gf4015p0002le

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Funktion

Typ gf · Thema 40.15 · Version 0100 · 2008-05-05

Gültig für: TYP 221.0 /1, 216.3 ab Modell-J. 09 /AEJ 08 ausser CODE (494) USA-Ausführung'

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 40 Räder, Fahrwerkvermessung › 40.15 Reifendruck und -überwachung — Baureihe 216 (Baumuster 3**) · Baureihe 221 (Baumuster 0**, 1**)

GF40.15-P-0002LE

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Funktion

5.5.08

TYP 221.0 /1, 216.3
ab Modell-J. 09 /AEJ 08
ausser CODE (494) USA-Ausführung

Funktionsvoraussetzungen allgemein

Kl. 15 Ein

Fahrzeuggeschwindigkeit v > 15 km/h

Querbeschleunigung und Längsbeschleunigung a < 1 m/s2

System RDW allgemein

Das System RDW erkennt einen deutlichen Druckverlust an einem Reifen und zeigt daraufhin im Kombiinstrument (A1) eine Warnmeldung an. Das System RDW ist funktional in das Steuergerät ESP (N47-5) integriert.

Der Klemmenstatus Kl. 15 wird dem Steuergerät ESP vom Steuergerät EZS (N73) über den Fahrwerk-CAN bereitgestellt.

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Das System RDW setzt sich aus folgenden Teilfunktionen zusammen:

Funktionsablauf Reifendruckverlusterkennung

Funktionsablauf Fahrerinformationen

Funktionsablauf Reifendruckverlusterkennung

Das Steuergerät ESP wertet die Signale folgender Bauteile zur Erkennung eines Reifendruckverlustes aus:

– Drehzahlgeber vorn links (L6/1)

– Drehzahlgeber vorn rechts (L6/2)

– Drehzahlgeber hinten links (L6/3)

– Drehzahlgeber hinten rechts (L6/4)

– Sensor Drehgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung (B24/15)

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Die Reifendruckverlusterkennung wird über den Abrollumfang der Reifen realisiert, da dieser vom Reifenluftdruck abhängt.

Das Steuergerät ESP liest die Signale der Drehzahlgeber direkt ein und wertet auftretende Drehzahlunterschiede aus. Zusätzlich werden die Querbeschleunigung und Längsbeschleunigung des Fahrzeuges in die Berechnung mit einbezogen. Hierfür liest das Steuergerät ESP die Daten des Sensors Drehgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung über Fahrdynamik-CAN ein.

In nachfolgenden Situationen ist die Funktion der RDW teilweise eingeschränkt:

– In Steilkurven oder auf Straßen mit großer Querneigung (typisch > 7°)

– Bei erkannten Hardwarefehlern (z. B. im Steuergerät ESP, Ausfall von Sensoren) wird das System stillgelegt

– Sportliche Fahrweise (hohe Kurvengeschwindigkeit, starke Beschleunigung)

– Montierte Schneeketten oder winterliche Straßenverhältnisse

– Loser Untergrund (Sand, Kies usw.)

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– Bei Regeleingriffen durch das Antiblockiersystem (ABS), die Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR) oder das Elektronische Stabilitäts Programm (Electronic-Stability-Program) (ESP)

Funktionsablauf Fahrerinformationen

Eine Warnung erfolgt ab einem Druckverlust von ca. 30 bis 50 % an einem Rad. Die Fahrerinformationen erfolgen über die Multifunktionsanzeige (A1p13) des Kombiinstruments.

Der Status der RDW wird vom Steuergerät ESP über Fahrwerk-CAN an das Steuergerät Zentrales Gateway (N93) gesendet, welches das Signal auf den Zentral-CAN routet. Dieses Signal wird vom Kombiinstrument eingelesen, welches dann eine entsprechende Meldung ausgibt. Eine eventuelle Warnung ohne Positionsangabe erfolgt erst nach einigen Minuten Fahrt. In den darauffolgenden Zündungsläufen wird eine Erinnerungsmeldung angezeigt, solange das System RDW nicht neu gestartet worden ist. Das System RDW muss über das Bedienmenü im Kombiinstrument neu gestartet werden, nachdem ein oder mehrere Reifen gewechselt oder die Reifendrücke verändert wurden. Eine anstehende Warnmeldung wird dadurch gelöscht.

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Die Aktivierung des Neustarts erfolgt über die Tastergruppe Multifunktionslenkrad links (S110) und die Tastergruppe Multifunktionslenkrad rechts (S111). Diese Anforderung wird über Lenkungs-LIN vom Mantelrohrmodul (N80) eingelesen und über Fahrwerk-CAN an das Steuergerät Zentrales Gateway gesendet, welches das Signal auf den Zentral-CAN routet.

Das Kombiinstrument empfängt das Signal und sendet daraufhin über das Steuergerät Zentrales Gateway die Anforderung zum Neustart des Systems RDW an das Steuergerät ESP. Nach dem Neustart folgt die Einlernphase.

Dabei werden die relativen Abrollumfänge der Reifen in bis zu sieben verschiedenen Geschwindigkeitsintervallen (zwischen
v = 15 und 250 km/h) eingelernt.

Während des Lernvorgangs ist die RDW nicht aktiv.

Gleichmäßige Druckverluste an allen vier Reifen (z. B. durch Diffusion) können nicht erkannt werden. Fehlbedienungen durch den Fahrer können ebenfalls nicht erkannt werden (z. B. Neustart der RDW bei deutlich zu geringem Reifenluftdruck).

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Anordnung der Bauteile

GF40.15-P-0002-01LE

Funktionsschema Elektrik Reifendruckverlust-Warnung (RDW)

Typ 216

PE40.15-P-2051-97CAA

Typ 221

PE40.15-P-2051-97SAA

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Blockschaltbild

GF40.15-P-0002-02LE

Reifendruckverlust-Warnung (RDW) Fahrerinformation

GF40.15-P-0002-03LE

Kombiinstrument Bauteilbeschreibung

A1

GF54.30-P-6000LE

Sensor Drehgeschwindigkeit, Quer- und Längsbeschleunigung Bauteilbeschreibung

B24/15

GF42.45-P-4810LE

Steuergerät ESP Bauteilbeschreibung

N47-5

GF42.45-P-5118LE

Steuergerät EZS Bauteilbeschreibung

N73

GF80.57-P-6003LE

Mantelrohrmodul Bauteilbeschreibung

N80

GF54.21-P-6050LE

Steuergerät Zentrales Gateway Bauteilbeschreibung

N93

GF54.21-P-4170LE

Referenzierte Dokumente