D42.10-0055-12
Niedriger Bremsdruck
1 Nachstellschraube
2 Feder
3 Kugellager
4 Feder
5 Nachstellmutter
6 Kolben (Primärkolben)
7 Sekundärkolben
A Stellung A der Gewindeflanke
B Stellung B der Gewindeflanke
C Kontaktfläche
D42.10-0054-12
Hoher Bremsdruck
1 Nachstellschraube
2 Feder
3 Kugellager
4 Feder
5 Nachstellmutter
6 Kolben (Primärkolben)
7 Sekundärkolben
8 Reibscheiben
A Stellung A der Gewindeflanke
B Stellung B der Gewindeflanke
C Kontaktfläche
Funktion
Die Nachstellung der Feststellbremse erfolgt während der ersten Phase bei Betätigung der Betriebsbremse d. h. wenn der hydraulische Druck im Bremssystem noch niedrig ist. Ab einem bestimmten Druck kann sich die Nachstellmutter nicht mehr verdrehen. Die Nachstellung erfolgt, wenn das Lüftspiel durch Bremsbelag- und Bremsscheibenverschleiß größer als das Grundlüftspiel geworden ist.
I Niedriger Bremsdruck
Beim Betätigen der Betriebsbremse wird der Kolben (6) in Richtung Bremsklotz gedrückt. Die Nachstellmutter (5) folgt dieser Bewegung und die Nachstellschraube (1) bleibt durch die Kraft der Feder (2) in entgegengesetzter Richtung gedrückt. Wegen der Ausformung des Schraubenkopfes kann sich die Nachstellschraube nicht drehen. Die Gewindeflanke der Nachstellmutter wird von Stellung A nach Stellung B verschoben.
Bei weiterer Bewegung des Kolbens (6) wird das Gewinde der Nachstellmutter (5) gegen das Gewinde der Nachstellschraube (1) gepreßt und der Kolben löst sich von der Kontaktfläche C. Die Feder (4) wird dabei etwas komprimiert, die Feder (2) ist jedoch so stark, daß die Nachstellschraube in eingedrückter Lage bleibt.
Da die Nachstellmutter (5) am Kugellager (3) anliegt und sich von der Kontaktfläche C gelöst hat, kann sie sich im Gewinde der Nachstellschraube drehen und nach außen verschieben. Dadurch wird die wirksame Länge der Nachstellschraube vergrößert, die damit den längeren Hub des Federspeicher-Bremszylinders kompensiert.
II Hoher Bremsdruck
Die automatische Nachstellung erfolgt nur bei niedrigem Bremsdruck.
Wenn der hydraulische Druck im Bremssystem ein bestimmtes Niveau überschreitet, wird der Sekundärkolben (7) im Verhältnis zum Kolben (6) in Richtung Bremsklotz gedrückt.
Der Sekundärkolben (7) drückt über die Reibscheiben (8) und den Sicherungsring auf die Nachstellmutter (5), die dadurch gegen die Kontaktfläche C des Kolbens (6) gepreßt wird.
Die Reibung an der Kontaktfläche wird dadurch größer und verhindert ein weiters Drehen der Nachstellmutter (5).
Durch den Bremsdruck auf den Sekundärkolben (7) wird die Einstellschraube über das Gewinde der Nachstellmutter mit nach außen gezogen; somit kann keine Nachstellung erfolgen.
Referenzierte Dokumente
- gf4210l6002a Schwimmrahmen-Scheibenbremse Funktion
- gf4220l2002a Feststellbremse Anpressen/Lösen Funktion