gf4231p0001rt

Brake Assist (BAS) Funktion

Typ gf · Thema 42.31 · Version 0101 · 2008-03-18

Gültig für: TYP 251 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 42 Bremsen-Hydraulik und Mechanik › 42.31 Brake Assist (BAS) — Baureihe 251

GF42.31-P-0001RT

Brake Assist (BAS) Funktion

18.3.08

TYP 251 bis Modell-J. 08 /AEJ 07

Brake Assist (BAS) Funktion

P42.31-0210-11

a Unzureichende Bremsung

b Zögerliche Bremsung

c BAS-Bremsung

Beim Typ 251 ist die BAS-Funktion im Steuergerät ESP (N47-5) integriert.

Untersuchungen mit Normalfahrern im Fahrsimulator und auf der Teststrecke haben gezeigt, dass die meisten Fahrer in Notbremssituationen, vor allem in der Anfangsphase der Bremsung, das Bremspedal zwar schnell, aber nicht stark genug betätigen.

Man unterscheidet:

Zögerliche Bremsung - der Fahrer bringt in der Anfangsphase zu wenig Pedalkraft auf und steigert sie zu langsam.

Unzureichende Bremsung - der Fahrer bringt während der gesamten Bremsung zu wenig Pedalkraft auf.

Um diese Situationen zu verbessern, wurde der Brake Assist (Bremsassistent) entwickelt.

Der ”Brake Assist” BAS (Bremsassistent) ist ein aktives Sicherheitssystem. Er wird aktiv, wenn der Fahrer in einer Notsituation sehr schnell bremst. Anhand der Geschwindigkeit, mit der das Bremspedal betätigt wird, erkennt das System, ob eine Notbremssituation vorliegt.

Ist dies der Fall, wird ein Magnetventil im Bremskraftverstärker geöffnet und dadurch die volle Verstärkerkraft aktiviert. Löst der Fahrer die Bremse, so wird dies erkannt und das Magnetventil wieder geschlossen.

Vorteile

Mindert durch optimale Bremsverzögerung das Unfallrisiko in Gefahrensituationen und unterstützt dadurch den Fahrer erheblich.

Unterstützt das ABS durch größtmögliche Bremskraftunterstützung.

ABS behält die volle Lenkfähigkeit auch bei BAS-Eingriff.

Verkürzt bei zögerlicher oder unzureichender Bremsung den Bremsweg wesentlich.

Brake Assist (BAS) Funktion

P42.31-2063-01

A7/7 Bremskraftverstärker BAS

A7/7b1 Membranwegsensor BAS

A7/7s1 Löseschalter BAS

A7/7y1 Magnetventil BAS

Funktionsübersicht

Der normale Bremskraftverstärker verstärkt proportional die Fußkraft des Fahrers. Wird nicht gebremst, so herrscht in beiden Kammern Unterdruck, der vom Motor erzeugt wird. Durch ein mechanisches Steuerventil im Bremskraftverstärker, das von der Fußkraft betätigt wird, strömt beim Bremsen Luft unter Atmosphärendruck in die hintere Kammer. Die entstandene Druckdifferenz zwischen beiden Kammern und damit auch die erzeugte Verstärkungskraft sind dabei proportional der Fahrerfußkraft. Die Verstärkung der Fußkraft erfolgt bis zu dem Punkt, bei dem der volle Atmosphärendruck in der hinteren Kammer herrscht.

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Beim Bremskraftverstärker BAS ist die Basisausführung durch folgende Teile erweitert:

Membranwegsensor BAS zur Messung des Bremspedalweges

Magnetventil BAS zur aktiven Ausführung der Bremskraftunterstützung

Löseschalter BAS zum Erkennen der Beendigung des Bremsvorgangs

Steuergerät ESP zum Erfassen der Werte und zum Ansteuern des BAS-Bremseneingriffs

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Nach dem Motorstart findet eine Fahrzeugidentifikation und eine Selbstkontrolle des Systems statt. Der BAS ist funktionsbereit, wenn kein Fehler vorliegt und das Fahrzeug nach dem Anfahren eine Geschwindigkeit von 8 km/h überschreitet. Eine Zuschaltung des BAS ist herab bis zu einer Geschwindigkeit von 3 km/h möglich.

Im Steuergerät ESP wird die Betätigungsgeschwindigkeit des Bremspedals und die Fahrzeuggeschwindigkeit erfasst.

Ist die Pedalgeschwindigkeit größer als der für die jeweilige Fahrzeuggeschwindigkeit vorgegebene Schwellwert, wird das Magnetventil BAS im Bremskraftverstärker angesteuert und somit die volle Verstärkerkraft erreicht.

Bei einem Defekt kommt der BAS nicht zum Einsatz (Anzeige durch Warnleuchte ESP (A1e41) (im Kombiinstrument (A1)). Die normale Funktion des Bremskraftverstärkers wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Bremsung BAS Funktion

GF42.31-P-2000RT

Referenzierte Dokumente