GF42.25-W-2011A | Überwachung der Bremssteuerung Funktion | 5.12.06 |
TYP 970, 972, 974, 975, 976
mit CODE (BB1) Bremssteuerung (BS)
ausser CODE (ZX2) EPB II
TYP 970, 972, 974, 975, 976
mit CODE (BB8) Bremssteuerung (BS) mit ASR
ausser CODE (ZX2) EPB II
Die Bremssteuerung (BS) verfügt über eine interne elektronische Überwachung, die die Betriebssicherheit des gesamten Systems in jeder Betriebssituation gewährleistet.
Die elektronische Überwachung gliedert sich in drei Sicherheitsebenen.
In der Sicherheitsebene "1" werden nur interne Fehler des Steuergerätes Bremssteuerung (BS) erfasst. Entdeckte Fehler betreffen grundsätzlich die elektropneumatische Bremsregelung und führen daher zu einer sofortigen Abschaltung der Funktion.
In der Sicherheitsebene "2" werden Umgebungsfehler erfasst. Zur Umgebung gehören die Sensoren, die Druckregelmodule, die Drucksteuer- und Magnetventile und deren Zuleitungen. Da Umgebungsfehler am häufigsten auftreten, wird beim Ausfall eines oder mehrerer Bauteile stets der Erhalt von Teilfunktionen angestrebt.
In der Sicherheitsebene "3" werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt. Dabei werden z. B. die zeitlichen Abläufe der Bauteilansteuerungen bewertet. Physikalisch unsinnige Verläufe führen zur Abschaltung der entsprechenden Teilfunktion.
In den Sicherheitsebenen erfasste Fehler werden entsprechend ihrer Schwere im Fehlerspeicher des Wartungssystems (WS) abgelegt und im Instrument angezeigt.
Die Sicherheit der Betriebsbremse beim Ausfall von Teilfunktionen oder beim Totalausfall der elektropneumatischen Bremsregelung wird durch den pneumatischen Teil des Bremswertgebers und den Redundanzkreis an der Vorder- und Hinterachse jederzeit gewährleistet.
Vor dem Abschalten der gesamten elektropneumatischen Bremsregelung wird vom Steuergerät Bremssteuerung (BS) intern grundsätzlich überprüft, ob der Erhalt von Teilfunktionen möglich ist.
Referenzierte Dokumente
- gf4225w3116mb Steuergerät Bremssteuerung (BS) Anordnung/Aufgabe