A. Fahrzeuge ohne Wartungsrechner ASSYST
Die Wartungsintervalle sind für Service A bei 10.000 km oder 1 Jahr und für Service B bei 20.000 km oder 2 Jahre festgelegt.
Motoröl- und Filterwechsel:
Das Motoröl- und Filterwechselintervall ist abhängig von:
Motorölqualität
Schwefelgehalt im Kraftstoff
Fahrzeugeinsatzart
Bei einem Schwefelgehalt größer 3000 - 8000 ppm (= 0,3 bis 0,8 Gew.-%) Ölwechselintervall wie bei erschwertem Betrieb.
Normaler Betrieb:
Wartung nach Wegstrecke. Fahrzeugeinsatz auf Autobahnen und Schnellstraßen, im Regional- und Überlandverkehr, in Großstädten und Ballungsgebieten.
Erschwerter Betrieb:
Wartungsarbeiten bei Fahrzeugeinsatz, dessen Beanspruchung über das übliche Maß hinausgeht, sind in kürzeren Abständen durchzuführen (z. B. bei regelmäßigen Fahrten auf unbefestigten Straßen, bei extremen Kurzstrecken mit häufigem Motorstopp).
B. Wartungshinweise
Der Wartungsumfang ist dem jeweils gültigen Wartungsblatt und der Wartungsinhalt der einzelnen Wartungsposition den Wartungsbeschreibungen im Werkstatt-Informations-System (WIS) zu entnehmen.
Die Zusatzarbeiten zum Wartungsdienst und die zeitabhängigen Wartungsarbeiten sind am Ende des Wartungsblatts zusammengefasst. Sie sind mit dem Kunden abzusprechen und auf der ersten Seite im Kopfteil anzukreuzen:
Z = Zusatzarbeiten einmalig zum 1. Service A
Z1 = Zusatzarbeiten zum 1. Service B, danach alle 120.000 km
Z9 = Zusatzarbeiten zu jedem 9. Ölwechsel im Motor
ZA = Zusatzarbeiten ab 160.000 km
ZB = Zusatzarbeiten zum Service B
J2 = Zusatzarbeiten alle 2 Jahre
J2 = Zusatzarbeiten alle 2 Jahre oder 100.000 km
J5 = Zusatzarbeiten alle 5 Jahre oder 240.000 km
Die Durchführung der einzelnen Wartungspositionen ist auf dem Wartungsblatt in den Feldern vor den Arbeitstiteln durch Ankreuzen zu dokumentieren.
In den Feldern hinter den Arbeitstiteln ist durch Ankreuzen der Eingangszustand von nicht in Ordnung befindlichen Umfängen zu kennzeichnen.
Die Bestätigung hierfür leistet der Ausführende durch die Unterschrift im Kopfteil des Wartungsblatts.
Das Prüfen der Flüssigkeitsstände der Aggregate (Getriebe, Verteilergetriebe, Vorderachse, Hinterachse) wurde durch eine Sichtkontrolle der Aggregate auf Ölundichtheit ersetzt.
Bei vorhandenen Undichtheiten muss wie bisher die Ursache ermittelt und gegen gesonderten Auftrag beseitigt werden.
C. Wartungsdokumentation
Bei Fahrzeugen mit einem Wartungsheft müssen auf den Bestätigungsseiten die Durchführung der Wartung und gegebenenfalls die Durchführung der Zusatzarbeiten bestätigt werden.
Bei Fahrzeugen mit digitalem Service Booklet (DSB) muss die Durchführung im DSB bestätigt und dem Kunden ein Servicebericht ausgedruckt werden.