gf0710p1004mrt

Einspritzregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0104 · 2018-07-03

Gültig für: Motor 256.9 im Typ 213, 222, 238, 257, 290

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 213 · Baureihe 222 · Baureihe 238 · Baureihe 257 · Baureihe 290

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 256 9**

GF07.10-P-1004MRT

Einspritzregelung Funktion

03.07.2018

Motor

256.9 im Typ 213, 222, 238, 257, 290

Funktionsvoraussetzung allgemein

Motor läuft

Das Steuergerät ME (N3/10) erkennt den Motorlauf durch das Auswerten der Signale des Hallsensors Kurbelwelle (B70). Das Steuergerät ME liest die Signale des Hallsensors Kurbelwelle direkt ein.

Einspritzregelung

Die Einspritzregelung teilt jedem Zylinder bedarfsgerecht die jeweils nötige Kraftstoffmenge zu. Die Kraftstoffmenge ergibt sich dabei aus der Einspritzdauer und dem Einspritzdruck.

Das Steuergerät ME berechnet die Einspritzdauer und den Einspritzdruck auf Basis der folgenden Signale:

Kraftstoffdruck und Temperatur

Druck- und Temperatursensor Kraftstoff (B4/25)

Einlassnockenwellen-Stellung

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15)

Auslassnockenwellen-Stellung

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16)

Kühlmitteltemperatur

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Motorlast

Druck- und Temperatursensor nach Abgasturbolader (B28/17)

Motorlastanforderung

Das Steuergerät Antriebsstrang (N127) liest die Signale des Fahrpedalsensors (B37) direkt ein und sendet die Fahrpedalstellung über Antriebs-CAN (CAN C1) an das Steuergerät ME.

Motordrehzahl

Hallsensor Kurbelwelle

Stickoxid- und Sauerstoffkonzentration im Abgas

Lambdasonde nach Katalysator (G3/1)

Sensorelement Lambdasonde nach Katalysator (G3/1b1)

Lambdasonde vor Katalysator (G3/2)

Sensorelement Lambdasonde vor Katalysator (G3/2b1)

Atmosphärendruck für Höhenadaption

Der Atmosphärendrucksensor ist in das Steuergerät ME integriert.

Zusätzlich werden die Anforderungen der Funktion Drehmomentkoordination berücksichtigt.

Das Steuergerät ME steuert für die Einspritzregelung folgende Bauteile an:

Kraftstoffinjektor Zylinder 1 (Y76/1)

Kraftstoffinjektor Zylinder 2 (Y76/2)

Kraftstoffinjektor Zylinder 3 (Y76/3)

Kraftstoffinjektor Zylinder 4 (Y76/4)

Kraftstoffinjektor Zylinder 5 (Y76/5)

Kraftstoffinjektor Zylinder 6 (Y76/6)

Dabei unterscheidet das Steuergerät ME folgende Betriebsbedingungen:

Motorstart

Leerlauf

Teillast, Volllast

Beschleunigen

Die Betriebsbedingungen Motorstart und Leerlauf sind in separaten Dokumenten beschrieben.

Teillast, Volllast

Das Steuergerät ME berechnet die Ansteuerzeit der Kraftstoffinjektoren abhängig von der Lambdaregelung, dem Kraftstoffdruck in der Rail und dem angeforderten Motordrehmoment.

Am Fahrpedalsensor sind ca. 10 bis 90 % Verdrehbereich als Teillast und mehr als ca. 90 % Verdrehbereich als Volllast definiert.

Mehrfacheinspritzung

Bei einer Mehrfacheinspritzung werden die Kraftstoffinjektoren mehrmals hintereinander angesteuert. Die Einspritzmenge wird auf mehrere Einzeleinspritzungen aufgeteilt.

Mehrfacheinspritzungen können bei folgenden Aktionen stattfinden:

Starten

Katalysator aufheizen

Verbrennungsstabilisierung bei hohen Lasten und Drehzahlen über 2000/min

Katalysator warmhalten im Leerlauf bei langen Leerlaufphasen mit laufendem Motor

Beschleunigen

Bei einer schnellen Änderung der Fahrpedalstellung kommt es zum schnellen Öffnen oder Schließen der Drosselklappe. Dabei magert das Gemisch kurzzeitig ab oder wird zu fett. Um dies zu verhindern, passt das Steuergerät ME das Kraftstoff-Luft-Gemisch an, indem es die Ansteuerzeit der Kraftstoffinjektoren kennfeldabhängig verlängert oder verkürzt. Damit werden Ruckelerscheinungen verhindert.

Funktionsschema Elektrik Einspritzregelung

Motor 256.9 im Typ 213, 238

PE07.10-P-2704-97DBA

Motor 256.9 im Typ 222

PE07.10-P-2704-97SEM

Motor 256.9 im Typ 257

PE07.10-P-2704-97XBB

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-P-9998MRT

Referenzierte Dokumente