A1 | Kombiinstrument |
A8/1 | Senderschlüssel |
A80 | Intelligentes Servomodul für DIRECT SELECT (Getriebe 722.9) |
N3/9 | Steuergerät CDI (Dieselmotor) |
N3/10 | Steuergerät ME (Benzinmotor) |
N26/5 | Steuergerät Elektrische Lenkungs-Verriegelung (außer Getriebe 722.9, 724.2, 725) |
N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss |
Y3/8n4 | Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Getriebe 722.9, 724.2, 725) |
CAN B | Innenraum-CAN |
CAN C | Antriebs-CAN |
CAN E1 | Fahrwerk-CAN 1 |
P80.57-2261-81
Stellungen des Senderschlüssels im Steuergerät elektronisches Zündschloss |
A8/1 | Senderschlüssel |
N73 | Steuergerät elektronisches Zündschloss |
P80.57-2206-01
Funktionsvoraussetzungen allgemein
Klemme 30 Ein
Gültiger Senderschlüssel
Fahrberechtigungssystem Stufe 4 (FBS 4) allgemein
Das FBS 4 ermöglicht das Einschalten der Zündung und das Starten des Motors. Das FBS 4 ist ein Verbund von Steuergeräten, die jeweils eigenständig die Berechnung des Fahrberechtigungscodes durchführen und abgleichen. Bei gültigem Abgleich erfolgt die Freigabe eigenständig.
Am FBS 4 sind maßgeblich folgende Steuergeräte beteiligt:
Steuergerät elektronisches Zündschloss
Steuergerät Elektrische Lenkungs-Verriegelung
Steuergerät CDI oder Steuergerät ME
Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung
Intelligentes Servomodul für DIRECT SELECT
Das FBS 4 umfasst folgende Teilfunktionen:
Funktionsablauf Schalten der Klemme 15C (Senderschlüssel in Stellung "A")
Funktionsablauf Schalten der Klemme 15R (Senderschlüssel in Stellung "B")
Funktionsablauf Schalten der Klemme 15 (Senderschlüssel in Stellung "C")
Funktionsablauf Schalten der Klemme 50 (Senderschlüssel in Stellung "D")
Deaktivieren der Klemmen
Funktionsablauf Schalten der Klemme 15C (Senderschlüssel in Stellung "A")
Beim Einstecken des Senderschlüssels in das Steuergerät elektronisches Zündschloss schaltet dieses die induktive Energieübertragung (Spannungsversorgung des Senderschlüssels) ein. Der Senderschlüssel und das Steuergerät elektronisches Zündschloss tauschen verschlüsselte Daten über Infrarot zur Identifikation des Senderschlüssels miteinander aus.
Der Code zur Identifikation wird im Dialog zwischen dem Senderschlüssel und dem Steuergerät elektronisches Zündschloss nach dem so genannten Hash-Verfahren berechnet. Das Steuergerät elektronisches Zündschloss sendet den anderen beteiligten Steuergeräten den Hash-Wert. Die Prüfung, Freigabe und anschließende Rückmeldung erfolgt von jedem Steuergerät separat.
Das Hash-Verfahren ist eine Einwegeverschlüsselung, mit der verhindert wird, dass das Fahrzeug mit einem ungültigen Senderschlüssel gestartet werden kann. Bei diesem Verfahren wird aus einer Zahlenkombination eine neue Zahlenkombination berechnet. Umgekehrt ist eine Berechnung praktisch unmöglich. Bereits berechnete Zahlenkombinationen können durch erneute Berechnungen nicht noch einmal entstehen.
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss berechnet bereits die nächsten Hash-Werte. Nach Abschluss dieser Berechnung schaltet das Steuergerät elektronisches Zündschloss die Energieübertragung ab.
