gf0753l2004va

Fahrbetrieb MSM Funktion

Typ gf · Thema 07.53 · Version 0100 · 2003-03-12

Gültig für: MOTOR 166.961 /991 im TYP 414.700

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.53 Benzin-Einspritz- und Zündsystem MSM — Baureihe 166 (Baumuster 961, 991) · Baureihe 414 (Baumuster 700)

GF07.53-L-2004VA

Fahrbetrieb MSM Funktion

10.8.00

MOTOR 166.961 /991 im TYP 414.700

Im normalen Fahrbetrieb wird die Einspritzmenge abhängig von der Fahrpedalstellung und der Drehzahl geregelt.

Es darf jedoch nicht immer die vom Fahrer gewünschte Kraftstoffmenge eingespritzt werden.

Dies hat folgende Gründe:

Schadstoffemission zu hoch

mechanische Überbeanspruchung aufgrund Überdrehzahl oder zu hohen Drehmoments

thermische Überlastung (Kühlmittel-, oder Öltemperatur zu hoch)

Über das Signal des Positionsgebers Kurbelwelle erkennt das Motorsteuergerät die Motordrehzahl. Zum Schutz des Motors und des Antriebsstranges wird bei folgenden Bedingungen die Drehzahl durch Abschalten der Kraftstoff-Einspritzventile begrenzt:

1 Drehmomentwandlerschutz in Wählhebelstellung P/N

Um den Drehmomentwandler in den Wählhebelstellungen P und N (kein Kraftschluss) vor erhöhtem statischen Innendruck zu schützen, wird die Motordrehzahl begrenzt (z.B. auf ca. 4000/min).

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2 Motorhöchstdrehzahlbegrenzung im Fahrbetrieb

Um den Motor vor den Folgen unzulässig hoher Drehzahlen zu schützen, wird die Motordrehzahl auf 6000/min begrenzt.

Der Fahrbetrieb wird am Geschwindigkeitssignal erkannt.

Um die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen, wird beim Erreichen von 180 bzw. 200 km/h eine Abschaltung der Einspritzventile aktiviert.

3 Sicherheitskraftstoffabschaltung (nur in Verbindung mit TPM)

Ist die Drosselklappe weiter geöffnet als vom Fahrpedal vorgegeben und liegt kein Tempomatbetrieb vor, werden vom Motorsteuergerät bei Motordrehzahlen >1400/min die Kraftstoff-Einspritzventile abgeschaltet und bei <1200/min wieder angesteuert (Sägen).

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Beschleunigungsanreicherung

Bei einer plötzlichen Betätigung oder einem Loslassen des Fahrpedals, ergibt sich eine große Änderungsgeschwindigkeit der Einspritzmenge und des Motordrehmoments.

Durch diesen Lastwechsel entstehen Ruckelschwankungen, die eine Schwankung der Motordrehzahl bewirken.

Das Steuergerät Motorsteuergerät mit integrierter Drosselkklappe (N3/18) ermittelt nun aus dem Signal des Positionsgebers Kurbelwelle (L5) diese Motordrehzahlungleichförmigkeiten. Die Ruckelschwankungen werden durch eine aktive Ruckeldämpfung verringert, indem bei ansteigender Drehzahl weniger und bei abfallender Drehzahl mehr Kraftstoff eingespritzt wird.

Schubabschaltung

Die Schubabschaltung

verbessert das Abgasverhalten im Schiebetrieb

erhöht die Bremswirkung des Motors im Schiebetrieb

reduziert den Kraftstoffverbrauch

Das Motorsteuergerät schaltet im Schiebebetrieb die Kraftstoff-Einspritzventile ab, wenn:

Kühlmitteltemperatur >40 °C

Motordrehzahl >2100/min

Drosselklappe geschlossen

Tempomat ”AUS”

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Die Kraftstoff-Einspritzventile werden wieder zugeschaltet, wenn:

Motordrehzahl <1300/min

Drosselklappe geöffnet

Tempomat ”EIN”

Teil-, Volllastbetrieb

Teillastbetrieb: bei betriebswarmem Motor zusammen mit der Lambda-Regelung für optimale Abgaswerte und günstigen Kraftstoffverbrauch sorgen.

Volllastbetrieb: bei voll geöffneter Drosselklappe für das maximale Motordrehmoment sorgen. Dazu wird die Einspritzzeit entsprechend verlängert.

Der Motor erhält kennfeldabhängig die jeweilige Kraftstoffmenge zugeteilt. Die Volllastanreicherung wird oberhalb eines Drosselklappenwinkels von 80% ermittelt.

Die Kraftstoffmenge ist abhängig von:

Kühlmitteltemperatur

Ansauglufttemperatur

Motordrehzahl

Motorlast

Lambda-Regelung

Korrekturprogrammierung mit STAR DIAGNOSIS

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Getriebeüberlastschutz (bei Fahrzeugen mit automatischem Getriebe)

Um das Getriebe bei Lastschaltungen im oberen Drehzahlbereich vor thermischer Überlastung zu schützen, wird während den Schaltvorgängen das Motordrehmoment durch kurzzeitiges Verstellen der Zündung in Richtung "Spät" reduziert. Dazu erhält das Motorsteuergerät vom Steuergerät FGS über den CAN-Datenbus ein Signal.

Lambda-Regelung MSM Funktion

GF07.53-L-3011VA

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge MSM Funktion

GF07.53-L-3017VA

Zweisondenregelung MSM Funktion

GF07.53-L-3020VA

KAT-Aufheizung MSM Funktion

GF07.53-L-3032VA

O2-Sondenheizung Funktion

GF07.61-L-3025VA

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge mit Inkrementsteuerung Funktion

GF07.61-L-4010VA

Überhitzungs-/Klingelschutz Funktion

GF07.61-L-4027VA

Lufteinblasung Funktion

GF14.30-L-3012VA

Antiklopfregelung Funktion

GF15.12-L-4024VA

Kraftstoffförderung Funktion

GF47.20-L-4103VA

Kraftstoffverdunstungsanlage Funktion

GF47.30-L-3013VA

Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.04-L-4116VA

Hall-Geber Nockenwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.04-L-4117VA

Temperaturfühler Kühlmittel Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.04-L-5026VA

Pedalwertgeber Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF30.20-L-4011VA

Ölsensor Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF18.40-L-4111VA

Schalter Kupplungspedal Anordnung/Aufgabe/Funktion

GF29.10-L-2100VA

Druckgeber Anordnung/Aufgabe

GF07.04-L-5042VA

Referenzierte Dokumente