Funktionsvoraussetzungen Wärmemanagement allgemein
Motor läuft
Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)
Wärmemanagement allgemein
Mit dem vom Steuergerät CDI (N3/36) gesteuerten Wärmemanagement werden die Kühlmitteltemperatur, die Abgastemperatur und der Kraftstoffdruck des Motors geregelt. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
Schnelleres Erreichen der optimalen Betriebstemperatur
Reduzierung der Abgasemissionen
Kraftstoffersparnis
Verbesserter Heizungskomfort
Die Steuerung des Wärmemanagements ist abhängig von folgenden Signalen:
Heißfilm-Luftmassensensor (B2/16), Motorlast
Ansauglufttemperatur-Sensor (B2/16b1)
Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/11)
Druck- und Temperatursensor Ladeluft (B5/14), Motorlast
Temperatursensor Kühlmittel (B11/15)
Abgastemperatursensor vor Abgasturbolader (B17/7)
Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/27)
Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter (B28/26)
Fahrpedalmodul (B37/4), Fahrpedalbetätigung
Hallsensor Kurbelwelle (B70/4), Motordrehzahl
Kraftstofftemperatur-Sensor (B50/9)
Steuer- und Bediengerät Klimaanlage (KLA-V&KLA-H) (S98) (mit CODE HH4 (Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC)) oder (mit CODE HH9 (Klimaanlage halbautomatisch geregelt, TEMPMATIC)), Außentemperatur und Status Klimaanlage über Innenraum-CAN, Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73) und über Fahrwerk-CAN zum Steuergerät CDI
Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) (N30/4), Raddrehzahl (Fahrzeuggeschwindigkeit) über Fahrwerk-CAN zum Steuergerät CDI.
Wärmemanagement Funktionsablauf
Das Wärmemanagement ist in den folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Nachstartphase
Funktionsablauf Kühlmittelthermostat
Funktionsablauf Lüftersteuerung
Funktionsablauf Überhitzungsschutz
Funktionsablauf Nachstartphase
In der Nachstartphase wird durch ein Kühlerbypassventil (Y27/21) eine Zirkulation des Kühlmittels verhindert. Somit erwärmt sich das Kühlmittel schneller auf die gewünschte Betriebstemperatur. Bei einer Kühlmitteltemperatur von ca. 80 °C wird das Kühlerbypassventil vom Steuergerät CDI angesteuert, dadurch wird das Absperrventil im Kühlmittelaustrittsstutzen geöffnet und das Kühlmittel kann zum Kühlmittelthermostat fließen. Ab diesem Zeitpunkt ist auch eine Zirkulation des Kühlmittels möglich.
Funktionsablauf Kühlmittelthermostat
Der Dehnstoffthermostat öffnet ab einer Kühlmitteltemperatur von ca. 85 °C und gibt somit den großen Kühlmittelkreislauf frei. Das Kühlmittel gibt ab diesem Zeitpunkt Wärmeenergie über den Motorkühler an die Umgebungsluft ab.
Funktionsablauf Lüftersteuerung
Das Steuergerät CDI steuert den Elektrischen Lüfter (M91) an. Dabei wird die Lüftersolldrehzahl über den Antriebsstrang-LIN (LIN C3) vom Steuergerät CDI vorgegeben.
Bei Störung in der Signalleitung (Frequenzausfall) vom Steuergerät CDI schaltet der Lüftermotor selbstständig auf maximale Drehzahl (Lüfternotlauf).
Steuer- und Bediengerät Klimaanlage (KLA-V&KLA-H) (S98) (mit CODE HH4 (Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC)) oder (mit CODE HH9 (Klimaanlage halbautomatisch geregelt, TEMPMATIC)), Außentemperatur und Status Klimaanlage über Innenraum-CAN, Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) und über Fahrwerk- CAN zum Steuergerät CDI
Lüfternachlauf
Der elektrische Lüfter läuft bei "Zündung AUS" bis zu 5 min nach, wenn die Kühlmitteltemperatur, die Temperatur des Steuergeräts CDI oder ein aus Motorlast, Kühlmitteltemperatur, Fahrzeuggeschwindigkeit und Außentemperatur berechnetes Wärmeeintragsintegral (gemittelt über die letzten 6 min) vorgegebene Schwellwerte überschritten haben. Fällt dabei die Batteriespannung zu sehr ab, wird der Lüfternachlauf unterdrückt
Der Lüfternachlauf wird durch "Zündung EIN" nicht abgebrochen. Beim Starten des Motors bei Lüfternachlauf wird die Lüfterregelung des Normalbetriebs so lange unterdrückt, bis der Lüfternachlauf abgeschlossen ist.
Funktionsablauf Überhitzungsschutz
Der Überhitzungsschutz schützt bei thermischer Überlastung vor Motorschäden. Bei einer Kühlmitteltemperatur über 106 °C wird entsprechend den im Steuergerät CDI abgelegten Kennfeldern die Einspritzmenge reduziert. Die Reduzierung erfolgt in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur. Dazu liest das Steuergerät CDI das Signale des Temperatursensors Kühlmittel ein. Nach Auswertung der Eingangssignale regelt das Steuergerät CDI über das Mengenregelventil (Y94/3) den Kraftstoffdruck in der Rail und über die Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/29 bis Y76/32) die Einspritzdauer.
Bei zu hoher Motoröl- oder Kühlmitteltemperatur wird eine Warnmeldung im Steuergerät Kombiinstrument (KI) angezeigt. Dazu sendet das Steuergerät CDI ein entsprechendes Signal über den Fahrwerk-CAN zum Steuergerät Kombiinstrument (KI).
Referenzierte Dokumente
- gf0716s9997tra Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)