Startersystem
Der Motor ist nicht in der Lage, den ersten Verbrennungstakt ohne Energie von außen auszulösen. Der Starter unterstützt das Anlassen des Motors, indem er den Zahnkranz und damit die Kurbelwelle dreht.
Der Starter muss die begrenzte Batterieleistung nutzen, um ein sehr großes Drehmoment zu erzeugen. Gleichzeitig muss er kompakt und leicht sein.
Um den Motor anzulassen, muss die Drehzahl der Kurbelwelle größer sein als die Mindest-Starterdrehzahl. Die für das Anlassen des Motors benötigte Mindest-Starterdrehzahl ist abhängig von der Bauweise des Motors und den Betriebsbedingungen.
Starter-Schaltkreis |
B | Starter |
C | SP 210/Masse |
D | K9 Starterspulenrelais |
E | Zündschalter |
F | Steuergerät (SR) |
G | Batterie |
Y15.30-0091-06
Starterkomponenten
Das Fahrzeug verfügt über einen Starter mit Planetenuntersetzungsgetriebe, der aus den folgenden Komponenten besteht:
1) Magnetschalter |
B1 | Hauptkontakt |
B2 | Stößel |
B3 | Rückstellfeder |
B4 | Stößelschaft |
B5 | Einzugsspule |
B6 | Haltespule |
B7 | Antriebsfeder |
Y15.30-0047-01
Der Magnetschalter dient als Hauptschalter für den Stromlauf zum Motor und steuert das Kegelrad (Ausrücken / Einziehen).
Die Einzugsspule verfügt über eine dickere Drahtwicklung und eine stärkere magnetomotorische Kraft als die Haltespule.
Fahrzeug-Starter verfügen üblicherweise über eine Antriebseinheit und eine Magnetspule sowie über einen Einrückhebel, der die Magnetspule mit der Antriebseinheit verbindet. Wird eine Magnetspule unter Spannung gesetzt, fährt der Magnetstößel aus und betätigt dabei den Einrückhebel, wodurch ein Kegelrad des Starters und ein Schwungrad des Motors eingerückt werden. Fahrzeug-Starter mit einem Selbststart-Einrücksystem müssen vor dem eigentlichen Kurbeln eine beträchtliche Stromstärke liefern, um das Starter-Kegelrad in Rotation zu versetzen und um das Kegelrad und das Schwungrad einzurücken.
Der IMS ist im Grunde eine kleine Magnetspule, die am Starter montiert ist, um die Magnetschalterklemme mit Strom zu versorgen und die auf die Zündkabelanschlüsse des Fahrzeugs wirkende Strombelastung zu reduzieren.
2) Anker und Kugellager |
C1 | Kugellager |
C2 | Ankerspule |
C3 | Ankerkern |
C4 | Kollektor |
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Der Anker erzeugt eine Drehbewegung des Motors und das Kugellager unterstützt die hohe Drehzahl des Ankers.
3) Gelenkgabel-Montagegruppe |
D1 | Gelenkgabel |
D2 | Polkern |
D3 | Feldspule |
D4 | Bürste |
Y15.30-0049-01
Die Gelenkgabel-Montagegruppe dient als Außenmantel für die Feldspule und den Polkern sowie als Durchgang für die Magnetkraftlinien. Sie erzeugt außerdem das für den Motorbetrieb erforderliche Magnetfeld. Die Feldspule ist mit der Ankerspule in Reihe verbunden.
4) Bürste und Bürstenhalter |
E1 | Bürste |
E2 | Bürstenfeder |
E3 | Gehäusemasse |
E4 | Bürstenhalter |
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Die durch die Bürstenfedern gegen den Kollektoranker gedrückten Bürsten bewirken einen Stromfluss von der Spule zum Anker in eine bestimmte Richtung. Die Bürste besteht aus Kupfer und Kohlenstoff und weist eine hervorragende Leitfähigkeit und Abriebfestigkeit auf. Wird Druck auf die Bürste ausgeübt, drücken die Bürstenfedern wiederholt auf den sich zu schnell drehenden Anker und der Anker kommt zum Stehen kurz nachdem der Starter anhält.
5) Planetenuntersetzungsgetriebe |
F1 | Zahnradtrieb |
F2 | Losrad |
F3 | Kupplungszahnrad |
F4 | Kugellager |
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Das Planetenuntersetzungsgetriebe erhöht das Drehmoment, indem es die Drehkraft des Motors auf das Kegelrad überträgt.
Das Planetenuntersetzungsgetriebe, in das ein Freilauf integriert ist, trägt auch zur Reduzierung der Motordrehzahl bei.
6) Freilauf |
G1 | Keilwelle |
G2 | Kupplungsrolle |
G3 | Rückstellfeder |
G4 | Kupplungszahnrad |
G5 | Kegelradwelle |
G6 | Kegelrad |
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Der Freilauf unterstützt die Übertragung der Motordrehung an den Fahrzeugmotor mittels des Kegelrads.
Es handelt sich dabei um einen Rollen-Freilauf mit einer Drehrichtung, um den Starter vor Beschädigungen durch die hohen Drehzahlen beim Motorstart zu schützen.
7) Kegelrad und schrägverzahnte Keilwellennut |
H1 | Keilwelle |
H2 | Kegelrad |
H3 | Zahnkranz |
H4 | Kegelradwelle |
H5 | Schrägverzahnte Keilwellennut |
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Das Kegelrad und der Zahnkranz unterstützen die sichere Übertragung der Rotationskraft des Starters auf den Motor. Das Kegelrad ist schrägverzahnt, was ein hervorragendes Einrücken sicherstellt. Die schrägverzahnte Keilwellennut wandelt die Rotationskraft des Motors in die Antriebskraft des Kegelrads um und unterstützt das Ein- und Ausrücken des Kegelrads.