120/1 | Oxidationskatalysator |
B85/2 | Lambdasonde |
N07.04-2083-06
Anordnung
Die Lambdasonde befindet sich nach dem Abgasturbolader und vor dem Oxidationskatalysator.
Aufgabe
Die Lambdasonde erfasst den Restsauerstoffgehalt im Abgas und gibt ein entsprechendes Signal an das Steuergerät CDI (N3/21) weiter.
Aufbau
Die verwendete Lambdasonde ist als Breitband-Lambdasonde ausgeführt. Die Breitband-Lambdasonde besteht aus einer Pumpzelle, einer Konzentrationszelle und einem Heizelement. Durch das Heizelement wird die Temperatur der Sondenkeramik konstant auf 780 °C geregelt. Die Leitfähigkeit der Sondenkeramik ist temperaturabhängig.
Funktion
Durch ein kleines Gaszutrittsloch in der Pumpzelle gelangt das Abgas in die Messkammer der Konzentrationszelle. Aus dem Abgas wird Sauerstoff in eine Referenzkammer gepumpt, der als Sauerstoffreferenz dient. Durch Anlegen einer Spannung an die Platinelektroden der Pumpzelle kann Sauerstoff in die Messkammer hinein- oder aus dieser herausgepumpt werden. Ein Auswertbaustein im Steuergerät CDI regelt die an der Pumpzelle anliegende Spannung so, dass die Gemischzusammensetzung in der Messkammer konstant auf den Wert λ = 1 eingestellt wird. Bei magerem Abgas wird durch die Pumpzelle Sauerstoff aus der Messkammer gepumpt. Der Pumpstrom ist somit positiv. Ist dagegen das Abgas fett, so wird Sauerstoff an den Platinelektroden durch die katalytische Zersetzung von Kohlendioxid (CO2) und Wasser aus dem Abgas der Umgebung in die Messkammer gepumpt. Der Pumpstrom ist somit negativ. Liegt in der Messkammer λ = 1 vor, so muss kein Sauerstoff transportiert werden. In diesem Fall ist der Pumpstrom = 0 mA. Der jeweils benötigte Pumpstrom ist das Maß für das Luftverhältnis Lambda und wird im Steuergerät CDI für die entsprechende Funktionalität verarbeitet.