D63.10-1650-06
Die Vorbehandlung der Reparaturfläche muss mit größter Sorgfalt durchgeführt werden, da hierdurch die Qualität der Klebung entscheidend mitbeeinflusst wird.
1 Sichtbare Schadensstelle (1) großflächig reinigen.
Die Arbeitsschritte zwei bis fünf sind bei einer Lochbeschädigung der Seitenwand (2) bzw. Heckwand (3) im Innenraum auszuführen.
2 Sichtbare Schadensstelle (1) mit einem harten Gegenstand weiträumig abklopfen und tatsächliche Schadensstelle (4) ermitteln.
Mit dieser Methode können - durch Klangunterschiede - nicht sichtbare Schäden, wie Materialfehlstellen (Brüche, Risse) festgestellt werden.
3 Ein Viereck auf der Seitenwand (2) bzw. Heckwand (3) mit einer Zugabe a = 50 mm bei der Länge und Breite anzeichnen.
4 In jeder Ecke des angezeichneten Vierecks eine Bohrung (5) zum Ansetzen der Karosserie-Stichsäge herstellen.
Wenn keine Lochbeschädigung der Seitenwand (2) bzw. Heckwand (3) vorliegt, Bohrtiefe auf 22 mm einstellen.
5 Angezeichnetes Viereck heraussägen.
Wenn keine Lochbeschädigung der Seitenwand (2) bzw. Heckwand (3) vorliegt, Sägetiefe bei ausgefahrenem Hub auf 22 mm einstellen und nur Außenlaminat bzw. Innenlaminat und Schaumkern durchsägen.
D63.10-1652-09
Die Arbeitsschritte sechs und sieben sind nur bei einer Lochbeschädigung der Seiten- bzw. Heckwand im Außenbereich auszuführen.
6 Sägebereich (10) auf der Seiten- bzw. Heckwand anzeichnen.
Das Maß b = 100 mm darf umlaufend um das zuvor herausgesägte Viereck nicht unterschritten werden. Sonst wird die nötigte Festigkeit der Überlappung nicht erreicht.
7 Außenlaminat (6) und Schaumkern (7) durchsägen.
Sägetiefe bei ausgefahrenem Hub auf 22 mm einstellen.
8 Außenlaminat (6) und Schaumkern (7) mit einem geeigneten Werkzeug vom Innenlaminat (8) ablösen und herausnehmen.
Das beschädigte Laminat muss vollständig entfernt werden, d. h. es dürfen keine Materialfehlstellen in der Seiten- bzw. Heckwand verbleiben.
9 Randfläche um die ausgeschnittene Schadensstelle herum, in einem Bereich von ca. 60 mm, schräg anschleifen.
Anfallenden Schleifstaub direkt absaugen.
10 Oberfläche des Innenlaminats (8) anschleifen.
11 Gesamten Bereich reinigen.
D63.10-1651-06
Vorbereitung des Schaumkernes und der Glasseidenmatten
12 Höhe und Breite des Ausschnitts auf den neuen Schaumkern (7) übertragen und Schaumkern (7) zuschneiden.
13 Glasseidenmatte (G1) auf die Größe des Schaumkerns (7) zuschneiden und mit "G1" beschriften.
14 Glasseidenmatte (G2) auf die Größe des Inneren Ausschnitts zuschneiden und mit "G2" beschriften.
Nur bei einer Lochbeschädigung der Seiten- bzw. Heckwand.
15 Glasseidenmatte (G3) mit einer Zugabe von 80 mm gegenüber dem Schaumkern (7) zuschneiden und mit "G3" beschriften.
16 Glasseidenmatte (G4) mit einer Zugabe von 100 mm gegenüber dem Schaumkern (7) zuschneiden und mit "G4" beschriften.
17 Glasseidenmatte (G5) mit einer Zugabe von 120 mm gegenüber dem Schaumkern (7) zuschneiden und mit "G5" beschriften.
18 Maß "c" auf die Glasseidenmatte (G3) übertragen und wie abgebildet ausschneiden.
Maß:
c = 40 mm
19 Glasseidenmatten (G1, G2, G3, G4, G5) der Reihenfolge nach sortieren.
Dies ist erforderlich, um beim Auflaminieren der Glasseidenmatten (G1, G2, G3, G4, G5) einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
20 Platte (9) mit einem Trennmittel (z. B. Wachs) überziehen.
Nur bei einer Lochbeschädigung der Seiten- bzw. Heckwand.
Platte (9) muss größer als Glasseidenmatte (G5) sein und eine glatte Oberfläche besitzen.
21 Platte (9) im Innenraum gegen die Seiten- bzw. Heckwand drücken und mit einem geeigneten Werkzeug (z. B. Teleskop-Sperrstange) fixieren.