Nach positiver Identifikation des Senderschlüssels erfolgen:
Einschalten der Schlüsselpositionserkennung
Wecken des CAN
Ausgabe der Klemme 15C
Entriegelung der Lenkungsverriegelung durch das Steuergerät Elektrische Lenkungs-Verriegelung
Bei entladener Batterie des Senderschlüssels kann das Fahrzeug dennoch gestartet werden. Die Tasten des Senderschlüssels sind nicht aktiv, solange dieser im Steuergerät elektronisches Zündschloss steckt. Bei Benutzung eines ungültigen Senderschlüssels wird im Kombiinstrument eine Meldung ausgegeben.
Funktionsablauf Schalten der Klemme 15R (Senderschlüssel in Stellung "B")
Durch Drehen des Senderschlüssels in Stellung "B" erfolgt das Ansteuern der Klemme 15R. Der Klemmenstatus Klemme 15R wird über alle CAN-Busse ausgegeben.
Die Lenkungsverriegelung wird vom Steuergerät Elektrische Lenkungs-Verriegelung gesichert. Der Senderschlüssel kann ab Stellung "B" nicht mehr abgezogen werden.
Funktionsablauf Schalten der Klemme 15 (Senderschlüssel in Stellung "C")
Durch Drehen des Senderschlüssels in Stellung "C" erfolgt das Ansteuern der Klemme 15. Der Klemmenstatus Klemme 15 wird über alle CAN-Busse ausgegeben. Stromintensive Verbraucher werden mit Klemme 15X versorgt.
Parallel dazu erfolgt eine verschlüsselte FBS 4-Anfrage an das Steuergerät ME oder Steuergerät CDI, an das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung und an das Intelligente Servomodul für DIRECT SELECT.
Funktionsablauf Schalten der Klemme 50 (Senderschlüssel in Stellung "D")
Durch Drehen des Senderschlüssels in Stellung "D" erfolgt die Ansteuerung des Starters (M1) durch das Steuergerät CDI oder das Steuergerät ME. Der Klemmenstatus Klemme 50 wird über alle CAN-Busse ausgegeben. Die Klemme 15X wird so lange vom entsprechenden CAN abgegriffen, bis die Klemme 50 wieder aus ist und der Motor läuft (ggf. Zeitsteuerung).
Beim Abschalten der Klemme 15X werden elektrische Verbraucher abgeschaltet, um den Motorstart zu erleichtern. Der Senderschlüssel wird nach dem Loslassen automatisch wieder in Stellung "C" zurückgedreht.
Deaktivieren der Klemmen
Das Zurückdrehen des Senderschlüssels nach links bewirkt das Abstellen des Motors. Vom Steuergerät elektronisches Zündschloss werden hierbei folgende Funktionen realisiert:
Senderschlüssel in Stellung "B"
Klemme 15 und Klemme 15X Aus
Senderschlüssel in Stellung "A"
Klemme 15R Aus
Senderschlüssel kann abgezogen werden, Lenkungsverriegelung wird vom Steuergerät Elektrische Lenkungs-Verriegelung verriegelt
Das Steuergerät elektronisches Zündschloss kann beim erneuten Start, ohne dass der Senderschlüssel zuvor abgezogen wurde, eine neue Abfrage zur Identifikation des Senderschlüssels anfordern.
TYP 212 mit GETRIEBE 722.9, 724, 725
ab Modell-J. 2014
Das Getriebe wechselt automatisch in die Parkstellung, wenn im Stillstand die Fahrertür geöffnet oder der Senderschlüssel abgezogen wird.
TYP 212 mit GETRIEBE 722.9
ab Modell-J. 2014
Bei fehlerhafter oder nicht zu Stande kommender Kommunikation zwischen dem Steuergerät elektronisches Zündschloss und dem Intelligenten Servomodul für DIRECT SELECT, erfolgt die Ansteuerung über den Notpfad. Dabei wird die Bordnetzspannung auf den Notpfad geschaltet und die Parkstellung eingelegt.
Nach Fehlerbehebung werden die elektrischen und die mechanischen Bestandteile dieser Funktion wieder synchronisiert.
Referenzierte Dokumente
- gf8000p9999fl Übersicht Systembauteile Diebstahlschutz und Verriegelung