SI40.15-P-0003A | Service-Information: Hinweise zum Reifenwechsel | 13.8.08 |
TYP 199, 210, 211, 215, 219, 220, 230, 240 mit CODE (475) Reifendruckkontrolle (Beru)
TYP 164, 211, 216, 219, 221, 230, 251 mit CODE (475) Reifendruckkontrolle (Siemens)
TYP 164, 211, 219, 230, 251 mit CODE (470) Reifendruckkontrolle (Basis)
TYP 171, 204, 209 mit CODE (470) Reifendruckkontrolle (Schrader)
Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass bei unsachgemäßer Handhabung des Reifenwechsels (Demontage und Montage) der Reifendrucksensor in seiner Funktionalität
beeinträchtigt bzw. mechanisch beschädigt werden kann.
In beiden Fällen führt dies zu einem Systemausfall bzw.
Systemfehler der Reifendruckkontrolle. Der Reifendrucksensor muss in diesem Fall erneuert werden.
Bitte unbedingt beachten:
Im Juni 2005 fand bei einigen Baureihen ein Wechsel des Systemlieferanten der Reifendruckkontrolle von Beru auf Siemens statt. Die Bauteile aller Lieferanten sind nicht miteinander kompatibel. Im Falle einer Falsch- oder Mischverbauung einzelner Bauteile, wie z.B. Reifendrucksensoren, ist die Funktionalität des Systems nicht mehr gegeben.
Daher ist es umso wichtiger, dass beim Erneuern eines Reifendrucksensors oder einer Nach-/Umrüstung, nur Reifendrucksensoren des jeweiligen Systemherstellers verwendet werden. Dies gilt insbesondere bei der Übernahme von bestehenden Kompletträdern mit Reifendrucksensoren von einem anderen Fahrzeug.
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In der Regel werden die herbeigeführten Beschädigungen während der Montagearbeiten nicht sofort erkannt. Deshalb ist eine Sichtprüfung der Reifendrucksensoren insbesondere nach einer Demontage der Reifen unabdingbar.
Aufgrund dieses Sachverhaltes sind folgende Hinweise bei der Reifendemontage und Montage unbedingt zu beachten.
Erkennungsmerkmal für Laufräder mit Reifendrucksensoren:
Automobilhersteller verwenden zur Befestigung von Reifendrucksensoren ein Reifenluftdruckventil aus Aluminium (A) an Stelle eines Metallventils (B) oder Gummiventils (C).
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Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, im Sichtbereich des Reifenmontiergerätes einen unübersehbaren Hinweis (siehe Montagevorschrift) anzubringen zum Umgang mit Laufrädern mit Reifendrucksensor beim Reifenwechsel (Demontage/Montage):
Montagevorschrift:
Bei Reifenwechsel (Demontage/Montage) von Laufrädern mit Reifendrucksensoren (Reifendruckkontrollsystem) sind unbedingt folgende Montagevorschriften zu beachten.
(Diese Service-Information sollte angehängt sein).
Nach einem Reifenwechsel, einer Luftdruckveränderung oder einem Radwechsel muss je nach System eine Aktivierung entsprechend der Betriebsanleitung erfolgen.
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A Aluminiumventil
B Metallventil
C Gummiventil
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Demontage
Die Abdrückschaufel des Reifenmontiergerätes darf nicht im Ventilbereich (1) angesetzt werden.
Dies gilt sowohl für die Außen- und Innenseite des Reifens.
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Demontage
Die Abdrückschaufel muss gegenüber dem Ventilbereich (1) angesetzt werden.
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Mögliche Ursachen für Reifendrucksensorbeschädigung bei Demontage von Reifen
Der Montierkopf des Reifenmontiergerätes und Montierhebel dürfen bei der Demontage des Reifens nicht im Ventilbereich (1) und auch nicht auf der gegenüberliegenden Seite angesetzt werden.
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Die erhöhten Wulstkabelkräfte des Reifens drücken auf den
Reifendrucksensor (3) und können diesen ebenfalls beschädigen (siehe nächstes Bild).
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Durch erhöhte Wulstkabelkräfte des Reifens kann der Reifendrucksensor im sichtbaren Bereich (2) und/oder auf der Unterseite brechen.
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Demontage und Montage
Bei der Demontage des Reifens ist der Montierkopf des Montiergerätes ca. 15 cm hinter dem Ventil (1) in Drehrichtung (Pfeil) anzusetzen.
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Bei der Montage des Reifens ist der Montierkopf des Montiergerätes gegenüber dem Ventil (1) anzusetzen.
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Der Reifendrucksensor (3) darf nicht mit Reifenmontierpaste oder Seifenwasser behandelt werden.
Die Montagehilfe (Reifenpaste oder Seifenwasser) darf nur auf dem Felgenhorn und dem Reifenwulst aufgebracht werden, da ansonsten diese in den Reifendrucksensor eindringen und die Funktionalität beeinträchtigen kann. Grundsätzlich sollten beide Komponenten nur leicht benetzt werden.