gf0020p2007a

Restlaufstrecke Funktion

Typ gf · Thema 00.20 · Version 0108 · 1999-08-23

Gültig für: TYP 129 ab 1.6.97 TYP 140 ab 1.6.97 TYP 163 TYP 168 TYP 170 ab 1.6.97 TYP 202 ab 1.6.97 TYP 208 bis 31.7.99 TYP 210 ab 1.3.97 bis 30.6.99

Einordnung

Funktionsgruppe 0 Gesamt › 00 Gesamt-Fahrzeug › 00.20 Wartung, Wartungssysteme (FSS, ASSYST) — Baureihe 129 · Baureihe 140 · Baureihe 163 · Baureihe 168 · Baureihe 170 · Baureihe 202 · Baureihe 208 · Baureihe 210

GF00.20-P-2007A

Restlaufstrecke Funktion

24.10.96

TYP 129 ab 1.6.97

TYP 140 ab 1.6.97

TYP 163

TYP 168

TYP 170 ab 1.6.97

TYP 202 ab 1.6.97

TYP 208 bis 31.7.99

TYP 210 ab 1.3.97 bis 30.6.99

Die mit ASSYST möglichen Serviceintervalle liegen

bei den Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 166, 611) zwischen 15 000 und 30 000 km,

bei dem neuen Direkteinspritzer-Dieselmotor 668 zwischen 20 000 und 40 000 km,

bei Motoren mit Ölstandsschalter zwischen 15 000 und
22 500 km (beim Motor 602.982 zwischen 20 000 und
30 000km).

Das erreichte Serviceintervall hängt von der Startlaufstrecke und den Fahrbedingungen ab (vgl. Restlaufstrecke).

Startlaufstrecke und Restlaufstrecke

Unter Startlaufstrecke wird das Serviceintervall in km/Meilen verstanden, das bis zum nächsten Service mindestens gefahren werden kann. Bei den Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 166, 611, 668) gilt dies jedoch nur, wenn beim Ölwechsel die vorgeschriebene Sollfüllmenge eingefüllt wurde.

Die Startlaufstrecke ist abhängig von:

den eingestellten Qualitätsfaktoren
(Die Qualitätsfaktoren sind ab Werk auf eine Grundeinstellung voreingestellt. Sie können, wenn es die Einsatzbedingungen erfordern, mit dem HHT verändert werden.)

Die Startlaufstrecke ist nicht abhängig von den Fahrbedingungen (Bewertung der gefahrenen Strecke) und eventuellen Ölnachfüllungen.

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Der Standardwert beträgt normalerweise 15 000 km, bei dem neuen Direkteinspritzer-Dieselmotor 668 20 000 km.

Der Wert kann jedoch, je nach Qualitätsfaktoren, davon abweichen.

Die Startlaufstrecke wird nach jedem Ölwechsel durch den Ölwechselreset automatisch auf ihren Anfangswert gesetzt. Die Startlaufstrecke ist eine interne Rechengröße und kann im Kombi-Instrument nicht angezeigt werden. Eine Anzeige der Startlaufstrecke mit dem HHT ist möglich.

Im Kombi-Instrument angezeigt wird normalerweise die Restlaufstrecke.

Die Restlaufstrecke ist unmittelbar nach dem Ölwechsel gleich der Startlaufstrecke. Bei den Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 166, 611, 668) gilt dies jedoch nur, wenn beim Ölwechsel die vorgeschriebene Sollfüllmenge eingefüllt wurde.

Die Restlaufstrecke ist die vom aktuellen Kilometerstand bis zum nächsten Service verbleibende Strecke. Die mögliche Intervallänge ist mindestens so groß wie die unmmittelbar nach einem Ölwechsel angezeigte Restlaufstrecke und beträgt maximal das Doppelte der Startlaufstrecke.

Die Restlaufstrecke ist abhängig:

von der Startlaufstrecke

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von den Fahrbedingungen (Dazu findet eine Bewertung der gefahrenen Strecke statt.)

bei den Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 166, 611, 668) von eventuellen Ölnachfüllungen

Damit werden bei ASSYST auch die Fahrbedingungen berücksichtigt: Bei günstiger Bewertung (z.B. wenig Kaltstarts, keine hohen Motordrehzahlen, wenig Kurzstreckenfahrten, wenig Anhängerbetrieb usw.) und Ölnachfüllungen erhält der Fahrer einen Bonus, der die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall verlängert. Es wird auch berücksichtigt, ob tatsächlich gefahren wird oder ob der Motor im Leerlauf läuft. Dazu erhält ASSYST ständig Daten über die aktuellen Betriebsbedingungen des Fahrzeugs.

Bei der besten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer nur 0,6 km angerechnet.

Bei ungünstiger Bewertung der Fahrstrecke (z.B. häufigen Kurzstreckenfahrten, vielen Kaltstarts) ist die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall kleiner als bei günstiger Bewertung. (Gleiche Qualitätsfaktoren vorrausgesetzt.)

Bei der ungünstigsten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer bis zu 3 km angerechnet.

In der nebenstehenden Skizze ist die Startlaufstrecke und die Restlaufstrecke am Beispiel der Ottomotoren nochmals grafisch dargestellt:

Bei jedem Ölwechsel werden Start- und Restlaufstrecke auf den Anfangswert gesetzt. Als Startlaufstrecke (oberer Balken) ist hier der normale Wert von 15 000 km eingezeichnet (schraffierter + dunkler Teil). Die Startlaufstrecke kann von den 15 000 km abweichen (z.B. 14 000 km; schraffierter Teil), wenn die Qualitätsfaktoren nicht der Grundeinstellung entsprechen. Bei den Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 166) kann die Startlaufstrecke auch kleiner als 15 000 km werden, wenn beim Ölwechsel nicht die vorgeschriebene Sollfüllmenge eingefüllt wurde. Die Restlaufstrecke (unterer Balken) beträgt unmittellbar nach dem Ölwechsel aber in jedem Fall 15 000 km. Auch das Serviceintervall beträgt immer mindestens 15 000 km.

