gf0715w2003ma

Abstellvorgang Funktion

Typ gf · Thema 07.15 · Version 0102 · 2006-12-05

Gültig für: MOTOR 900.9 im TYP 970, 972, 975, 976 mit AUFBAU 972.890 MOTOR 902.9 im TYP 950, 952, 953, 954 mit AUFBAU 940.890 MOTOR 902.9 im TYP 970, 972, 974, 975, 976 mit AUFBAU 972.890 MOTOR 904.9 im TYP 375.1 mit AUFBAU 375.850 MOTOR 904.9 im TYP 958.0 mit AUFBAU 958.860 MOTOR 904.9 im TYP 970, 972, 975, 976 mit AUFBAU 972.890 MOTOR 906.9 im TYP 374.5 mit AUFBAU 374.860 MOTOR 906.9 im TYP 375.3 mit AUFBAU 375.820 MOTOR 906.9 im TYP 950, 952, 953, 954 mit AUFBAU 940.890 MOTOR 906.9 im TYP 958.0 mit AUFB

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.15 Dieseleinspritzsystem (PLD), Motorregelung (MR) — Baureihe 374 (Baumuster 5**, 860) · Baureihe 375 (Baumuster 1**, 3**, 820, 850) · Baureihe 900 (Baumuster 9**) · Baureihe 902 (Baumuster 9**) · Baureihe 904 (Baumuster 9**) · Baureihe 906 (Baumuster 9**) · Baureihe 940 (Baumuster 890) · Baureihe 950 · Baureihe 952 · Baureihe 953 · Baureihe 954 · Baureihe 958 (Baumuster 0**, 2**, 860, 870) · Baureihe 970 · Baureihe 972 · Baureihe 974 · Baureihe 975 · Baureihe 976

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 924 9**, 926 9**

GF07.15-W-2003MA

Abstellvorgang Funktion

5.12.06

MOTOR 900.9 im TYP 970, 972, 975, 976 mit AUFBAU 972.890

MOTOR 902.9 im TYP 950, 952, 953, 954 mit AUFBAU 940.890

MOTOR 902.9 im TYP 970, 972, 974, 975, 976 mit AUFBAU 972.890

MOTOR 904.9 im TYP 375.1 mit AUFBAU 375.850

MOTOR 904.9 im TYP 958.0 mit AUFBAU 958.860

MOTOR 904.9 im TYP 970, 972, 975, 976 mit AUFBAU 972.890

MOTOR 906.9 im TYP 374.5 mit AUFBAU 374.860

MOTOR 906.9 im TYP 375.3 mit AUFBAU 375.820

MOTOR 906.9 im TYP 950, 952, 953, 954 mit AUFBAU 940.890

MOTOR 906.9 im TYP 958.0 mit AUFBAU 958.860

MOTOR 906.9 im TYP 958.2 mit AUFBAU 958.870

MOTOR 906.9 im TYP 970, 972, 974, 975, 976 mit AUFBAU 972.890

MOTOR 924.9 im TYP 958.0 mit AUFBAU 958.860

MOTOR 924.9 im TYP 970, 972, 974 mit AUFBAU 972.890

MOTOR 926.9 im TYP 950, 952, 953, 954 mit AUFBAU 940.890

MOTOR 926.9 im TYP 958.2 mit AUFBAU 958.870

Abstellvorgang Funktion

W07.15-1442-79

0 Zündung AUS

1 Kl. 15R EIN

2 Kl. 15 EIN

3 Kl. 50

A3 Steuergerät Fahrregelung (FR)

A5 Steuergerät GGVS 4)

A6 Steuergerät Motorregelung (MR)

A7 Grundmodul (GM)

A22 Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) 3)

B15 Kurbelwellenpositionssensor

B16 Nockenwellenpositionssensor

CAN 1 Fahrzeug-CAN

CAN 4 Motor-CAN

K2 Batterietrennschalter 4)

S1 Fahrtschalter

S5 NOT-AUS-Schalter Fahrerhaus 4)

S10 Taster Motorstart

1) Typ 958 ohne Code (XV0) Global Cockpit

2) Typ 374, 375, 950, 952, 953, 954, 970, 972, 974, 975, 976;
Typ 958 mit Code (XV0) Global Cockpit

3) Nur bei Fahrzeugen mit Code (EM8) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus (ISO 11992) oder Code (EM9) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus, ISO 11898 statt 11992

4) Nur bei Fahrzeugen nach GGVS

S11 Taster Motorstopp

S109 NOT-AUS-Schalter Rahmen 4)

Y1 Magnetventil pneumatische Konstantdrossel
– Nur bei Motor 900.9, 904.9, 924.9

Y6 Steckpumpe Zylinder 1

Y7 Steckpumpe Zylinder 2

Y8 Steckpumpe Zylinder 3

Y9 Steckpumpe Zylinder 4

Y10 Steckpumpe Zylinder 5
– Nur bei Motor 902.9, 906.9, 926.9

Y11 Steckpumpe Zylinder 6
– Nur bei Motor 902.9, 906.9, 926.9

Y49 Magnetventil hydraulische Konstantdrossel
– Nur bei Motor 902.9, 906.9, 926.9

