gf0020l2007va

Restlaufstrecke Funktion

Typ gf · Thema 00.20 · Version 0100 · 2003-03-12

Gültig für: TYP 414.700

Einordnung

Funktionsgruppe 0 Gesamt › 00 Gesamt-Fahrzeug › 00.20 Wartung, Wartungssysteme (FSS, ASSYST) — Baureihe 414 (Baumuster 700)

GF00.20-L-2007VA

Restlaufstrecke Funktion

7.11.00

TYP 414.700

Die mit ASSYST möglichen Serviceintervalle liegen

bei dem Ottomotor zwischen 15 000 und

30 000 km,

bei dem Direkteinspritzer-Dieselmotor zwischen 20 000 und 40 000 km,

Das erreichte Serviceintervall hängt von der Startlaufstrecke und den Fahrbedingungen ab (siehe Restlaufstrecke).

Startlaufstrecke und Restlaufstrecke.

Unter Startlaufstrecke wird der Serviceintervall in km/Meilen verstanden, der bis zum nächsten Service mindestens gefahren werden kann. Dies gilt jedoch nur, wenn beim Ölwechsel die vorgeschriebene Sollfüllmenge eingefüllt wurde.

Die Startlaufstrecke ist abhängig von:

den eingestellten Qualitätsfaktoren
(Die Qualitätsfaktoren sind ab Werk auf eine Grundeinstellung voreingestellt, die mit der Star Diagnose verändert werden kann)

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Die Startlaufstrecke ist nicht abhängig von den Fahrbedingungen (Bewertung der gefahrenen Strecke) und eventuellen Ölnachfüllungen.

Der Standardwert beträgt beim Ottomotor 15 000 km, beim Direkteinspritzer-Dieselmotor 20 000 km.

Der Wert kann jedoch, je nach Qualitätsfaktoren, davon abweichen.

Die Startlaufstrecke wird nach jedem Ölwechsel durch den Ölwechselreset automatisch auf ihren Anfangswert gesetzt. Die Startlaufstrecke ist eine interne Rechengröße und kann im Kombiinstrument nicht angezeigt werden.

Eine Anzeige der Startlaufstrecke ist mit der Star Diagnose möglich.

Im Kombiinstrument wird die Restlaufstrecke angezeigt.

Die Restlaufstrecke ist unmittelbar nach dem Ölwechsel gleich der Startlaufstrecke. Dies gilt jedoch nur, wenn beim Ölwechsel die vorgeschriebene Sollfüllmenge eingefüllt wurde.

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Die Restlaufstrecke ist die vom aktuellen Kilometerstand bis zum nächsten Service verbleibende Strecke. Die mögliche Intervalllänge ist mindestens so groß, wie die unmittelbar nach einem Ölwechsel angezeigte Restlaufstrecke und beträgt maximal das Doppelte der Startlaufstrecke.

Die Restlaufstrecke ist abhängig:

von der Startlaufstrecke

von den Fahrbedingungen (dazu findet eine Bewertung der gefahrenen Strecke statt.)

von eventuellen Ölnachfüllungen

Damit werden bei ASSYST auch die Fahrbedingungen berücksichtigt: Bei günstiger Bewertung (z.B. wenig Kaltstarts, keine hohen Motordrehzahlen, wenig Kurzstreckenfahrten, wenig Anhängerbetrieb) und Ölnachfüllungen erhält der Fahrer einen Bonus, der die Restlaufstrecke und damit den Serviceintervall verlängert.

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Es wird auch berücksichtigt, ob tatsächlich gefahren wird oder der Motor im Leerlauf läuft. Dazu erhält ASSYST ständig Daten über die aktuellen Betriebsbedingungen des Fahrzeugs.

Bei der besten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer nur 0,6 km angerechnet.

Bei ungünstiger Bewertung der Fahrstrecke (z.B. häufigen Kurzstreckenfahrten, vielen Kaltstarts) ist die Restlaufstrecke und damit das Serviceintervall kleiner als bei günstiger Bewertung (gleiche Qualitätsfaktoren vorausgesetzt).

