sn0000d008002a

Fahrwerk

Typ sn · Thema 00.00 · Version 0101 · 2019-08-23

Gültig für: Typ 907 mit Motor 642, 651 außer Code ZL3 (Länderausführung Lateinamerika) Typ 910 mit Motor 651'

Einordnung

Funktionsgruppe 0 Gesamt › 00 Gesamt-Fahrzeug › 00.00 Allgemeines — Baureihe 651 · Baureihe 907 · Baureihe 910

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.30 Einführungsschriften — Baureihe 651 · Baureihe 907 · Baureihe 910

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 ***

SN00.00-D-0080-02A

Fahrwerk

Typ

907 mit Motor 642, 651

außer Code ZL3 (Länderausführung Lateinamerika)

Typ

910 mit Motor 651

Federung und Dämpfung

Um für verschiedenste Aufbaumöglichkeiten eine optimale Fahrwerksauslegung zu realisieren, ist zur Abstimmung neben dem Serienfahrwerk ein Fahrwerk für Komfort und Ladegutschonung als Sonderausstattung verfügbar. Zusätzlich werden folgende Fahrwerkskomponenten angeboten:

Code C83 (Hinterachsfeder für erhöhte Nutzlast)

Code CE8 (Aufbau höhergesetzt)

Code CB2 (Komfortfahrwerk Luftfederung)

Vorderachse mit erhöhter Traglast

Stoßdämpfer, verstärkt

Schwingungstilger

Wegfall Fahrzeugabsenkung

Schlechtwegausführung

Schlechtwegausführung verstärkt

Mit der Sonderausstattung Code C83 (Hinterachsfeder für erhöhte Nutzlast) werden die serienmäßigen Stahlfedern an der Hinterachse durch leichtere, glasfaserverstärkte Kunststofffedern ersetzt. Hauptmerkmal der GFK-Hinterachsfeder ist die Reduzierung des Fahrzeuggewichts und die damit verbundenen Nutzlasterhöhung um bis zu ca. 12 kg.

Für den Typ 907 steht der Code CB2 (Komfortfahrwerk Luftfederung) als Sonderausstattung zur Wahl. Die Bedienung erfolgt durch eine Taste im Bedienfeld oder über die Fernbedienung. Wird ein Fahrzeug mit Luftfederung abgestellt, kann die Luftfederung bis zu einer Stunde aktiviert bleiben, auch wenn die Zündung ausgeschaltet ist.

Wird das Fahrzeug z. B. mit dem Wagenheber angehoben, versucht die Luftfederung das Fahrzeugniveau auszugleichen. Der Wagenheber kann umkippen. Vor dem Anheben des Fahrzeugs auf der Luftfeder-Fernbedienung die Taste „Service“ drücken. Dies verhindert das automatische Nachregeln des Fahrzeugniveaus und das manuelle Anheben oder Absenken.

Bremsanlage

Im Sprinter kann optional bei allen Fahrzeugen mit 3,0 t, 3,5 t und 4,0 t zulässige Gesamtmasse der Code B25 (Feststellbremse elektrisch) bestellt werden. Über einen Zug­ und Drucktaster neben dem Lichtdrehschalter lässt sich die elektrische Feststellbremse bedienen. Hierdurch werden die Kombibremssättel der Hinterachse angesteuert. Die bremssattelintegrierten, elektrischen Stellglieder betätigen dann die Betriebsbremse.

Durch die elektrische Feststellbremse lassen sich verschiedene Komfort -und Sicherheitsfunktionen realisieren. Hierzu gehören:

Automatisches Feststellen der Bremse

Automatisches Lösen der Bremse

Hilfsbremsung

Notfallbremsung

Automatischer Bremsnachsteller

Lenkung

Im Sprinter kommt serienmäßig bei allen Fahrzeugen mit Vorderradantrieb und Hinterradantrieb eine geschwindigkeitsabhängige elektromechanische Zahnstangenlenkung zum Einsatz. Diese verfügt über eine Parameterfunktion, d. h., die Servolenkung wird geschwindigkeitsabhängig und stufenlos an die Fahrsituation angepasst.

Bei Fahrzeugen mit Allradantrieb wird weiterhin die bewährte hydraulische Servolenkung verbaut.

Fahrwerk

D33.10-1132-79

Angetriebene Vorderachse im Typ 910 mit Lenkung und Getriebe

Achsen Typ 910

Vorderachse

Die Vorderachse ist im Vergleich zu Fahrzeugen mit Hinterradantrieb um 9 mm nach vorne verschoben. Die Spurweite ist um 50 mm erhöht.

Hinterachse

Die Hinterachse ist 250 mm weiter nach hinten versetzt. Die Spurweite ist um 53 mm erhöht.