Z1 CAN-Sternpunkt Fahrerhaus-Brüstung

Der Motor kann abgestellt werden:

mit dem Zündschlüssel über den Fahrtschalter (S1)

mit dem Taster Motorstopp (S11)

über das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22)
Nur bei Fahrzeugen mit Code (EM8) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus (ISO 11992) oder Code (EM9) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus, ISO 11898 statt 11992.

mit dem NOT-AUS-Schalter Fahrerhaus (S5) bzw. mit dem NOT-AUS-Schalter Rahmen (S109)
Nur bei Fahrzeugen nach GGVS.

1 Abstellen des Motors mit dem Zündschlüssel über den Fahrtschalter (S1)
Nach dem Drehen des Zündschlüssels in die Stellung Zündung AUS (0) wird über den Fahrtschalter (S1) die Spannungsversorgung (Kl. 15) am Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) unterbrochen.
Mit Unterbrechung der Spannungsversorgung (Kl. 15) werden die Magnetventile in den Steckpumpen nicht mehr angesteuert. Die gesamte Kraftstoffmenge, welche die Pumpenelemente in den Steckpumpen zwischen dem unteren und dem oberen Totpunkt fördern, wird zunächst in den jeweiligen Absteuerraum, dann in den Rücklaufkanal gedrückt. Da der Abspritz- bzw. Öffnungsdruck der Einspritzdüsen nicht mehr erreicht wird, erfolgt keine Einspritzung und der Motor geht aus.

Um den Abstellvorgang zu beschleunigen und den Motor sowie die Umwelt zu schonen, werden gleichzeitig die Konstantdrosselventile in den Zylinderköpfen angesteuert.
Da es sich dabei, je nach Motor, sowohl um hydraulisch als auch um pneumatisch angesteuerte Konstantdrosselventile handeln kann, erfolgt die Ansteuerung des

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entsprechenden Magnetventils (zur Steuerung der Konstantdrosseln) entweder vom Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) oder vom Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3):

Fahrzeuge mit hydraulisch angesteuerten Konstantdrosselventilen (betrifft Fahrzeuge mit Motor 902.9, 906.9 und 926.9):
Zur Steuerung dieser Konstantdrosselventile dient das Magnetventil hydraulische Konstantdrossel (Y49), welches vom Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) angesteuert wird.

Fahrzeuge mit pneumatisch angesteuerten Konstantdrosselventilen (betrifft Fahrzeuge mit Motor 900.9, 904.9 und 924.9):
In diesem Fall fordert die Motorregelung (MR) von der Fahrregelung (FR) die Ansteuerung des Magnetventils pneumatische Konstantdrossel (Y1) an, da über dieses Magnetventil die Druckluft zu den Konstantdrosselventilen geleitet wird.

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Die Anforderung erfolgt, indem das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) eine entsprechende Botschaft über den Motor-CAN (CAN 4) an das Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3) sendet, welches dann über den Zeitraum, über den die Anforderung besteht, das Magnetventil pneumatische Konstantdrossel (Y1) ansteuert.

Den Zeitraum, in dem das Magnetventil pneumatische Konstantdrossel (Y1) angesteuert wird, bestimmt die Motorregelung (MR).

Nach dem Abstellvorgang wird das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) noch min. 10 s mit Kl. 30 versorgt. In diesem Zeitraum, der sogenannten Nachlaufphase, wird der permanente Fehlerspeicher beschrieben.

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Bei Fahrzeugen mit Code (MS4) BlueTec 4 oder Code (MS5) BlueTec 5 wird in der Nachlaufphase (max. 300 s) das Dosiergerät belüftet, wodurch Frostschäden durch gefrierendes AdBlue vermieden werden.
Die Belüftung des Dosiergerätes geschieht durch Öffnen und Schließen des Magnetventils Druckluftbegrenzung SCR (Y106) und des AdBlue-Dosierventils SCR (Y109) in definierten Intervallen. Die wesentlichen Einflussgrößen für die Dauer der Belüftung sind der am AdBlue-Drucksensor SCR (B129) anliegende Druck und der Druck, der am Druckluft-Drucksensor SCR (B128) anliegt. Erst wenn das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) auf Basis dieser Werte erkennt, dass das Dosiergerät ausreichend mit Luft befüllt worden ist, wird die Belüftung beendet.

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2 Abstellen des Motors mit dem Taster Motorstopp (S11)

Um ein versehentliches Abstellen des Motors zu vermeiden, muss der Taster Motorstopp (S11) solange gedrückt bleiben, bis der Motor steht. Wird der Taster Motorstopp (S11) losgelassen bevor die Motordrehzahl unter 50/min liegt, dann springt der Motor wieder an.

