ar4770d0019te

Hochvolt-Bordnetz auf Beschädigungen prüfen

Typ ar · Thema 47.70 · Version 0100 · 2020-06-26

Gültig für: Motor 780.703 im Typ 910

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 47 Kraftstoffanlage, Energieversorgung Antriebsstrang › 47.70 Energieversorgung Antriebsstrang — Baureihe 910

EinPAS 16 Kraftstoff-/Energieversorgung Motor › 16.20 Hochvolt-Bordnetz › 16.20.1 Grundinformation — Baureihe 910

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 780 703

AR47.70-D-0019TE

Hochvolt-Bordnetz auf Beschädigungen prüfen

26.06.2020

Motor

780.703 im Typ 910

Hochvolt-Bordnetz auf Beschädigungen prüfen

D08.00-A009-79

Hochvoltkomponenten, dargestellt mit Code E4T (Hochvoltbatterie (47kWh))

A9/6

Elektrischer Kältemittelverdichter

G1/34

Hochvoltbatterie 4

A79/1

Elektrische Maschine 1

G10

Fahrzeugsteckdose Gleichstromladen/Wechselstromladen

A79/3

Steuergerät Leistungselektronik

N24/6

Gleichstromladeverbindungseinheit

A123

Hochvolt-Energieverteiler 1

N33/16

Steuergerät Hochvolt PTC-Heizer

A123/1

Hochvolt-Energieverteiler 2

N33/17

Steuergerät Batterieheizung

G1/31

Hochvoltbatterie 1

N83/3

Steuergerät DC/DC-Wandler

G1/32

Hochvoltbatterie 2

N83/15

Wechselstromladegerät für Hochvoltbatterie

G1/33

Hochvoltbatterie 3

Hochvolt-Bordnetz auf Beschädigungen prüfen

D83.00-A000-79

Bauteilübersicht

12

Kondensator

N24/6

Gleichstromladeverbindungseinheit

13

Verdampfer/Wärmetauscher

N83/3

Steuergerät DC/DC-Wandler

A9/6

Elektrischer Kältemittelverdichter

N83/15

Wechselstromladegerät für Hochvoltbatterie

A123

Hochvolt-Energieverteiler 1

Y16/9

Umschaltventil Kondensatvermeidung

M109

Elektrische Unterdruckpumpe

Gefahr

Brand-/Explosionsgefahr durch Kurzschluss und austretendes Knallgas. Verbrennungs-/Verletzungsgefahr durch Verätzen von Augen, Haut und Schleimhäuten durch Batterieelektrolyt/-nebel, Kurzschluss und Lichtbogeneinwirkung. Vergiftungsgefahr durch Verschlucken von Batterieelektrolyt oder Aufnahme von Blei über die Haut oder Körperöffnungen. Lebensgefahr durch elektrischen Spannungen U >= 30 V AC und U >= 60 V DC.

Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen verboten. Säureschutzhandschuhe, -kleidung und -brille tragen. Batteriesäure nur in geeignete und entsprechend gekennzeichnete Behältnisse einfüllen.

AS54.10-Z-0001-01A

Gefahr

Lebensgefahr beim Arbeiten an Bauteilen und Systemen mit U >= 30 V Wechselspannung (AC) bzw. U >= 60 V Gleichspannung (DC)

Beschädigte bzw. defekte spannungsführende Bauteile und Leitungen sowie nicht isolierte elektrische Verbindungen und Leitungen nicht berühren.

AS00.00-Z-0035-01A

Hinweis

Allgemeine Hinweise bei Fahrzeugen mit Hochvolt-Bordnetz und/oder Lithium-Ionen-Batterie und/oder Gasantriebssystem sowie die persönliche Schutzausrüstung

AH00.00-Z-0300-01A

Hinweis

Hinweise Batterie

AH54.10-P-0001-01A

Prüfen

1

Prüfen, ob Sie über die geforderte Qualifizierung für die Beurteilung der Sicherheit von Hochvolt-Bordnetzen verfügen.

Service-Information: Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeiten an Hochvolt-Bordnetzen, Lithium-Ionen-Batterien und Gasantriebssystemen

SI00.00-S-0156A

Prüfungen vor Einfahrt in die Werkstatt bei einem Fahrzeug mit Fehler im Hochvolt-Bordnetz oder einem Unfallschaden

2

Vor der Einfahrt in die Werkstatt die orangen Hochvoltleitungen, die Hochvoltkomponenten bzw. die Anbauteile im Bereich der Hochvoltkomponenten durch eine Sichtkontrolle auf Brand, Rauchentwicklung, Folgen eines Brands oder innere Hitzeentwicklung prüfen.

Eine Rauchentwicklung ist oftmals eine Vorstufe zum Brand.

Wenn eine Rauchentwicklung, Anlauffarben oder verschmorte Bauteile zu erkennen sind,

unverzüglich einen Notruf unter der jeweiligen standort- und länderspezifischen Notrufnummer absetzen, Hochvoltkomponenten nicht berühren sowie den Gefahrenbereich räumen.

3

Vor der Einfahrt in die Werkstatt prüfen, ob ein Unfallschaden am Unterboden oder im Bereich der Hochvoltkomponenten vorliegt.

Service-Information: Umgang mit Hochvoltbatterien nach Unfall mit Airbag bzw. Pyrosicherung Auslösung

SI54.10-P-0035A

4

Vor der Einfahrt in die Werkstatt Lithium-Ionen-Batterien auf akute Gefährdung prüfen.

AR47.70-S-0017F

5

Fahrzeug in die Werkstatt bringen.

Wenn bei den Arbeitsschritten 2 bis 4 keine Beanstandungen festgestellt wurden.

Weitere Prüfungen in der Werkstatt bei einem Fahrzeug mit Fehler im Hochvolt-Bordnetz oder einem Unfallschaden

6

Diagnosesystem anschließen und Kurztest durchführen.

Diagnosegerät an-, abschließen

AD00.00-D-2000-06TS

Wenn eine Fehlermeldung einer Hochvoltkomponente oder ein Isolationsfehler vorliegt,

diese Beanstandungen im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten entsprechend der Reparaturdokumentation beheben.

7

Weitere Prüfungen der Lithium-Ionen-Batterien in der Werkstatt durchführen.

Wenn auf Grund eines Brands oder Unfallschadens im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien oder einer Fehlermeldung im Diagnosesystem davon auszugehen ist, dass Beschädigungen vorliegen.

AR47.70-S-0017F

8

Hochvolt-Bordnetz spannungsfrei schalten.

Wenn auf Grund eines Brands oder Unfallschadens im Bereich von Hochvoltkomponenten oder einer Fehlermeldung im Diagnosesystem davon auszugehen ist, dass orange Hochvoltleitungen oder Hochvoltkomponenten beschädigt sind.

AR47.70-D-1000TE

9

Orange Hochvoltleitungen und Steckdosen im Brandbereich oder Unfallbereich auf Beschädigungen prüfen.

Wenn eine orange Hochvoltleitung bzw. vorhandene Steckdosen beschädigt sind,

diese Beanstandungen im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten entsprechend der Reparaturdokumentation beheben.

Referenzierte Dokumente