GF07.10-P-1029F | Selbstanpassung der Gemischbildung Funktion | 8.1.09 |
MOTOR 104.941 /942 /943 /944 /945 /991 /992 /994 /995
MOTOR 111.921 /942 /943 /944 /945 /946 /947 /952 /956 /957 /958 /960 /961 /970 /973 /974 /975 /982 /983
MOTOR 112.910 /911 /912 /913 /914 /916 /917 /920 /921 /922 /923 /940 /941 /942 /943 /944 /947 /949 /953 /954 /955 /975
MOTOR 113.940 /941 /942 /943 /948 /960 /961 /965 /966 /967 /968 /969
MOTOR 119.980 /981 /982 /985
MOTOR 120.982 /983
MOTOR 137.970
MOTOR 111.951 /955 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07
MOTOR 112.946 /973 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07
MOTOR 113.963 bis Modell-J. 2008 /AEJ 07
15.03.07 | Das Dokument wurde bis zu diesem Datum aktualisiert und unterliegt nicht mehr dem Änderungsdienst. |
P07.51-0405-06
d Regelbereich Lambda-Regelungsfakfor
e Regelungsfakfor vor Selbstanpassung (mager)
g Regelungsfaktor nach Selbstanpassung
h Lage des Lambda-Kennfeldes vor der Selbstanpassung
Bei Fahrzeugen mit geregeltem Katalysator bestimmt die Lambda-Regelung die Einspritzzeit so exakt, dass in allen Betriebszuständen das Kraftstoff-Luftverhältnis λ=1 ist.
Treten Fehler auf, nimmt das Steuergerät ME selbstständig eine Korrektur der Gemischbildung vor. Dabei wird das Lambda-Kennfeld in bestimmten Grenzen so verschoben, dass die Lambda-Regelung nicht am unteren oder oberen Regelanschlag (d) steht.
Folgende Fehler machen eine Gemischanpassung notwendig:
Falschluft
Verschleiß oder Verkoken der Kraftstoff-Einspritzventile
Übergangswiderstand im Luftmassenmesser
Falscher Einspritzdruck (z.B. durch verstopften Kraftstofffilter oder schadhaften Membrandruckregler)
Schadhaftes Umschaltventil Regenerierung mit hoher Anreicherung aus dem Aktivkohlebehälter
Verschleiß am Motor (z. B. undichte Ventile).
-----------------------------------------------------------------------------------------
Driftet die Gemischzusammensetzung ständig aus dem mittleren Regelbereich (z. B. 0 10 %) heraus, verschiebt das Steuergerät ME unter bestimmten Betriebsbedingungen das Lambda-Kennfeld so weit, bis sich wieder ein Lambda-Regelungsfaktor von ca. 0 % (g) ergibt.
Die Selbstanpassung bewirkt, dass die Gemischzusammensetzung im Steuerbetrieb (z. B. Warmlauf) nicht zu fett oder zu mager ist. Außerdem wird verhindert, dass die Lambda-Regelung in Höhenlagen am Regelungsanschlag steht.
Beispiel:
Durch ein mageres Kraftstoff-Luftgemisch verändert sich die Anzeige des Lambda-Regelungsfaktors auf 18 % (e). Unter bestimmten Betriebsbedingungen erfolgt vom Steuergerät ME eine Verschiebung des Lambda-Kennfelds (Pfeil).
Die Verschiebung des Lambda-Kennfelds ist die Selbstanpassung der Gemischbildung an das vorhandene Kraftstoff-Luftgemisch. Nach dieser Selbstanpassung befindet sich der Lambda- Regelungsfaktor wieder im mittleren Regelbereich (g).
-----------------------------------------------------------------------------------------
Diese Selbstanpassung der Gemischbildung kann in folgenden Betriebszuständen durchgeführt werden:
Leerlauf
Untere Teillast
Obere Teillast.
Folgende Istwerte können mit der STAR DIAGNOSIS/HHT ausgelesen werden:
Lambda-Kennfeldverschiebung aktiv
Richtung der Verschiebung (Tendenz fett oder mager)
Größe der Verschiebung.
Darstellung der Selbstanpassungswerte mit HHT oder
STAR DIAGNOSIS im Leerlauf
Die Darstellung in ms bedeutet, dass der angezeigte Wert zur Bestimmung der Einspritzzeit zu der vom Motor angesaugten Luftmasse addiert oder subtrahiert wird.
Der maximale Korrekturwert beträgt 1 ms.
Beispiel:
Berechnete Einspritzzeit (Kennfeld): 3,0 ms
Angezeigter Korrekturwert: +0,3 ms
Zur Bestimmung der Einspritzzeit (Kraftstoffeinspritzmenge) wird vom Steuergerät ME ein rechnerischer Wert von 3,3 ms
(3,0 ms+0,3 ms) verwendet.
-----------------------------------------------------------------------------------------
Darstellung der Selbstanpassungswerte mit HHT oder
STAR DIAGNOSIS für untere und obere Teillast
Die Darstellung des Faktors bedeutet, dass der angezeigte Wert zur Bestimmung der Einspritzzeit mit der vom Motor angesaugten Luftmasse multipliziert wird.
Der Korrekturfaktor beträgt 0,68 bis 1,32.
Beispiel:
Gemessener Luftmassendurchsatz: 150 kg/h
Angezeigter Korrekturwert: 1,10
Zur Bestimmung der Einspritzzeit (Kraftstoffeinspritzmenge) wird vom Motorsteuergerät ein rechnerischer Wert der Luftmasse von 165 kg/h verwendet.
Flexibel Fuel Vehicle (FFV) bei Motor 112 mit Code 929
Der Ethanolfaktor wirkt multiplikativ von 1,0 bis 1,43 auf die Kraftstoffeinspritzmenge und führt zu einer erweiterten Selbstanpassung der Gemischbildung.
-----------------------------------------------------------------------------------------
Referenzierte Dokumente
- gf0704p4103f O2-Sonden Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0751p3011d Lambda-Regelung HFM Funktion
- gf0751p4103d Steuergerät HFM Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0761p4022f Lambda-Regelung ME Funktion
- gf0761p5000f Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
- gf0761p5000gs Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion