Karosserie
Die Karosseriestruktur des Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé Typ 290 in Hybridbauweise besteht neben zum großen Teil aus warm umgeformten und ultrahochfesten Stählen. Um das Gewicht zu reduzieren, wurde der Aluminiumanteil deutlich erhöht und die Bauteilanzahl auf ein notwendiges Minimum reduziert. Gleichzeitig wird sie aber auch den gestiegenen Anforderungen an Komfort und Sicherheit gerecht.
Die Karosseriestruktur des Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupés Typ 290 zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
Geringes Gewicht
Hohe Struktursteifigkeit
Hohe Crashsicherheit
Insgesamt beinhaltet die Karosseriestruktur sieben große, hochintegrative Aluminium-Druckgussbauteile, die die wichtigsten Strukturknoten der Rahmenstruktur bilden. Die Fahrdynamik und das Geräuschniveau wurden auch für den Kunden erlebbar gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert. Ein großflächiger Aluminiumeinsatz erfolgt vor allem bei Beplankungsteilen - unter anderem sind die Motorhaube, die Kotflügel und der Kofferraumdeckel in Aluminiumblech ausgeführt. Die Beplankung der Seitenwand und die Dachbeplankung bestehen aus Stahlblech. Großer Wert bei der Gestaltung der Seitenwandbeplankung im Zusammenspiel mit den Anbauteilen wurde auf die Realisierung kleiner Fugen und Radien gelegt. Dadurch wird für den Kunden die Wertanmutung deutlich gesteigert.
Die Steifigkeit des Karosserievorbaus wird mit Diagonalstreben und einem neuen Frontmodulkonzept hergestellt. Das Frontmodul besteht aus gebogenen Strangpress-Profilen und Kunststoff-Aluminiumguss-Konsolen mit zusätzlichen Streben, die bisher in Cabrios eingesetzt wurden.
Der Fahrgastraum ist als Sicherheitszelle ausgebildet. Zu ihrer hohen Stabilität unter Unfallbeanspruchungen bei Frontal-, Seiten und Heckkollisionen sowie Überschlägen tragen vor allem bei:
Ultrahochfeste Stahlbleche
Spezielle Formgebung und Querschnittsgestaltung
Beanspruchungsgerechte Materialien und Wandstärken in hoch belasteten Strukturbereichen
Aktive Aerodynamik
Hauptbestandteile der aktiven Aerodynamik sind das aktive Luftregelsystem AIRPANEL in der Frontschürze sowie der kompakte, mehrstufig ein- und ausfahrbare Heckflügel.
Aktives Luftregelsystem AIRPANEL
Das aktive Luftregelsystem AIRPANEL besteht aus einem Rahmen hinter der Frontschürze mit senkrecht angeordneten Lamellen und den Stellmotoren Kühlerverkleidungsklappe unten links (M2/40) und Kühlerverkleidungsklappe unten rechts (M2/41). Diese öffnen oder verschließen auf Anforderung der Steuergeräts ME die Lamellen. Die Lamellen sind standardmäßig geschlossen, auch bei bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit, beim Bremsen und bei Kurvenfahrten. Das Öffnen der Lamellen erfolgt temperaturabhängig. Durch die geöffneten Lamellen wird der Luftmassenstrom zielgerichtet zum Motorkühler geführt, um diesen zu kühlen. Geschlossene Lamellen verbessern die Fahr- und die Aerodynamik erheblich.
Das vollständige Öffnen oder Verschließen der Lamellen dauert ca. 1 s.
Aktives Luftregelsystem |
M2/40 | Stellmotor Kühlerverkleidungsklappe unten links |
M2/41 | Stellmotor Kühlerverkleidungsklappe unten rechts |
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Aktiver Heckflügel
Das System Aktiver Heckflügel orientiert sich am jeweiligen Fahrstil. Um den Luftwiderstand zu verringern, stellt sich der Heckflügel bei schneller Geradeausfahrt automatisch in eine flachere Position. Erkennt das System eine Querdynamik, bewegt sich der Heckflügel in eine steilere Position, um den Abtrieb an der Hinterachse zu erhöhen. Somit wird ein ausgewogenes dynamisches wie sicheres Fahrverhalten gewährleistet.
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Mercedes-AMG GT 53 4MATIC + mit verstellbarem Heckflügel |
Passiver Heckflügel
Auf Wunsch lässt sich das neue Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé Typ 290 im Rahmen des Aerodynamik-Pakets auch mit einem feststehenden Heckflügel ausrüsten. Um das Fahrzeug beispielsweise an die Bedingungen verschiedener Rennstrecken anzupassen, lässt sich das Flügelprofil mechanisch verstellen.
P88.50-3309-79
Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC + mit feststehendem Heckflügel |