ra07016010231x

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse Motor 601, 602.91, 603.91

Typ ra · Thema 07.11 · Version 9605 · 1996-01-29

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.11 Dieseleinspritzsystem Reihenpumpe und mechanische Regelung (M/RSF) — Baureihe 601 · Baureihe 602 (Baumuster 91*)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 603 91*

07.1-231 Einspritzdüsen prüfen

Einspritzdüsen ausgebaut 07.1-230

Arbeits-Nr. der Arbeitstexte und Arbeitswerte bzw. Standardtexte und Richtzeiten 07-6712

A. Flächenzapfendüse

B. Lochzapfendüse

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

Einspritzdüse (30)

am Prüfgerät (052) 5 mal kräftig durchpumpen,

dazu Ventil "a" schließen.

Schnarrprüfung

Handhebel "b" langsam betätigen ca. 1 Hub pro

Sekunde.

Strahlprüfung

Bei kurzen schnellen Hüben ca. 2 Hübe pro

Sekunde muß der Strahl ziemlich geschlossen

sein und gut abreißen.

A - Strahlbild strähnig "schlecht"

B - Strahlbild geschlossen "gut"

Vorstrahl

prüfen (nur bei Lochzapfendüsen).

Absperrdruck bzw. Öffnungsdruck

prüfen, dazu Ventil "a" öffnen und Handhebel

"b" langsam mind. 1 Hub pro Sekunde.

Sollwert: 115-125 bar bei neuen Düsen, mind.

100 bar bei gelaufenen Düsen.

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

Sonderwerkzeug

Handelsübliches Werkzeug

Prüfgerät EFEP 60 H

z. B. Firma Bosch
Bestell-Nr. 0 681 200 502

Reinigungsnadel 0,18 mm

z. B. Firma Bosch
Bestell-Nr. KDEP 2900/4

Hinweis

Zum Prüfen darf nur sauberes Prüföl oder fil-

triertes Dieselöl verwendet werden. Beim Prüfen

einer Düse auf keinen Fall mit der Hand in den

Strahl einer Düse kommen. Der Strahl dringt tief

ein und zerstört das Gewebe. Der in das Blut

gelangende Kraftstoff kann eine Blutvergiftung

hervorrufen.

Vorübergehend wurde beim Motor 601.91 die

Flächenzapfendüse "DN 0 SD 265" eingebaut

(anstelle DN 0 SD 261).

Diese Düse hat eine geringfügige Änderung am

Drosselzapfen (41).

Kennzeichen: Grüner Farbpunkt am Düsen-

halter.

Einsatz: November 1984

Typ

Motor

Motor-End-Nr.

mechanisches Getriebe automatisches Getriebe

Fahrgestell-End-Nr.

201.122

601.911

057850 005975

A 156160

124.120

601.912

000386 000024

A 001220

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

Vorübergehend wurde

beim Motor 601.921

die Flächenzapfendüsen

DN 0 SD 261 eingebaut

(anstelle DN 0 SD 240/).

Die Düse hat am

Drosselzapfen (41) eine

schräge Fläche (Pfeil).

Dadurch wird die

Drosselwirkung verbes-

sert.

Kennzeichen: Gelber

Farbpunkt am Düsen-

halter.

Einsatz: September 1984 - November 1984

Typ

Motor

Motor-End-Nr.

mechanisches Getriebe automatisches Getriebe

Fahrgestell-End-Nr.

201.122

601.921

001825-002001 004791-005625

F 027925 - F 054261

Seit August 1989 werden in die Motoren 602,

603 feinstgeschliffene Einspritzdüsen eingebaut.

Einsatz: August 1989

Typ

Motor

Motor-End-Nr.
mech. Getriebe

Motor-End-Nr.
autom. Getriebe

124.125
124.185

124.128

124.130
124.190

124.133
124.193

124.330

124.333
124.393

602.9121)

602.9622)

603.9121)

603.9602)

603.9131)

603.9632)

144201

000093

053162

-

000639

-

021158

000319

034696

023344

000615

001799

201.126

201.128

602.9111)

602.9612)

082780

000177

016395

007086

460.3

460.3

460.3

460.3

602.9301)

602.9311)

602.9391)

602.9311)

001863

000010

000008

000021

000047

-

-

000006

Kennzeichnung 1) 2 grüne Farbpunkte

2) 2 violette Farbpunkte

Motor 601.913 im Typ 202

Zur Verringerung des Schadstoffausstoßes, wird

der Nadeldurchmesser von 6 mm auf 5 mm

reduziert. Ein Einbau in bisher gefertigte Motoren

ist nicht möglich.

A. Flächenzapfendüse

Prüfen

-------------------------------

1 Einspritzdüse am Prüfgerät 5 mal kräftig

durchpumpen. Anschließend Schnarren der

Düse prüfen, dazu Handhebel langsam be-

tätigen (ca. 1 Hub pro Sekunde).

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

2 Strahl prüfen: Bei kurzen schnellen Teil-

hüben (mindestens 2 Hübe pro Sekunde) muß

der Strahl ziemlich geschlossen sein und gut

abreißen.

A Strahlbild geschlossen und gut zerstäubt

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

B Strahlbild aufgerissen, zu breit und strähnig

3 Abspritzdruck prüfen: Sollwert 115-125 bar

bei neuer Düse, mindestens 100 bar bei

gelaufenen Düsen.

Bei langsamer Abwärtsbewegung des Hand-

hebels (mindestens 1 Hub pro Sekunde) am

Manometer Abspritzdruck ablesen.

Absperrhahn muß zu dieser Prüfung offen sein.

B. Lochzapfendüse

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

1 Vor dem Prüfen: Längsbohrung (15) mit

Reinigungsnadel 0,18 mm auf Durchgang

prüfen.

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

2 Einspritzdüsen am Prüfgerät 5 mal kräftig

durchpumpen. Anschließend Schnarren prüfen,

dazu Handhebel langsam betätigen (mindestens

1 Hub pro Sekunde).

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

3 Strahlprüfung: Bei kurzen schnellen Teil-

hüben (ca. 2 Hübe pro Sekunde) muß der Strahl

ziemlich geschlossen sein und gut abreißen.

A Strahlbild geschlossen und gut zerstäubt

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

B Strahlbild aufgerissen, zu breit und strähnig

0231 - Einspritzdüsen prüfen: A. Flächenzapfendüse B. Lochzapfendüse            
	Motor 601, 602.91, 603.91

4 Vorstrahl durch langsames Abwärtsbewegen

des Handhebels (1 Hub 4-6 s) erzeugen.

Es muß ein senkrechter Schnurstrahl aus der

Mittelbohrung (15) austreten.

Hinweis

Bei neuen Düsen ist der Vorstrahl sehr schwie-

rig zu erzeugen, deshalb Längsbohrung mit

Reinigungsnadel 0,18 mm auf Durchgang

prüfen.

5 Abspritzdruck prüfen:

Sollwert: 115-125 bar bei neuer Düse, min-

destens 100 bar bei gelaufener Düse.

Bei langsamer Abwärtsbewegung des Hand-

hebels (ca. 1 Hub pro Sekunde) am Manometer

Abspritzdruck ablesen.

Absperrhahn muß zum Prüfen offen sein.

Referenzierte Dokumente