Sobald der Taster Motorstopp (S11) betätigt wird, unterbricht das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) die Ansteuerung der Magnetventile in den Steckpumpen.
Die Steckpumpen fördern den Kraftstoff, wie beim Abstellvorgang mit dem Zündschlüssel, direkt in den

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Rücklauf, wodurch die Einspritzung unterbunden wird und der Motor, sobald die Motordrehzahl unter 50/min sinkt, ausgeht.
Steht der Motor, dann sendet das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) über den Motor-CAN (CAN 4) eine entsprechende Botschaft über den Motorstillstand an das Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3). Der Grund dafür liegt darin, dass die Fahrregelung (FR) über den Status des Motors informiert werden muss, um diesen für ihre weiteren Berechnungen berücksichtigen zu können.

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3 Abstellen des Motors über das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22)

Nur bei Fahrzeugen mit Code (EM8) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus (ISO 11992) oder Code (EM9) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus, ISO 11898 statt 11992.

Das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) ist über den Fahrzeug-CAN (CAN 1) mit dem Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3) vernetzt. Sendet es eine enstprechende Botschaft zum Abstellen des Motors, dann wird diese vom Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3) über den Motor-CAN (CAN 4) an das

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Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) weitergeleitet.
Das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) unterbricht die Ansteuerung der Magnetventile in den Steckpumpen, woraufhin der Motor ausgeht.
Auch beim Abstellen des Motors über das Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) (A22) werden, wie beim Abstellen des Motors mit dem Zündschlüssel, die Konstantdrosselventile in den Zylinderköpfen angesteuert.
Anschließend geht das Steuergerät Motorregelung (MR) (A6) in die Nachlaufphase, um den permanenten Fehlerspeicher zu beschreiben.

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4 Abstellen des Motors mit dem NOT-AUS-Schalter Fahrerhaus (S5) oder NOT-AUS-Schalter Rahmen (S109)

Nur bei Fahrzeugen nach GGVS.

Der NOT-AUS-Schalter Fahrerhaus (S5) und der NOT-AUS-Schalter Rahmen (S109) sind (in Reihe geschaltet) am Steuergerät GGVS (A5) angeschlossen.
Befindet sich der Zündschlüssel in der Stellung Kl. 15R EIN (1) oder in der Stellung Kl. 15 EIN (2), und wird einer der beiden Schalter betätigt, dann unterbricht das Steuergerät GGVS (A5), durch Ansteuerung des Batterietrennschalters (K2),

umgehend die Spannungsversorgung (Kl. 30) aller Verbraucher, bis auf die des Tachographen.
Mit Unterbrechung der Spannungsversorgung (Kl. 30) werden die Magnetventile in den Steckpumpen nicht mehr angesteuert, und der Motor geht aus.

Der NOT-AUS-Schalter darf nur bei Gefahr und stehendem Fahrzeug, jedoch niemals bei Fahrt, betätigt werden, da sonst das Fahrzeug nicht mehr kontrollierbar ist.

Magnetventil hydraulische Konstantdrossel Anordnung/Aufgabe/Funktion

Motor 902.9, 906.9, 926.9

GF01.50-W-4104MA

Magnetventil pneumatische Konstantdrossel Anordnung/Aufgabe/Funktion

Motor 900.9, 904.9, 924.9

GF01.50-W-4105MA

Steckpumpe PLD Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion

GF07.02-W-2110MA

Kurbelwellenpositionssensor Anordnung/Aufgabe

GF07.04-W-5045MA

Nockenwellenpositionssensor Anordnung/Aufgabe

GF07.04-W-5046MA

Taster Motorstopp Anordnung/Aufgabe

GF07.15-W-4121MA

Steuergerät Motorregelung (MR) Anordnung/Aufgabe

GF07.15-W-5000MA

Steuergerät Fahrregelung (FR) Anordnung/Aufgabe

Typ 374, 375, 950, 952, 953, 954, 970, 972, 974, 975, 976;

Typ 958.0/2 mit Code (XV0) Global Cockpit

GF30.35-W-4103MA

Typ 958.0/2 ohne Code (XV0) Global Cockpit

GF30.35-W-4103A

Batterietrennschalter Anordnung/Aufgabe

Nur bei Fahrzeugen nach GGVS

GF54.10-W-4101A

Steuergerät GGVS Anordnung/Aufgabe

Nur bei Fahrzeugen nach GGVS

GF54.10-W-4102A

Steuergerät Parametrierbares Sondermodul (PSM) Anordnung/Aufgabe

Nur bei Fahrzeugen mit
Code (EM8) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus (ISO 11992) oder
Code (EM9) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau- und Anhänger-CAN-Bus, ISO 11898 statt 11992

GF54.21-W-5002MA

NOT-AUS-Schalter Fahrerhaus Anordnung/Aufgabe

Nur bei Fahrzeugen nach GGVS

GF54.25-W-4120B

NOT-AUS-Schalter Rahmen Anordnung/Aufgabe

Nur bei Fahrzeugen nach GGVS

GF54.25-W-4121B

Referenzierte Dokumente