Fahrzeugparameter, welche aus Sicherheitsgründen parametriert werden müssen und ohne Fahrzeugänderung (Umbau) nicht verändert werden dürfen:
05 Mengenbegrenzung, wenn diese vom Werk unter 100% programmiert war (bei neuen Steuergeräten FMR sind aus Sicherheitsgründen 80% einprogrammiert).
06 Arbeitsdrehzahl fest, wenn sich der Nebenantrieb nicht geändert hat.
07 Grenzwert Arbeitsdrehzahl, wenn sich der Nebenantrieb nicht geändert hat.
13 Kodierung Motorbremse, wenn kein Umbau an Motorbremse und Konstantdrossel durchgeführt wurde.
-----------------------------------------------------------------------------------------
16 Verzugszeit Motorbemse, wenn sich die Motorbremsklappe nicht geändert hat.
17 Drehzahlsignalvergleich. Dieser Wert muß auf EIN stehen, sonst kann im Fehlerfall der Motor zerstört werden.
18 Momentenreduzierung
Bei den starken Motoren (530 PS) muß zum Schutz des Antriebsstranges eine geschwindigkeitsabhängige Momentenreduzierung programmiert werden.
Je nach Einstellung wird die Mengenbegrenzung (auf dem Aufkleber am E-Modul unter Momentenreduzierung eingetragenen Wert) ab der ersten Frequenz (f1) linear bei zunehmender Geschwindigkeit bis zur zweiten Frequenz (f2) aufgehoben.
C3-Signal= 5 Impulse pro Gelenkwellenumdrehung
-----------------------------------------------------------------------------------------
Fahrzeugparameter, welche je nach Fahrzeugeinsatz, verändert werden können:
02 Einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzung
Wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung höher als die fest programmierten 85km/h eingestellt wird, regelt das Fahrzeug erst bei einer höheren Geschwindigkeit (max. 89km/h) ab.
Eine Abregelung auf 85km/h erfolgt dann, wenn die Parameter 02 und 03 auf 85km/h eingestellt sind.
05 Mengenbegrenzung
Im Steuergerät FMR kann eine abschaltbare Mengenreduzierung aktiviert werden, d.h. eine reduzierte Maximalmenge ist programmierbar (ist auch Grenzwert für alle anderen Parametrierwerte und Regelungen z.B. Tempomat, Anfahrsteuerung):
Solange der Pin 14/1 (RED) vom Stecker 2 offen ist, oder an Masse liegt, ist eine Fahrpedalregelung nur bis zur einprogrammierten Mengenbegrenzung möglich. Wird über einen Schalter Kl. 15 auf Pin 14/1 geschaltet, ist die Maximalmenge wieder 100%.
15 Handprogrammierung ADR
Normal steht dieserParameter auf EIN, d.h.es kann ohne Hand-Held-Tester mit einem selbst angefertigten Kabel die Programmierung der Arbeitsdrehzahl geändert werden.
Ist bei einem Aufbauhersteller ein Nebenantrieb eingebaut und mit dem Hand-Held-Tester eingestellt worden, kann der Parameter auf AUS geschaltet werden.
-----------------------------------------------------------------------------------------
Damit kann man vermeiden, daß die einprogrammierten Werte für die Arbeitsdrehzahl/Grenzdrehzahl ohne Hand-Held-Tester geändert werden können.
08 Anfahrsteuerung
Normal steht dieser Parameter auf AUS, das bedeutet die Anfahrsteuerung ist abgeschaltet. Bei Programmierung der Anfahrsteuerung auf EIN kann eine über den gesamten Geschwindigkeitsbereich gültige Beschleunigungsbegrenzung aktiviert werden:
Bis zur Fahrzeug-Geschwindigkeit 15 km/h wird über die Verstellgeschwindigkeit des Fußfahrgebers die Beschleunigung des Fahrzeugs begrenzt:
Fußfahrgeberstellung 50 %: Verstellzeitdauer nicht einstellbar
Fußfahrgeberstellung 50 -70 % Verstellzeitdauer zwischen 0,25 und 10 s
Bei verschiedenen Fahrzeug-Einsätzen, ist eine Begrenzung der Beschleunigung im unteren Geschwindigkeitsbereich sinnvoll. Zum Beispiel bei Getränkeauslieferungs- oder Hausmüll-Fahrzeugen, die überwiegend innerorts von Haus zu Haus bewegt werden, wird die Betriebssicherheit durch die Anfahrsteuerung erhöht.
-----------------------------------------------------------------------------------------
21 Fahrpedalkennfeld
Für verschiedene Fahrzeug-Einsätze kann das Fahrpedalkennfeld angepaßt werden.
Eine Änderung des Fahrpedalkennfelds im unteren Bereich kann z.B. für Baustellen- oder Hausmüllfahrzeuge, die ständig rückwärts rangieren müssen, sinnvoll sein.
Die eingespritzte Kraftstoffmenge kann in Abhängigkeit von der Fahrpedalstellung programmiert werden. Dabei wird der Fahrpedalweg in 4 Bereiche unterteilt mit jeweils beliebig festgelegter Kraftstoffmenge (bis insgesamt 100%).