Bei der ungünstigsten Bewertung werden für jeden gefahrenen Kilometer bis zu drei Kilometern angerechnet.

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In der nebenstehenden Skizze ist die Startlaufstrecke und die Restlaufstrecke am Beispiel der Ottomotoren nochmals grafisch dargestellt:

Bei jedem Ölwechsel werden Start- und Restlaufstrecke auf den Anfangswert gesetzt. Als Startlaufstrecke (oberer Balken) ist hier der normale Wert von 15 000 km eingezeichnet (schraffierter + dunkler Teil). Die Startlaufstrecke kann von den 15 000 km abweichen (z.B. 14 000 km; schraffierter Teil), wenn die Qualitätsfaktoren nicht der Grundeinstellung entsprechen. Die Startlaufstrecke kann auch kleiner als 15 000 km werden, wenn beim Ölwechsel nicht die vorgeschriebene Sollfüllmenge eingefüllt wurde. Die Restlaufstrecke (unterer Balken) beträgt unmittellbar nach dem Ölwechsel aber in jedem Fall 15 000 km. Auch das Serviceintervall beträgt immer mindestens 15 000 km.

Durch entsprechende Bonierung (günstige Bewertung der Fahrstrecken) und durch Ölnachfüllungen kann die gesamte Restlaufstrecke, und damit das Serviceintervall, auf maximal das Doppelte der Startlaufstrecke, hier 30 000 km, erhöht werden (weißer Teil).

Allerdings ergibt eine Startlaufstrecke kleiner als 15 000 km eine Verringerung des maximal erreichbaren Serviceintervalls.

Siehe dazu auch die Diagramme im Dokument "Motorölüberwachung".

Restlaufstrecke

Startlaufstrecke

15 000 km minimales Serviceintervall

30 000 km

maximal erreichbares

Service-

intervall

Bonierung

Ölwechsel

Warnschwelle (km)

Als Warnschwelle sind nur die Werte 1000 km und 2000 km möglich. Der Wert wird mit der Star Diagnose eingestellt, die Standardeinstellung beträgt 1000 km.

Unterschreitet die Restlaufstrecke die eingestellte Warnschwelle, wird die Restlaufstrecke automatisch eingeblendet.

Anzeige der Restlaufstrecke (Die Anzeige erfolgt entsprechend der Ländercodierung in Kilometern oder Meilen.):

auf Fahreranforderung

automatisch, nach fünf Sekunden Startschalter in Stellung 2 oder Fahrbetrieb, wenn die Warnschwelle erreicht ist.

Für zehn Sekunden erscheint das Servicesymbol und die Restlaufstrecke in Kilometern

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automatisch, nach fünf Sekunden Startschalter in Stellung 2 oder Fahrbetrieb, wenn die Restlaufstrecke überschritten ist:
in diesem Fall erscheint das Servicesymbol und die Restlaufstrecke mit negativem Vorzeichen in Kilometern blinkend

Zusätzlich ertönt ein kurzer Warnton.

Die Restlaufstrecke wird mit einer Auflösung von 100 km angezeigt.

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Normalerweise wird die Restlaufstrecke angezeigt. Damit jedoch auch "Wenigfahrer" auf einen fälligen Service aufmerksam gemacht werden, wird im Hintergrund immer auch die Zeitinformation verarbeitet. Die Restlaufstrecke wird täglich mit der Restlaufzeit verglichen. Unter bestimmten Voraussetzungen, schaltet die Anzeige um und die Restlaufzeit wird angezeigt.

(siehe Dokument "Restlaufzeit").

Fehlen dem ASSYST Meßwerte, z.B. durch Ausfall eines Sensors, schaltet es auf hinterlegte Ersatzwerte um. Im Fehlerspeicher des jeweiligen Motorsteuergerätes erfolgt ein entsprechender Eintrag.

Beim Ausfall der Betriebsspannung bleiben die Daten erhalten.

Kombiinstrument Anordnung

GF54.30-L-3038VA

Referenzierte Dokumente