (ASSYST) Bedienhinweise

GF00.20-P-0003-01D

Aktives Service System (ASSYST) Fahrerinformationen

GF00.20-P-0003-02B

Referenzierte Dokumente