Durch entsprechende Bonierung (günstige Bewertung der Fahrstrecken) und bei Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 166) durch Ölnachfüllungen kann die gesamte Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall auf maximal das Doppelte der Startlaufstrecke, hier 30 000 km, erhöht werden (weißer Teil).

Allerdings ergibt eine Startlaufstrecke kleiner als 15 000 km eine Verringerung des maximal erreichbaren Serviceintervalls.

Siehe dazu auch die Diagramme im Dokument "Motorölüberwachung".

Restlaufstrecke

Startlaufstrecke

15 000 km minimales Serviceintervall

30 000 km

maximal erreichbares

Service-

intervall

Bonierung

Ölwechsel

Warnschwelle (km)

Mit dem HHT kann für die Restlaufstrecke eine Warnschwelle zwischen 250 km und 8000 km eingestellt werden.

Diese Warnschwelle wird für 3 verschiedene Fahrleistungen unterschiedlich eingestellt. Durch die Ermittlung der Tageslaufleistung stellt sich das System auf die korrekte jährliche Fahrleistung ein (siehe Tabelle):

Beim Typ 168 sind als Warnschwelle nur die Werte 1000 km und 2000 km (unabhängig von der jährlichen Fahrleistung) möglich. Der Wert wird mit dem HHT eingestellt, die Standardeinstellung beträgt 1000 km.

Unterschreitet die Restlaufstrecke die eingestellte Warnschwelle, wird die Restlaufstrecke automatisch eingeblendet.

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Anzeige der Restlaufstrecke (Die Anzeige erfolgt entsprechend der Ländercodierung in Kilometern oder Meilen.):

auf Fahreranforderung

automatisch, nach 5 s Startschalter in Stellung 2 oder Fahrbetrieb, wenn die Warnschwelle erreicht ist:

Für 10 s erscheint das Wartungsymbol und die Anzeige: "SERVICE IN .... KM". (Bei Fahrzeugen ohne Multifunktionsanzeige erscheint das Servicesymbol und die Restlaufstrecke in Kilometern, ab Mitte Juli 97 "... km".)

automatisch, nach 5 s Startschalter in Stellung 2 oder Fahrbetrieb, wenn die Restlaufstrecke überschritten ist:
In diesem Fall erscheint die Anzeige "ÜBERZOGEN .... KM" und das Servicesymbol für 30 s (bis Mitte Juli 97 für 10 s). (Bei Fahrzeugen ohne Multifunktionsanzeige erscheint das Servicesymbol und die Restlaufstrecke mit negativem Vorzeichen in Kilometern blinkend, ab Mitte Juli 97
"... km".)
Ab ca. 06.97 ertönt zusätzlich ein kurzer Warnton.

Die Restlaufstrecke wird mit einer Auflösung von 100 km angezeigt.

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jährliche Fahrleistung in km

mögliche Warnschwellen in km

Standard-einstellung in km

< 10 000

250, 500, 1000, 2000

1000

10 000 bis 30 000

500, 1000, 2000, 4000

2000

> 30 000

1000, 2000, 4000, 8000

4000

Ist am Tempomat ein v-Limit eingestellt, wird vor der ASSYST-Anzeige die v-Limit-Anzeige kurz eingeblendet.

Normalerweise wird die Restlaufstrecke angezeigt. Damit jedoch auch "Wenig-Fahrer" auf einen fälligen Service aufmerksam gemacht werden, wird im Hintergrund immer auch die Zeitinformation verarbeitet. Die Restlaufstrecke wird täglich mit der Restlaufzeit verglichen. Unter bestimmten Vorraussetzungen, schaltet die Anzeige um, und die Restlaufzeit wird angezeigt

( siehe Dokument "Restlaufzeit").

Fehlen dem ASSYST Meßwerte, z.B. durch Ausfall eines Sensors, schaltet es auf hinterlegte Ersatzwerte um. Im Fehlerspeicher des jeweiligen Steuergerätes erfolgt ein entsprechender Eintrag.

Beim Ausfall der Betriebsspannung bleiben die Daten erhalten.

Aktives Service System (ASSYST) Bedienhinweise

Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 611)

GF00.20-P-0003-01A

Typ 210 ab 01.03.97 mit den Motor 111, 602, 604, 605, 606

Typ 129, 140, 170, 202 ab 06.97 außer Motor 112 , 113, 611

(Gültig für Motoren mit Schalter Ölstand.)

GF00.20-P-0003-01B

Aktives-Service-System (ASSYST) Anzeigemöglichkeiten

GF00.20-P-0003-04A

Restlaufzeit Funktion

GF00.20-P-2008A

Motorölüberwachung Funktion

Motoren mit Ölsensor (z.B. 112, 113, 611)

GF00.20-P-2009A

Typ 210 ab 01.03.97 mit den Motor 111, 602, 604, 605, 606

Typ 129, 140, 170, 202 ab 06.97 außer Motor 112 , 113, 611

(Gültig für Motoren mit Schalter Ölstand.)

GF00.20-P-2009B

Serviceumfang anzeigen Funktion

Typ 129, 202 ab 8.99

Typ 163 ab 1.00

Typ 168 ab 9.99

Typ 170 ab 12.99

GF00.20-P-2010B

Referenzierte Dokumente