Funktionsvoraussetzungen Wärmemanagement allgemein
Motor läuft
Wärmemanagement allgemein
Mit dem vom Steuergerät CDI (N3/9) gesteuerten Wärmemanagement werden die Kühlmitteltemperatur und die Abgastemperatur des Motors geregelt. Daraus ergeben sich folgende Vorteile:
Schnelleres Erreichen der Betriebstemperatur
Reduzierung der Abgasemissionen
Kraftstoffersparnis
Verbesserter Heizungskomfort
Die Steuerung des Wärmemanagements ist u. a. abhängig von folgenden Sensoren und Signalen:
Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5)
Ansauglufttemperatur-Sensor (B2/5b1)
Ladedrucksensor (B5/1)
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/9)
Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)
Differenzdrucksensor DPF (B28/8)
Fahrpedalsensor (B37)
Kraftstoff-Temperatursensor (B50)
Status der Klimaanlage über Steuer- und Bediengerät Klimatisierung (N20)
Raddrehzahl über Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) (N30/4)
Heizelement 1 Kühlmittelvorwärmung (R10)
Heizelement 2 Kühlmittelvorwärmung (R11)
Heizelement 3 Kühlmittelvorwärmung (R12)
Heizelement 4 Kühlmittelvorwärmung (R13)
Wärmemanagement Funktionsablauf
Das Wärmemanagement ist in folgenden Punkten beschrieben:
Funktionsablauf Nachstartphase
Funktionsablauf Zuheizung
Funktionsablauf Lüftersteuerung
Funktionsablauf Überhitzungsschutz
Funktionsablauf Nachstartphase
In der Nachstartphase wird durch die Regelung über den Kühlmittelthermostat eine schnellere Aufwärmung des Motors und dadurch eine Reduzierung der Abgasemissionen erreicht.
Der Kühlmittelthermostat nimmt drei Stellungen ein:
Stellung geschlossen: Kühlmittelströmung nur im Motor, die Heizung kann durchströmt werden
Stellung Mischbetrieb: Thermostat öffnet, die Kühlerdurchströmung beginnt
Stellung Kühlerbetrieb: Thermostat ist geöffnet, volle Kühlerdurchströmung (Kühlmitteltemperatur 100 °C)
Informationen zur Teilfunktion "Regeneration Dieselpartikelfilter" sind in der Funktionsbeschreibung "Abgasreinigung Funktion" dokumentiert.
Funktionsablauf Zuheizung
Bei der Zuheizfunktion wird durch die Ansteuerung von Heizelement 1 Kühlmittelvorwärmung (R10), Heizelement 2 Kühlmittelvorwärmung (R11), Heizelement 3 Kühlmittelvorwärmung (R12) und Heizelement 4 Kühlmittelvorwärmung (R13) Wärme in das Kühlmittel eingebracht, um den Motor schneller auf Betriebstemperatur zu bringen. Die entstandene Lastanhebung durch den Generator (G2) unterstützt diesen Vorgang zusätzlich.
Funktionsablauf Lüftersteuerung
Das Steuergerät Sicherungs- und Relaismodul (SRM) (N50) steuert den Lüftermotor (M4/7) an.
Bei einer Störung in der Signalleitung schaltet der Lüftermotor (M4/7) selbstständig auf maximale Drehzahl (Lüfternotlauf).
Lüfternachlauf
Der Lüftermotor (M4/7) läuft bei "Zündung AUS" nach, wenn die Kühlmitteltemperatur oder die Motoröltemperatur vorgegebene Höchstwerte überschreiten.
Funktionsablauf Überhitzungsschutz
Der Überhitzungsschutz schützt bei thermischer Überlastung vor Motorschäden. Bei zu hoher Kühlmitteltemperatur wird entsprechend den im Steuergerät CDI (N3/9) abgelegten Kennfeldern die Einspritzmenge reduziert.
Referenzierte Dokumente
- gf0716s0999c Inhaltsverzeichnis Funktionsbeschreibung Common-Rail Diesel Injection (CDI)
- gf0716s9997c Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)