gf0900p2000og

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0106 · 2012-11-29

Gültig für: MOTOR 642.8 im TYP 204, 207, 212, 218

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 204 · Baureihe 207 · Baureihe 212 · Baureihe 218

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 8**

GF09.00-P-2000OG

Aufladung Funktion

29.11.12

MOTOR

642.8 im TYP 204, 207, 212, 218

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87M EIN (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt. Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler. Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet. Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler.

Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Ladeluftverteilerrohr weiter.

Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung.

Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

– Ladedrucksensor (B5/1)

– Kühlmittel-Temperatursensor (B11/4) (Typ 204, Typ 207, Typ 212), Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4) (Typ 218)

– Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

– Drucksensor nach Luftfilter (B28/5)

– Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

– Einspritzmenge, wird über die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in den Rails bestimmt. Der Kraftstoffdruck in den Rails wird über den Raildrucksensor (B4/6) erfasst.

– Abgasdrucksensor (B60), für den Abgasdruck in der Abgasanlage

– Hallsensor Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

– Atmosphärendrucksensor, zur Erfassung des Umgebungsluftdrucks

Funktionsablauf Aufladung

Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit von dem Ladedruckkennfeld den Ladedrucksteller (Y77/1) mit einem pulsweitenmodulierten Signal (PWM-Signal) an. Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt.

Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.

Der Ladedruck wird vom Ladedrucksensor ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.

Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasgegendruck durch den Abgasgegendrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht.

Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung Typ 204

PE09.00-P-2050-97FAH

Funktionsschema Elektrik Aufladung Typ 207

PE09.00-P-2050-97EAF

Funktionsschema Elektrik Aufladung Typ 212

PE09.00-P-2050-97DAF

Funktionsschema Elektrik Aufladung Typ 218

PE09.00-P-2050-97XAA

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-P-9997OG

Referenzierte Dokumente