gf0716d2008r

Voreinspritzung CDI Funktion

Typ gf · Thema 07.16 · Version 0100 · 2013-08-13

Gültig für: MOTOR 646 im TYP 909

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.16 Dieseleinspritzsystem Common-Rail — Baureihe 646 · Baureihe 909

GF07.16-D-2008R

Voreinspritzung CDI Funktion

13.8.13

MOTOR

646 im TYP 909

Voreinspritzung Common Rail Direct Injection (CDI) allgemein

Die Voreinspritzung CDI führt zu einer feineren Zerstäubung und Verteilung des Kraftstoffs. Dies reduziert die Verbrennungsgeräusche des Motors und die Rußpartikel im Abgas. Der Ansteuerbeginn der Voreinspritzung CDI vom Injektor Zylinder 1 (Y76/1), Injektor Zylinder 2 (Y76/2), Injektor Zylinder 3 (Y76/3) und Injektor Zylinder 4 (Y76/4) wird vom Steuergerät CDI (N3/21) betriebspunktabhängig berechnet, wobei folgende Daten berücksichtigt werden:

– Der letzte Ansteuerbeginn der Haupteinspritzung

– Die Kühlmitteltemperatur, über den Temperatursensor Kühlmittel (B11)

– Die Motordrehzahl, über den Positionssensor Kurbelwelle (L5/7)

– Die Bordnetzspannung der Batterie  (G2)

– Die Einspritzzeit der Kraftstoffinjektoren

Abschaltung der Voreinspritzung CDI

Die Voreinspritzung CDI für die Kraftstoffinjektoren wird vom Steuergerät CDI betriebspunktabhängig abgeschaltet, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

– Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten

– Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch

– Die Voreinspritzmenge ist zu gering

– Die Haupteinspritzmenge ist zu gering

– Im Rail liegt ein unzureichender Kraftstoffdruck vor

– Beim Abstellen des Motors

Voreinspritzmengenberechnung

Die Voreinspritzmenge wird vom Steuergerät CDI berechnet. Dazu liest das Steuergerät CDI folgende Daten von den jeweiligen Bauteilen ein:

– Die Motordrehzahl, vom Positionssensor Kurbelwelle

– Den Atmosphärendruck, vom Saugrohrdruck-Sensor (B28/11)

– Die Kühlmitteltemperatur, vom Temperatursensor Kühlmittel

– Die Ladelufttemperatur, vom Temperatursensor Ladeluft (B17/9)

– Den Kraftstoffdruck im Rail, vom Kraftstoffdruck-Sensor (B4/6)

– Die angesaugte Luftmasse, über den Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5)

– Den Restsauerstoffgehalt im Abgas, über die Lambdasonde (B85/2)

Die jetzt ermittelte Voreinspritzmenge wird von der Gesamteinspritzmenge abgezogen, welche sich aus der Voreinspritzmenge, der Haupteinspritzmenge und der Nacheinspritzmenge zusammensetzt. Dadurch wird ermittelt, ob für die folgende Haupteinspritzung eine ausreichende Einspritzmenge vorhanden ist. Der Kraftstoffdruck im Rail wird so hoch gewählt, dass eine minimale Einspritzmenge eingespritzt werden kann. Ist die Haupteinspritzmenge zu gering, wird die Voreinspritzung abgeschaltet.

Die Daten der Kühlmitteltemperatur, der Ladelufttemperatur, des Atmosphärendrucks, der Luftmasse und des Restsauerstoffgehalts im Abgas werden zur Korrektur der Voreinspritzmenge herangezogen.

Heißfilm-Luftmassenmesser Bauteilbeschreibung


B2/5

GF07.07-D-6000RD

Raildrucksensor Bauteilbeschreibung

B4/6

GF07.04-D-6210R

Temperaturfühler Kühlmittel Bauteilbeschreibung

B11

GF07.04-D-6040RD

Temperaturfühler Ladeluft Bauteilbeschreibung

B17/9

GF07.04-D-6050RD

Druckgeber nach Luftfilter Bauteilbeschreibung

B28/11

GF07.04-D-6061R

Lambdasonde Bauteilbeschreibung

B85/2

GF07.04-D-6101RD

Hall-Geber Kurbelwelle Bauteilbeschreibung

L5/7

GF07.04-D-6220R

Steuergerät CDI Bauteilbeschreibung

N3/21

GF07.16-D-6000R

Kraftstoffinjektoren Bauteilbeschreibung

Y76/1, Y76/2, Y76/3, Y76/4

GF07.03-D-6120R

Referenzierte Dokumente