MOTOR | 642.8 im TYP 204, 207, 212, 218 |
Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein
Klemme 87M EIN (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Aufladung allgemein
Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.
Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt. Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler. Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und dem daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet. Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler.
Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Ladeluftverteilerrohr weiter.
Die Steuerung der Abgasturboaufladung erfolgt über die Ladedruckregelung.
Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:
– Ladedrucksensor (B5/1)
– Kühlmittel-Temperatursensor (B11/4) (Typ 204, Typ 207, Typ 212), Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4) (Typ 218)
– Temperatursensor Ladeluft (B17/8)
– Drucksensor nach Luftfilter (B28/5)
– Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)
– Einspritzmenge, wird über die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in den Rails bestimmt. Der Kraftstoffdruck in den Rails wird über den Raildrucksensor (B4/6) erfasst.
– Abgasdrucksensor (B60), für den Abgasdruck in der Abgasanlage
– Hallsensor Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl
– Atmosphärendrucksensor, zur Erfassung des Umgebungsluftdrucks
Funktionsablauf Aufladung
Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit von dem Ladedruckkennfeld den Ladedrucksteller (Y77/1) mit einem pulsweitenmodulierten Signal (PWM-Signal) an. Über das Regelgestänge des Ladedruckstellers wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt.
Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf die Turbine strömt. Damit passen sie den an der Turbine anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Abgasturboladers wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt.
Der Ladedruck wird vom Ladedrucksensor ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet.
Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers wird die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasgegendruck durch den Abgasgegendrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht.
Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.
Referenzierte Dokumente
- gf0716p9997og Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogb Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogf Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogg Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogr Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogs Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogt Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogw Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogx Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716p9997ogy Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)